Angela und ich

Manchmal spüre ich eine tiefe Verbundenheit mit unserer Bundeskanzlerin. Nicht unbedingt, wenn sie gerade stoisch schweigt und abwartet, und auch nicht, wenn sie in einer Runde gewichtiger Staatsmänner das Sagen hat. Nein, es sind eher die stillen Momente, in denen wir uns nah sind, zum Beispiel beim Blick in den Badezimmerspiegel. Wenn ich mal wieder überrascht bemerke, dass mein Nackenhaar absteht, genauso wie ihres. Angie und ich teilen uns einen Wirbel, sie scheinen zumindest eine immens große genetische Übereinstimmung zu haben. Ihr Lebensraum sind unsere Nacken. Noch nie aufgefallen? Im Ernst? Wenn Angela abgekämpft aus der Sitzung kommt und trotz offensichtlich hingebungsvoller Mühe ihrer Coiffeure, reichlich Toupage und Haarspray das Nackenhaar unvorteilhaft absteht? Wer hört denn da noch zu, was sie in der Pressekonferenz zu sagen hat? Der Wirbel hat Zeit und wartet auf seine Stunde: er schmiegt sich hingebungsvoll an den aufliegenden Kragen des Jacketts seiner Herrin, das unbedachte Wenden des Kopfes bringt ihn in die Poleposition. Der hilfesuchende Blick in den Himmel spielt ihm vollends in die Karten. Bähmm. Frisur im Arsch. Und dann ich, die ich mir solche Mühe gebe, im Kreise der Jungen und Schönen nicht allzu unvorteilhaft aufzufallen. Schneide mir das Haar kurz, dass nun in der Stirnpartie Zornes- und Querfalten verdeckt, um sogleich wunderbar verjüngt zu erscheinen und dann- Merkelnacken. Also, ganz ehrlich, ihre geistigen Fähigkeiten hätte ich lieber.

Buchtipp: Alte Sorten von Ewald Arenz

Die siebzehnjährige Sally hat die Nase voll- von so ziemlich allem und jedem. Sie fühlt sich von niemandem verstanden, weder von den Leuten aus der Schule und erst recht nicht von ihren Eltern, die sie immer nur voller Sorge betrachten und wissen wollen, wie es ihr geht. Genauso wie die in der Klinik. Nur, weil sie wenig isst und sich manchmal schneidet. Aber nochmal geht sie da nicht hin. Als sie völlig planlos von zuhause abhaut, begegnet ihr die wesentlich ältere Liss mit ihrem Traktor auf den Feldern. Sie bittet Sally ihr zu helfen, den Anhänger wieder aus einem Graben zu bugsieren. Liss stellt keine blöden Fragen und bietet ihr schließlich an, auf ihrem Hof, auf dem sie alleine lebt, zu übernachten. Sally nimmt das Angebot zögernd an und aus einer Nacht werden mehrere Wochen. Langsam nähern sich die Frauen, die beide so gar nicht in ein konventionelles Leben zu passen scheinen, einander an. Sally darf auf dem Hof endlich sein, wie sie ist, ihren eigenen Rhythmus leben, ohne sich rechtfertigen und Erwartungen erfüllen zu müssen. Durch die gemeinsame Arbeit auf Feld und Hof spürt Sally nach und nach wieder ihren Körper und ihre Sinne, Müdigkeit, Hunger und Neugier auf das Leben mit der Natur. Liss bringt Sally alles bei, was sie über Obstsorten, Brotbacken oder die Honigernte weiß. Sie kommentiert weder ihre Essgewohnheiten noch fragt sie nach ihrer Vergangenheit und beginnt die Gesellschaft der jungen Frau zunehmend zu genießen. Und auch Sally akzeptiert, dass Liss nur zögerlich von sich erzählt. Dass es triftige Gründe geben muss, dass die wortkarge Frau im Dorf eine Außenseiterin ist und so zurückgezogen lebt, liegt auf der Hand. Und dennoch fühlt sie sich bei dieser manchmal so rätselhaften Frau erstmals wirklich angenommen. Leider drohen die zarten Bande dieser Freundschaft schnell zu zerreißen, denn Sallys Eltern lassen sie von der Polizei suchen…

Ewald Arenz beschreibt einfühlsam das fragile Annähern der beiden Frauen, das durch den kleinsten Misston sofort wieder zunichte gemacht werden könnte. Weil jede ihre Strategie entwickelt hat, sich zu entziehen, wenn sie sich angegriffen fühlt. Und dennoch sind sie sich auf ihre Weise so ähnlich, dass sie meist die richtigen Worte füreinander finden. Erstaunlich, wie gut sich dieser männliche Autor in seine Protagonistinnen hineindenken kann. Aber auch die detaillierten Beschreibungen der land- und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, das Heraufbeschwören von Düften, Farben und Landschaften machen „Alte Sorten“ zu einem sinnlichen Genuss. Das Landleben stellt sich einmal mehr als eine Lebensform dar, der manche Menschen mehr Sinnhaftigkeit abgewinnen können als dem sterilen Leben fernab der Natur.

