Kategorie: Lieblingsbücher

lesenswertes

Buchtipp für die Kleinen

Viel zu entdecken für die ganz Kleinen gibt es in dem Bilderbuch “Was raschelt denn da?” (ab 2 Jahren). Waldtiere und Elfen tummeln sich hier auf wunderschönen Bildern, begleitet von kurzen Texten, die die kleinen Zuhörer nicht ungeduldig werden lassen. Außerdem können die Kinder auf jeder Seite mehrere Türchen öffnen, hinter denen weitere Überraschungen warten. Geschenktipp mit “Leuchtende Augen – Garantie”!

Was raschelt denn da? von Daniela Drescher, Verlag Urachhaus ISBN-13: 978-3-8251-7784-3

Und wieder schreit der Frieder

Die „Frieder“ – Bücher von Gudrun Mebs sind ja schon lange kein Geheimtipp mehr, trotzdem möchte ich sie gerne empfehlen, weil ich sie, ganz abgesehen davon, dass das Vorlesen viel Spaß macht, für eine wunderbare Erziehungshilfe halte. Das mag manch eine(r) unbegreiflich finden. Denn zunächst einmal verhält sich die Oma, die mit dem etwa sechsjährigen Frieder zusammen lebt, pädagogisch völlig daneben. „Ja, lässt Du mich gleich los, Rotzbub“ ist stets ihre erste Reaktion, wenn der Bub mal wieder was von ihr will. Ist ja auch mehr als verständlich, schließlich bügelt sie gerade, strickt, kocht oder erledigt, was sie eben so zu erledigen hat. Da will man eben nicht auf der Stelle Wüste spielen, Wände streichen oder als Roboter durch die Wohnung steuern. Doch dafür hat Frieder gar kein Verständnis und versucht mit allen Mitteln die Oma dazu zu bewegen, seinen Wünschen nachzugeben. Und das geht meistens nicht gut. (mehr …)

Endlich Ferien!

Jetzt haben wir es auch in Bayern geschafft. Der letzte Schultag ist da!!!!

Eine wunderschöne Urlaubslektüre für Kinder ab ca. 6 Jahren ist das Buch „Frederico Oktopod und Tünne Tintenfisch“ von Adolf Himmel aus der Zeit Kinder- Edition. (Leider ist es meines Wissens nur noch aus zweiter Hand erhältlich, was aber heute bei den großen Buchversendern kein Problem mehr ist.)
FredericoDie Geschichte handelt von der ganz besonderen Freundschaft zwischen dem sechsjährigen Antonio und dem Tintenfisch Oktopod, die sich anfreunden, nachdem Antonio auf der Urlaubsinsel Benafim niemanden zum Spielen findet und sich mit Schnorchel und Taucherbrille aufmacht, das Meer zu erkunden. Es macht Spaß, zu lesen, wie sie die Probleme, die sich aus dieser ungewöhnlichen Konstellation ergeben, gemeinsam lösen und welche Abenteuer sie erleben. Das Buch duftet nach Sonne und Meer und bringt uns zum Schmunzeln. Spannung ist natürlich auch dabei. Also, alles was ein gutes Buch so braucht.

Viel Spaß beim Lesen und schöne Ferien!

ISBN 3-938899-08-5

Abschalten

Ich habe ja im Allgemeinen eher wenige Marotten, aber eine ist sicherlich, dass ich eine instinktive Abneigung gegen den Mainstream habe. Ich meide kategorisch Blockbuster und Bestsellerlisten. Nur einem bin ich wirklich verfallen- und das ist Martin Suter. Wo ich normalerweise spätestens nach zwei Büchern aufhöre, zum selben Autoren zu  greifen, habe ich von ihm bereits sage und schreibe acht Bücher gelesen. Und ich fand tatsächlich fast alle toll. Und so passierte es, dass ich zu seinem neuen Spiegel-Bestseller griff namens „Abschalten- die Business Class macht Ferien“. Der Klappentext klang interessant und so nahm ich ihn mit nach Hause. Doch was für eine Enttäuschung- eine Aneinanderreihung kurzer Episoden aus dem Leben des erfolgreichen Geschäftsmannes. Dachte ich. Doch dann hatte ich, kurz nachdem ich zu lesen begonnen hatte, einen Job, bei dem ich mit eben so einem zu tun hatte und es war wie damals beim Klaviervorspiel, als mir meine Mutter sagte, ich solle mir vorstellen, es säßen lauter nackte Professoren im Publikum. Die Bilder zogen vor meinem geistigen Auge dahin und ich ertappte mich bei dem ein oder anderen unkontrollierten Grinsen. Denn die Texte sind böse und gemein und holen die Führungselite von ihrem Thron. Wer also ein Vorstellungsgespräch oder einen wichtigen Termin mit einem Vorgesetzten plant und seine Belange ganz gelassen vertreten möchte, möge ihn kaufen. Herrlich herzerfrischend!