Glücksbotschaft

Heute morgen- ich verstieß gegen meine Prinzipien für ein besseres Leben und hörte Radio- erreichte mich meine kleine persönliche Glücksmeldung: Im Pariser Zentrum müssen künftig SUVs 18,-€ pro Stunde Parkgebühr löhnen! Das Dreifache der bislang üblichen Gebühr. Per Volksentscheid. Herrlich. 

Ich pflege meine kleine persönliche Abneigung gegen diese Gefährte seit Anbeginn, also, seitdem ich nicht an Autos interessierter Mensch sie nicht mehr übersehen konnte, weil sie die Zufahrtswege zu unserem Kindergarten verstopften. Und das ist lange her! Die Anschaffung dieser überdimensionierten Gefährte symbolisierte für mich von Anfang an die Widersprüchlichkeit des Menschen, der zwar weiß, dass er für die Zukunft der eigenen Kinder weniger Abgase in die Luft pusten sollte, sich aber mehr als bereitwillig von seinem Sicherheitsbedürfnis nach einem Panzer und der Aussicht eines Kreuzfahrtkapitäns verführen lässt.

„Meins! Ich! Hier!“ Noch absurder wurde das Ganze, als die ersten Exemplare mit E-Motor auf den Markt kamen. Ist doch umweltfreundlich. Klar, doch. Und jetzt 18,-€, seufz. Dass Campingbusse auch schwere Fahrzeuge sind, ja, blöd. Aber das ist es mir wert.

Hier noch der echt schwer zu ertragende Sound zum Satz:

Ohne mich.

No_cleaningIch putze seit mittlerweile 7 Jahren Kindertageseinrichtungen und ich muss sagen- ich will nicht mehr. Jede private Einrichtung hat ihre Anforderungen und ich habe bis jetzt alles bereitwillig mitgemacht. Ich habe alle 14 Tage Essen für 12 Krippenkinder und 3 Erzieherinnen gekocht, ich habe Waffelteig für das Sommerfest vorbereitet, Plakate fürs Stadtteilfest gestaltet und bei der Schulzeitung mitgearbeitet. Wie gesagt, die Anforderungen ändern sich- nur eine haben sie alle gemeinsam: den Putzdienst. Fand ich es beim ersten Mal noch interessant, die Spielsachen der Kinder kennenzulernen, steigt heute in mir der der Widerwille hoch, wenn ich am Wochenende nach einem anstrengenden Job kreuzlahm Regale auswischen soll, die wesentlich sauberer sind, als jedes einzelne meiner Möbelstücke zu Hause. Weil ich ja auch dort nur ungern Stunden meines knapp bemessenen Zeitkontingents dem Putzen opfere. Mit jedem Wisch über ein weiteres bereits strahlendes Regal packt mich die Wut. Es muss Schluss sein. Ich fordere: Putzdienst den Reinigungsfirmen! Dann lieber kochen.