Der bei Fürth lebende Gymnasiallehrer Ewald Arenz hat gerade seinen neuesten Roman veröffentlicht: „Der große Sommer“, ebenfalls beim Dumont Verlag erschienen. Für Lokalpatrioten dürfte der Roman ein besonderer Genuss sein, denn viele Schauplätze dürften ihnen sehr bekannt vorkommen. Ich werde ihn auf jeden Fall auch noch lesen. Er hat einfach einen tollen Stil.

Mehr dazu: https://www.deutschlandfunk.de/ewald-arenz-der-grosse-sommer-wochen-die-alles-veraenderten.700.de.html?dram:article_id=495558

„Alte Sorten“ von Ewald Arenz, Verlag Dumont, ISBN 978-3-8321-6530-7

Fast-forward

Als ich 2005 Mutter wurde, hätte ich mir nie vorstellen können, in welchem Ausmaß sich unser Leben in den nächsten fünfzehn Jahren verändern würde. Die Entwicklung dahingehend, dass unser Leben so massiv von den digitalen Medien bestimmt sein würde, war für mich noch ganz weit weg und ein Stillstand des bisherigen Lebens, wie wir ihn durch Corona erleben, sowieso jenseits aller Vorstellungskraft. Aber auch die unmittelbaren Auswirkungen, die der Klimawandel auf unser Leben haben würde, schienen mir irgendwo in fernerer Zukunft zu liegen. Und jetzt haben all diese Entwicklungen unser Leben und vor allem das unserer Kinder bereits mit voller Wucht getroffen.

Es fällt mir inzwischen wirklich mehr als schwer, ruhig zu bleiben, wenn jemand beiläufig fallen lässt, es wäre ja nicht schlecht, wenn bei uns durch den Klimawandel der Sommer etwas wärmer würde. Ein Mensch, der so etwas äußert, kann schon lange nicht mehr durch einen deutschen Wald gewandert sein oder er muss bei der Wahl seines Ausflugsziels viel Glück gehabt haben. Denn dort herrscht inzwischen vielerorts Kahlschlag- sei es, weil die Fichten bereits vom Borkenkäfer befallen sind oder dem vorgebeugt werden soll, sei es, weil die ausgetrockneten Buchen bei stärkerem Wind einfach in der Mitte auseinanderbrechen oder, weil der Wald zugunsten vermeintlich resistenterer Sorten umgebaut wird. Die sogenannte Naherholung tut manchmal im Herzen weh. Den Wald, wie wir ihn kennen, wird es schon bald nicht mehr geben. Und dieser Anblick hat in mir mehr bewegt als alle Fridays for Future Demos der letzten Jahre.

Auch diese Bewegung ist in weiten Teilen Corona zum Opfer gefallen, dabei ist es so notwendig, sich weiter für den Klimaschutz einzusetzen. Aber wieso sollte es den Jugendlichen anders gehen als uns Erwachsenen. Corona macht müde und sich online zu treffen, ersetzt eben kein persönliches Gespräch, das gemeinsame Entwickeln von Ideen und den Austausch von Energie. Ich empfinde ein tiefes Bedauern, welchen Herausforderungen sich die heranwachsende Generation und damit auch meine Kinder stellen müssen und wie alleine gelassen sie damit sind. Denn unserer Generation und den Vorangegangen scheint nicht wirklich daran gelegen, etwas zu verändern. Zu groß ist die Angst vor dem Verlust, Teilen wird schnell als Enteignung abgewehrt, Verzicht als Bevormundung und Einbüßen von Freiheit und Individualität aufgefasst. Wie zuletzt mal wieder die Äußerungen Anton Hofreiters ( und der darauf folgende Shitstorm) zeigte, dass Einfamilienhäuser unter ökologischen Aspekten nicht sinnvoll seien. Anstatt darüber nachzudenken, ob in seinen Aussagen nicht auch Wahres enthalten sein könnte, entfachte sich ein Sturm der Entrüstung. Gegen Flächenfraß sind ja viele, aber nicht, wenn Maßnahmen die eigene Entfaltung einschränken.

Meine ganze Hoffnung ruht auf unseren Kindern, die in eine ganz andere Welt hineinwachsen und für die es viel selbstverständlicher zu sein scheint, global zu denken und nicht nur an die eigenen Sicherheit. Weil eben nichts mehr sicher ist. Und weil sie gar keine andere Wahl haben, als für ihre Welt zu kämpfen. Für die es normal ist, zu „sharen“, anstatt zu besitzen, ob Auto, Sofa oder Bohrmaschine. Die sich schon früh in der Schule mit Müllvermeidung und Ökologie beschäftigen. Vielleicht schaffen sie es, die Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Leben durchzusetzen, bevor wir die Erde endgültig an die Wand fahren.

Seitdem ich angefangen habe, diesen Beitrag zu schreiben, ist einiges passiert, dass mich wieder etwas hoffnungsvoller stimmt. Joe Biden hat zum Online-Klimagipfel zusammengetrommelt und sich zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens bekannt. Die CDU/CSU hat sich im Ränkespiel um den Kanzlerposten so demontiert, dass eine grüne Bundeskanzlerin auf einmal keine wirre Zukunftsvision mehr zu sein scheint. Ob im Falle des Falles am Ende der Koalitionsverhandlungen mit welcher Partei auch immer allzu viel Klimaschutz übrigbleiben würde, darf bezweifelt werden, aber erstmal wage ich wieder ein kleines bisschen Hoffnung, dass unsere Kinder doch noch etwas Unterstützung von Seiten der Politik erfahren könnten. Ohne klare Gesetze und Vorschriften zugunsten des Klimaschutzes wird es nicht gehen. Das mit der Freiwilligkeit und der menschlichen Vernunft funktioniert ja bekanntermaßen eher mangelhaft.

Heute ist Sonntag. Vielleicht unternehmt ihr noch einen kleinen Ausflug ins Grüne. Die Natur beginnt gerade wieder zu explodieren und dringt mit ihrer Kraft und Schönheit geradewegs in unsere Herzen. Braucht es mehr Worte? Gesagt ist eigentlich schon lange alles.

Lockdownnebenwirkung

Ich bin gerade ziemlich müde von all den coronabedingten Einschränkungen des Lebens. Die Sieben-Tage-Inzidenz heute in Nürnberg über 200, der Präsenzunterricht meiner Kinder in weiter Ferne und draußen graues verregnetes Wetter. Und was macht das mit mir in letzter Zeit? Ich träume vom Meer. Immer wieder. Zum Glück ist mein Unterbewusstsein nicht ganz so vernunftorientiert wie der Rest von mir, sonst wüsste es, dass die Sache gerade kompliziert ist. Ich hoffe, ihr habt auch schöne Träume oder andere kleine Fluchten aus dem GrauinGrau. Durchhalten…

Frohe Ostern (im Ernst?)

Die Umstände sind deprimierend, dennoch freue ich mich auf Ostern. Nicht, dass wir auf Malle am Strand lägen. Nein, nicht mal ein paar bescheidene Tage auf einem Campingplatz in der Fränkischen sind uns vergönnt. Aber am Sonntag feiern wir das Ende unserer Fastenzeit. Ich werde genussvoll in ein Stück Käse beißen und dem Anlass entsprechend ein ganzes Frühstücksei vertilgen. Bis vor zwei Wochen war alles fein mit meinem temporären Veganertum. Ich backte mir freudig einen Kuchen, wenn ich Appetit darauf verspürte und verzichtete frohen Mutes auf den Käse auf der Pizza. Bis ich dem nichtveganen Teil der Familie eines Tages erst ein Rührei und dann Käsespätzle zubereitete. Da war sie mit einem Mal geweckt, die Gier, und lässt sich seitdem nur noch unter Aufbietung all meiner Kräfte im Schacht halten. Ich musste mir eingestehen, dass der Weg zur Heiligen noch sehr weit und steinig ist.

Naja, zumindest geht der Plan mit dem coronaunabhängigen Highlight auf. Zum Glück, denn alles andere sieht gerade wirklich trostlos aus. Der Frust steigt allerorten und es fällt wirklich schwer, noch Verständnis dafür zu haben, dass die Regierung ein Jahr nach Beginn der Pandemie noch immer dieselben teils hilflosen, teils willkürlichen Maßnahmen ergreift wie zu Zeiten ihres Ausbruchs. Und das trotz zahlreicher Versprechen, dass Öffnungen wieder möglich würden, wenn erst mehr geimpft, getestet und die AHA Regeln umgesetzt würden.

Als wir vor einigen Wochen das Schreiben von der Schule mit der Einverständniserklärung für die Testung bekamen und klar war, dass diese freiwillig ist, musste ich erstmal lachen. Testen macht zweifellos nur dann Sinn, wenn es alle tun und nicht etwa 10% einer Klasse. Darauf könnte „man“ aber auch kommen, bevor man sowas einführt. Klassenleiter*innen können sicherlich ein Lied davon singen, wie zuverlässig sie Schreiben an Eltern zurückbekommen, vor allem an Schulen, an denen die meisten nicht einmal zum Elternabend erscheinen. Schwamm drüber, wurde ja jetzt nachgebessert. Astrazeneca, der nächste Running gag. Wer des Galgenhumors mächtig ist, hat gerade so einiges zu lachen. Alle anderen schon lange nichts mehr.

Eine meiner Freundinnen fragte mich neulich, warum ich dann alles so hinnähme, wenn ich mit vielem nicht einverstanden sei. Meine schlichte Antwort lautete:“ Weil ich immer noch daran glaube, dass unsere Regierung versucht, es richtig zu machen.“ Auch, wenn sie dabei viele Fehler macht. Das ist vermutlich der größte Unterschied zwischen Verschwörungstheoretikern und Kritikern. Die einen vermuten etwas Großes, Böses hinter den Maßnahmen, die anderen kritisieren (berechtigterweise) eine gewisse Unfähigkeit des Führungspersonals. Zum Glück darf man das inzwischen offener äußern, ohne direkt in eine Schublade gesteckt zu werden. Ich befürchte jedenfalls, dass wir langsam Wege einschlagen müssen, bestmöglich mit dem Virus und seinen zahlreichen noch auf uns zukommenden Mutanten zu leben. Und wenn irgendetwas dran sein sollte, dass Abstand halten, Maske tragen, Hände desinfizieren, Impfen und Testen helfen, dann sollte man auch Dinge wieder ermöglichen, bei denen diese Hygienemaßnahmen umgesetzt werden können.

Damit es auch wieder andere Highlights im Leben gibt als ein Frühstücksei… 

In diesem Sinne, lasst Euch nicht unterkriegen!

Eure Ella

Buchtipp: „ Blaupause“ von Theresia Enzensberger

Weimar 1921. Luise Schilling beginnt ihr Studium am neu gegründeten Bauhaus, Walter Gropius himself führt das Aufnahmegespräch. Sie möchte Architektin werden und nicht, wie für sie und die meisten Frauen dieser Zeit vorgesehen, eine gute Hausfrau. Zu ihrer Enttäuschung darf sie nach dem Vorkurs allerdings nicht zu den Tischlern, sondern wird der Weberei zugewiesen.

Einer der Dozenten am Bauhaus ist Johannes Itten. Zumindest den Namen kennen vermutlich alle aus dem Kunstunterricht aufgrund seiner berühmten Farbenlehre. Diese charismatische Persönlichkeit und Vertreter des Mazdaznan, einer religiösen Lehre verschiedenster Elemente, schart in der Studentenschaft zahlreiche Anhänger*innen um sich, die durch das Tragen mönchsartiger Kutten und seltsame Bräuche auffallen. Luise schließt sich ihnen an, teils aus Neugier und Faszination, teilweise aber auch, weil sie noch wenig andere Kontakte gefunden hat. Sie bemüht sich, die Vorschriften der Lehre bestmöglich zu befolgen, sich vegetarisch zu ernähren, Atemtechniken zu erlernen, vor Sonnenaufgang aufzustehen und durch die Natur zu wandern, kann aber im Gegensatz zu ihren neu gewonnenen Freunden nicht umhin, die starren Regeln und das dahinterstehende Menschenbild immer wieder zu hinterfragen. Die Besuche in ihrer Heimatstadt Berlin im Haus ihres Vaters, einem gut situierten Großindustriellen, könnten nicht gegensätzlicher zu ihrer Lebensrealität in Weimar und später Dessau sein.

„Blaupause“ gibt dem Leben, was man über das Bauhaus gehört oder gelesen hat. Und noch mehr. Die Geschichte der Emanzipation in dieser Zeit wird lebendig. Luise lässt sich irgendwann die Haare kurz schneiden, sie trägt Hosen, sie bricht mit ihrer Familie, um ihren Weg weitergehen zu können und sie stößt immer wieder an ihre Grenzen als Frau. Im Hintergrund brodeln die verschiedenen politischen Strömungen, ein Freund, der den Kommunisten angehört, schließt sich 1926 einer Gruppe an, die in Berlin in den Straßenkampf gegen die SA zieht, der Bruder vertraut dagegen auf die Deutschnationalen. Und während sich eine Katastrophe anbahnt, feiern die Menschen das Leben, es wird getanzt und geliebt, die Roaring Twenties eben. Schilderungen meiner Großmutter, die in Berlin aufwuchs, fielen mir wieder ein. „Wir hatten nicht viel, aber bei uns war immer was los. Irgendjemand konnte ein Instrument spielen und schon wurde getanzt.“ So oder so ähnlich. Wer die klassischen Berliner Altbauwohnungen kennt, kann sich das bestimmt gut vorstellen.

Luise wendet sich schließlich von den Itten-Jüngern ab, sie stößt sich an der starren, teils unmenschlichen Ideologie, die die Anhänger über alles andere stellen. Interessanterweise begreift man in der Auseinandersetzung mit dieser Bewegung viel besser, warum sich heute bei den Querdenkerdemonstrationen neben rechten Gruppierungen so viele Anhänger alternativer, eher naturromantischer, esoterischer Bewegungen finden, die auf den ersten Blick so gar nicht zusammenpassen. Aber eben nur auf den ersten Blick.

Natürlich gäbe es noch weitaus mehr zu erzählen, aber ihr wisst, ich will nicht allzu viel verraten. Wer geschichtliche Daten und Hintergründe mit Bildern und Geschichten füllen möchte, dem sei dieser kurzweilige Roman wärmstens ans Herz gelegt.

Theresia Enzensberger „Blaupause“, dtv, ISBN 978-3-423-14671-5

Von Hunden und Kindern

Die Corona Pandemie bringt ja bekanntlich zahlreiche Begleiterscheinungen mit sich. Eine davon ist die neu entdeckte Liebe des Menschen zum Haustier- allen voran zu Katze und Hund. Ein ergebener Begleiter, der Struktur gibt und sich allzeit bereit durchkuscheln lässt, wenn Frauchen oder Herrchen bedürftig sind. Auch wir unterscheiden uns in dieser Hinsicht nicht von unseren Mitmenschen und verspüren seit einiger Zeit den Wunsch nach der Gesellschaft eines Hundes. Unseren Vermieter interessiert das leider wenig. Nach seinem kaltschnäuzigen Nein suchten wir Trost und fanden zumindest einen bezaubernden Pflegehund, mit dem wir nun ab und an spazieren gehen dürfen. Und wir sehen quasi als Ersatzdroge und in der leisen Hoffnung auf Veränderung der Zustände einmal wöchentlich die Serie „Hunde verstehen!“ im WDR.

( https://www.ardmediathek.de/wdr/sendung/hunde-verstehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9odW5kZXZlcnN0ZWhlbg/)

Wir lernen erstaunlich viel dabei. Und zwar nicht nur über Hunde. Dass es Schnittmengen bei der Erziehung verhaltensauffälliger Hunde und Kinder gibt, bemerkten meine große Schwester und ich bereits, als sie noch Pädagogik studierte und ich einen Hund hatte. Und so sieht sich der erfahrene Hund-Mensch-Coach Andreas Ohligschläger auch erstmal Herrchen und Frauchen an ( warum verniedlicht man die eigentlich so?), um herauszufinden, was mit den Vierbeinern schiefläuft. Eine häufige Ursache: das liebe Tier bekommt viel zu viel Aufmerksamkeit. Anstatt dass sich der Hund nach seinen Erziehungsberechtigten richtet, drehen die sich um ihn. Das kommt Euch bekannt vor? Also mir auch. Denn seitdem ich mich wieder um meine eigene innere Balance kümmere ( Yogaqueen Mady Morrison sei Dank www.youtube.com/watch?v=qFgwrTc1e1I) und die Verantwortung für das Homeschooling an mein Kind abgegeben habe, läuft es bei uns zuhause wieder weitaus relaxter.

Beim letzten „Fall“ musste auch jenes Kind über beide Ohren grinsen. Ein Hund weigerte sich mitzulaufen und legte den Rückwärtsgang ein, wenn nicht beide Besitzer mit zum Spaziergang kamen. Der Coach deckte schnell auf, dass Herrchen und Frauchen dieses Verhalten geradezu gefördert hatten, weil sie dem Hund immer dann besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt hatten, wenn er sich querstellte ( Ach, deshalb – Herrn und Frau wäre das nicht passiert). Das kam uns doch ein wenig bekannt vor mit dem Eigensinn und dem Raum, der er einnehmen kann. Aber wie man weiß, ist ja Erkenntnis der erste Schritt zur Besserung. Als mich mein Sohn am nächsten Tag mal wieder davon überzeugen wollte, dass sein Vergnügen vor der Arbeit käme, gab ich zu Bedenken, dass ich nun doch wirklich schon sehr oft nachgegeben hätte und fände, er wäre jetzt auch mal an der Reihe. Das Kind war erstaunlich einsichtig und ging widerspruchslos seiner Arbeit nach. Tja, wir haben zwar noch immer keinen Hund, aber zuhause läuft es jetzt super.

Tipp: Viertes deutsches Fernsehen

Auf Youtube tummeln sich ja die unterschiedlichsten Kanäle, manche davon sind wirklich intelligent und echt sehenswert. So wie das Vierte deutsche Fernsehen ( https://www.viertes.tv/), auf das mich jüngst ein Freund aufmerksam gemacht hat. Der folgende Beitrag bezieht sich auf die äußerst beschämende Folge der Talksendung „Die letzte Instanz“ des WDR, in der es um Rassismus ging und sich die eingeladenen Promis Janine Kunze und Thomas Gottschalk vor allem durch Ignoranz und die Überheblichkeit der weißen Mehrheitsgesellschaft hervortun. Der Journalist und Künstler Michel Abdollahi greift sachlich überzeugend und auf den Punkt die Entgleisungen der Promis auf, klärt über Hintergründe und Fakten auf und zeigt auf, wie man mit diesen Themen politisch korrekt und ohne Minderheiten zu verletzen, hätte umgehen können, hätte sich eine*r der Promis und die verantwortlichen Redakteure und Redakteurinnen des WDR ernsthaft mit dem Thema Rassismus auseinandergesetzt. Wirklich gut!

Buchtipp: „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel

„Die Mitte der Welt“ entdeckte ich in der Bibliothek der sechzehnjährigen Tochter von Freunden, als mir der Lesestoff gerade ausgegangen war. Und tatsächlich bezieht der Autor im Nachwort Stellung zu der Frage, ob es sich hierbei um ein Jugendbuch handele oder nicht. Man kann darüber also geteilter Meinung sein. Ich finde, es entspräche allerdings nicht dem Geist des Buches, es in so engstirnige Kategorien pressen zu wollen. Klar, Hauptfigur und Ich-Erzähler des Romans ist der siebzehnjährige Phil. Aber wir waren ja schließlich auch mal jung und es macht Spaß, in diese Phase des Lebens einzutauchen, auch wenn wir sie sicherlich mit weitaus mehr Distanz betrachten können, als es vermutlich ein Teenager tut, der denselben Roman liest. Lustigerweise habe ich mit einer anderen Leserin auch über den Ort der Handlung diskutiert. Während ich mir sicher war, dass der Roman in England spielt, schwor sie darauf, dass es Deutschland sei. Man merkt also bereits an dieser Stelle eine gewisse Vielschichtigkeit und eine ordentliche Portion Raffinesse des hochgelobten Autors. Der genaue Spielort bleibt tatsächlich im Unklaren, aber jede*r hat sein eigenes, gestochen scharfes Bild von diesem riesigen, verwunschenen Anwesen namens „Visible“, das, umgeben von einem großen Park, auf einer Anhöhe außerhalb des Ortes steht und in dem Phil mit seiner eigenwilligen Zwillingsschwester Dianne, der unangepassten Mutter Glass und Tereza, der Freundin der Familie und seiner Art Zweitmutter, lebt.

Die siebzehnjährige Glass flüchtet hochschwanger mit den Zwillingen von Amerika zu ihrer älteren Schwester, die allerdings kurz vor ihrer Ankunft stirbt und ihr das Anwesen vererbt. Da sie als alleinerziehende junge Mutter sowieso nicht den Konventionen der „Normalos“ entspricht, gibt sie sich erst gar keine Mühe, sich anzupassen und irgendeinem Bild zu entsprechen. Sie wechselt ihre Liebhaber wie andere Leute die Unterwäsche und meidet keinerlei Konfrontation mit den Einwohner*innen des kleinen Ortes. Phil wünscht sich manchmal, dass einer ihrer Verehrer länger bliebe und sehnt sich nach einer Vaterfigur und Orientierung. Die Geschwister wachsen in dem Bewusstsein auf, nie dazuzugehören, leben dafür aber auch ein sehr freies Leben. So macht es für seine gesellschaftliche Stellung in der piefigen Kleinstadt kaum einen Unterschied, als Phil entdeckt, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt und sich schließlich das erste Mal unsterblich verliebt. Diese ungewöhnliche Familienkonstellation und das zauberhafte, verfallende Haus bieten den Schauplatz für mystische Momente und Begegnungen auf der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.

Für Menschen, die gerne in anderer Leben abtauchen, gerne Tagträumen und vielleicht ein bisschen anders sind.

Verlag: Carlsen ISBN 978-3-551-35315-3

Ein gutes Gefühl

Seit gut zwei Wochen lebe ich jetzt mit einer genehmigten Sünde vegan: diese ist mein Cappuccino mit Kuhmilch am Morgen. Und ich muss sagen, ich fühle mich richtig gut, was ich vor allem auf den Verzicht von zu vielen Milchprodukten zurückführe. Außerdem fallen die vielen kleinen nebenbei Knabbereien weg, vor allem, wenn ich beruflich bedingt unterwegs bin und nicht mal eben auf das dargebotene Gebäck und die Schokoriegel zugreifen kann. Da bleibt dann eben die Banane oder der Apfel. Natürlich gilt das nur, weil ich nicht alle Produkte durch vegane Varianten ersetze. Ich genieße das bewusstere Essen mit dem netten Nebeneffekt, dass sich schon ein Corona Kilo verabschiedet hat.

Passend zu dem Thema Ernährung bin ich letztens über die Doku „Ausgemolken“ der Reihe Re! auf Arte gestoßen.

https://www.arte.tv/de/videos/092186-005-A/re-ausgemolken/

Dort geht es um den Verein Initiative Lebenstiere e.v., der es Landwirten ermöglicht, sich von der konventionellen Landwirtschaft zu verabschieden und ihren Unterhalt mit so genannten Lebenshöfen zu verdienen, Höfe, auf denen Tiere einfach leben dürfen ohne jegliche Nutzung. Denn viele Landwirte sind mit den heutigen Bedingungen für die „Milch- und Fleischerzeugung“ mehr als unzufrieden, die Preise sind so weit gesunken, dass eine gute Tierhaltung kaum zu leisten ist. Viele gängige Praktiken sind außerdem mit Tierwohl kaum zu vereinbaren. Ist es beispielsweise wirklich angemessen, neugeborene Kälbchen von ihren Müttern zu trennen, damit diese pausenlos Milch für uns liefern können? Ein Leben, das aus permanenter Schwangerschaft und pausenloser Milchproduktion besteht. Wer selbst geboren und gestillt hat, ahnt, was das für ein Tier bedeutet. Die Schaffung von Lebenshöfen ist aber nur ein Schritt auf dem Weg zu einer Umstellung der Ernährungsgewohnheiten der Menschen und somit der Landwirtschaft. Denn ein Großteil der Anbauflächen wird heute für Futtermittel für Tiere verwendet. Würde man sie stattdessen für den Getreide- und Gemüseanbau für Menschen nutzen, wäre die Ernährung der Weltbevölkerung wesentlich leichter zu bewerkstelligen als mit unseren momentanen Ernährungsgewohnheiten.

So, wer jetzt die Augen verdreht und sich denkt, immer diese radikalen Weltverbesserer, lese bitte weiter. Es geht immer um den eigenen Weg und darum, sich überhaupt damit auseinanderzusetzen. Wenn der leidenschaftliche Fleischesser sich dazu entscheiden kann, einen Veggieday einzuführen, ist das ein erster Schritt. Und wenn eine Vegetarierin wie ich in veganer Testphase beschließt, auch zukünftig ihren Milchkonsum einzuschränken, ein anderer. Ich freue mich schon wahnsinnig auf ein gutes Stück Käse zu Ostern, die veganen Alternativen konnten mich nicht überzeugen, mein Müsli mit Hafermilch und etwas Orangensaft werde ich gerne beibehalten. Weil es mir guttut und weil es sich schon lange nicht richtig angefühlt hat, so viel Milch zu trinken. Womöglich auch deshalb, weil wir die letzten Jahre die Ferien immer wieder bei einem konventionellen Milchhof verbracht haben und meine Kinder die Kälbchen mit Milch und Milchersatz aus dem Eimer, an dem eine künstliche Zitze angebracht ist, gefüttert haben. Die immer auch gerne begierig an den Händen der Kinder saugten. Und die nie mit ihren Müttern zusammen aufwachsen durften.

Und dann auch noch Fastenzeit!

Als mich mein jüngerer Sohn Anfang Februar ganz beiläufig fragte, wann dieses Jahr Fasching sei, war ich beinahe euphorisch ob meiner Unwissenheit. Es hatte ja keinerlei Relevanz für mich, wir sind keine Karnevalisten und die Ferien waren gestrichen worden, also keine Urlaubsplanung (haha!) und sowieso überall nur Corona. Dennoch war mir klar, dass seine Nachfrage gerade darauf abzielte, auf diese wohlverdienten, von den Hochverrätern Söder, Piazolo und Co. kaltschnäuzig abgeschafften Ferien und das Wissen um ihren Zeitspanne. Und diese würde finster werden. Ich sparte es mir, im Kalender nachzusehen. Kaum eine Woche später erreichte mich dann ein Foto von meiner lieben Freundin Couca aus Köln mit ihren Mädels, prachtvoll verkleidet und mit einem Kölle alaaf von zuhause. Weiberfastnacht – es war also soweit. Ich konnte es nicht mehr leugnen, müsste aber ja auch nichts sagen, wenn ich nicht erneut gefragt würde. Beschloss ich. Es half nichts. Nachrichten, Tageszeitung, obwohl Fasching ja quasi kaum stattfand, drang die Berichterstattung zu ihm hindurch. Um die mageren Zeitungsblätter zu füllen, riefen die Nürnberger Nachrichten gar zum Einsenden von Bildern alter Straßenumzüge auf. Hätten sie es doch gelassen. Das Kind wies uns im Lauf der gestrichenen Ferienwoche mehrmals täglich und nachdrücklich darauf hin, wie unfair es sei, dass er jetzt Homeschooling hätte, wo doch eigentlich Ferien wären. Wie wahr, det Janze sollte ja ursprünglich auch dazu dienen, im Präsenzunterricht Versäumtes nachzuholen (im Karneval käme jetzt der Tusch für den Gag). Zum Glück stieß diese Maßnahme ja auch bei vielen Lehrer*innen auf wenig Gegenliebe und so fiel das Arbeitspensum doch human aus.

Und kaum war also von jetzt auf gleich Faschingsdienstag, wies mich ein Radiobeitrag auf die bevorstehende Fastenzeit hin. So ein Tempo ist man ja gar nicht mehr gewohnt. Verzicht im Verzicht quasi, ganz ohne Party und Völlerei zuvor. Hm, wie selbstkasteiend, dachte ich, aber irgendwie tat das ja auch immer ganz gut mit dem freiwilligen Verzicht. Innerhalb weniger Minuten hatten sich alle Familienmitglieder fürs Fasten ausgesprochen. Mein Veggie Sohn und ich probieren es dieses Jahr mal vegan. Noch vor drei Jahren habe ich gesagt, dass mir alles zu kompliziert und teuer ist, um so für die Familie zu kochen, aber ganz ehrlich, es gibt inzwischen für fast ALLES bezahlbaren Ersatz. Ich begann also sofort zu recherchieren, wie sich Ei ersetzen ließe und buk umgehend meine ersten veganen Muffins mit Apfelmus anstatt mit Ei. Wer`s mag kann auch Banane nehmen, in Wasser angesetzte, schlabberige Chia- oder Leinsamen, Johannisbrotmehl, Seidentofu und vieles mehr. Sprich – ich erweitere gerade meinen Horizont und das ist in diesen Zeiten etwas ganz Unerwartetes und Wertvolles für mich. Statt Einschränkung, Einschränkung, Einschränkung, Horizont, Horizont, Horizont. Endlich kann ich mal wieder über etwas anderes fachsimpeln als Corona. Auf das mitleidvolle „Und, wie läuft`s bei Euch so?“, erzähle ich jetzt, wie locker und luftig meine Muffins ganz ohne Ei werden anstatt von den Schrecken des Homeschoolings. Und auf das „Ich halte das langsam nicht mehr aus.“, entgegne ich glücklich „Du, seitdem ich vegan leben, habe ich viel mehr Energie. Das würde Dir auch guttun.“ Und auf „Noch ein Zoommeeting und ich kotze auf den Bildschirm.“, erwidere ich „Du solltest wirklich Deine Ernährung umstellen, ich kann dir ein paar Tipps geben.“ Wenn das keinen Schneeballeffekt verursacht… Naja, wir sind in Woche 1, vielleicht kühlt sich meine Begeisterung noch ab. Gestern habe ich im Supermarkt ein Nogger Choc in der Kühltruhe gesehen und mit Schrecken begriffen, dass auch das Tabu ist, obwohl jetzt die Sonne scheint und der Frühling naht. Dafür weiß ich jetzt schon ganz genau, wann Ostern ist, nämlich am 04.04.21. Der Tag der Lockerungen, unsere ganz persönliche Rückkehr zur Normalität, ganz unabhängig von sämtlichen Regierungsbeschlüssen. Und das auch noch mit fixem Datum! Unglaublich. Darauf freue ich mich. So richtig.

#SPORT IST TEIL DER LÖSUNG UND NICHT DES PROBLEMS IN DER CORONAPANDEMIE

14 bayerische Großvereine haben sich zusammengetan und ein Positionspapier erarbeitet, in dem unter anderem ein Stufenplan zur schrittweisen Öffnung der Vereine vorgeschlagen wird. Außerdem startete die Fußballabteilung des Post SV Nürnberg eine Petition, die diese Forderungen unterstützt:

https://www.openpetition.de/petition/online/sport-ist-teil-der-loesung-und-nicht-des-problems-in-der-coronapandemie

Die Petition spricht mir aus dem Herzen, denn so sehr ich mir wünsche, dass meine Kinder bald wieder in die Schule gehen dürfen, der Vereinssport scheint mir im Augenblick nicht minder wichtig, denn er bringt wieder etwas Freude und Leichtigkeit ins Leben bewegungsfreudiger Kinder. Das Erste, was Ärztinnen und Ärzte bei depressiven Verstimmungen empfehlen, ist Sport, denn mit Hilfe der ausgeschütteten Glückshormone kann man gar nicht anders, als wieder besser gelaunt zu sein. Und dann noch gemeinsam mit Gleichgesinnten draußen, das macht wesentlich mehr Spaß als jedes Youtube Video der Welt, zu dem Kind sich vielleicht erst gar nicht aufraffen kann. Womöglich sorgt darüberhinaus die sehnsüchtig erwartete Frühlingssonne schließlich noch für eine bessere Vitamin D Produktion, die ebenfalls die Psyche positiv beeinflußt. Das wäre doch wirklich wünschenswert, oder? Also, ich habe unterschrieben und ich hoffe, die Petition wirkt. Denn das Wort „Sportverein“ habe ich bislang in den Öffnungsdebatten schwer vermisst.