Mehr als 40 – und bald endlich mehr Zeit!

Mehr als 40_Couca

Ich bin jetzt 44 und über mein Alter nachzudenken habe ich, ehrlich gesagt, überhaupt keine Zeit.

Ich habe eigentlich so gut wie gar keine Zeit, mich mit mir selber zu beschäftigen. Mit zwei kleinen Kindern, 30 Stunden Woche-Arbeitszeit, Mitglied im Elternrat in der KiTa und allen anderen alltäglichen Verpflichtungen, fühlt sich mein Leben gerade an als wäre ich ununterbrochen in Hetze. Vor allem hetze ich meine Kinder sehr viel, was mir eigentlich schrecklich leid tut, aber morgens müssen wir rechtzeitig in die KiTa, nachmittags zu manch anderem Termin und abends hab ich dann einfach keine Geduld mehr, wenn das mit dem „ins Bett gehen“ ewig dauert, weil ich dann endlich irgendwann mal meine Ruhe haben und auf der Couch sitzen will. Ich telefoniere auch so gut wie gar nicht mehr. Was habe ich früher stundenlang mit Freundinnen telefoniert! Aber wenn die Kinder abends endlich im Bett sind, hab ich eigentlich keine Lust und Kraft mehr, irgendwas zu machen und eben auch nicht mehr groß zu reden. Ich berede ein paar Dinge mit meinem Mann, bevor der auf der Couch einschläft und ich einfach da sitze, fernsehe und auf die Zeit hoffe, wenn ich mal wieder mehr Zeit habe – vor allem für mich allein. Ich vermisse das alleine sein!

Klar, manchmal denke ich schon, vielleicht würde mir das alles etwas leichter von der Hand gehen, wenn ich noch jünger wäre. Vielleicht wären meine Ansprüche an meine Erziehungsweise nicht so hoch (und ich über mein Ungenügen nicht so oft enttäuscht), weil ich mir darüber in jüngeren Jahren gar nicht so viele Gedanken gemacht hätte. Obwohl ich schon einiges erlebt und eine gescheiterte Ehe hinter mir habe, fühle ich jetzt zum ersten Mal im Leben an meine Grenzen gebracht.

Aber auch das sollte man wohl mal erleben, hilft es einem doch, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen.

In manchen Bereichen bringt das Älter werden durchaus Vorteile mit sich. Bei der Arbeit wird mir immer bewusster, wo genau meine Stärken liegen. Und finanziell bin ich soweit, dass ich zwar immer noch nicht wirklich sparen kann, aber dass mein Konto endlich ein dauerhaftes Plus aufweist – was über Jahrzehnte nicht der Fall war.

Außerdem werde ich eigentlich immer jünger geschätzt, was sicherlich auch an der natürlichen Fettunterpolsterung meiner Falten liegt, die ich mir in den letzten Jahren wieder zugelegt habe und die vom Hals aufwärts durchaus als positiv zu bewerten ist.

Und auch für die Zukunft bin ich sehr positiv gestimmt, denn ein erster und entscheidender Schritt für mehr Zeit ist getan: Ich habe jetzt eine Putzfrau!

Kinder, is dat herrlisch!

 

(Couca, 44)

Vom Arbeiten und Mama (*) sein

Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einer Freundin, die gerade eine Fortbildung besucht hatte. Eigentlich war sie von dem neuen Input total begeistert, war aber gleichzeitig frustriert, weil die anderen Kolleg(inn)en im Gegensatz zu ihr voll arbeiteten und andauernd solche Fortbildungen besuchten und sie sich deshalb irgendwie außen vor fühlte mit ihrer reduzierten Berufstätigkeit. Ich konnte sie absolut verstehen. Arbeiten und Kinder, das ist einfach mit ambivalenten Gefühlen verbunden. Arbeiten ohne schlechtes Gewissen ist quasi unmöglich und so kommen vor allem wir uns traditionell zuständig fühlenden Frauen immer wieder in das Dilemma, zu meinen, weder den Kindern gerecht werden zu können, noch unserer Arbeit. Ich bin selbständig und in Phasen, in denen ich sehr viel arbeite, fühle ich mich meistens auch sehr wohl mit meiner Arbeit, bis mein Kleiner ziemlich bald seinen Anteil fordert: „Mama, wann bringst Du mich mal wieder in die Schule?“ und „Mama, Du bist gar nicht mehr zu Hause!“ Herzschmerz. Bin ich dann wieder mehr zu Hause, genieße ich zwar die Zeit mit meiner Familie, es stellt sich aber auch schnell dieses „Ich bin außen vor“- Gefühl dem Job gegenüber ein. Ist ja auch alles irgendwie nicht mehr so wichtig wie früher. Manchmal. Und trotzdem will ich meinen kinderlosen Kolleginnen in Nichts nachstehen. Obwohl sie sich Tag und Nacht theoretisch mit nichts anderem beschäftigen könnten als mit der Arbeit, während auf mich nach dem Job Essen kochen, Gute Nacht-Geschichte vorlesen und Chaos beseitigen auf dem Programm stehen. Ich fürchte, dieser Konflikt gehört zu uns arbeitenden Müttern (*), denn alle Argumente pro Arbeit neben dem finanziellen Aspekt ( „Ich bin ja viel zufriedener und ausgeglichener, als wäre ich nur zu Hause!“ ) und Argumente pro Zuhause bleiben ( „Es ist so toll, mehr Zeit für mein Kind zu haben und keinen Schritt zu verpassen.“), greifen eben auch nur in Zeiten, in denen alles rund läuft. Ansonsten haben wir eben manchmal Herzschmerzen und die sind für Argumente absolut unempfänglich. Da hilft es eben manchmal nur, sein Herz auszuschütten und zu wissen, dass einen vermutlich Millionen von Frauen auf dieser Welt total gut verstehen. 

(*es gibt natürlich auch Väter, die ähnlich empfinden, oder? Schreibt mir gerne!)

 

An alle Mütter…

Muttertag

….ein kleiner Blumengruß für durchwachte Nächte und durchgetaktete Tage, für verpasste Konzerte und durchgestandene Kinderkrankheiten, für das Durchhalten und immer wieder Neuversuchen, für das Allesinfragestellen und all die großen und kleinen Sorgen. Und einfach, weil es toll ist, Mama zu sein.

Eure Ella.

Generation Smartphone

Wir sind die erste Generation von Eltern, deren Kindern mit dem Smartphone aufwachsen – zunächst mit unserem, spätestens in der 5.Klasse meist mit dem eigenen und das beeinflusst ihr Aufwachsen nachhaltig. Ich habe den Eindruck, dass sich viele Eltern, uns eingenommen, von der neuen digitalen Welt und ihren Bedürfnissen einfach mitreißen lassen, ohne wirklich zu hinterfragen, ob wir da mitmachen wollen, fortwährend unter Druck gesetzt von den angeblichen Erfordernissen des digitalen Zeitalters. Es scheint normal zu sein, dass alle den ganzen Tag auf ihre Smartphones starren. Aber ist es richtig, nur weil es die Mehrheit tut? Dabei sind eigentlich sehr viele Eltern nicht glücklich damit, dass die digitalen Medien solch einen großen Einfluss auf das Leben ihrer Kinder haben. Aber trotzdem machen die meisten mit, anstatt sich zusammen zu setzen und in aller Ruhe zu hinterfragen: Was wollen wir unseren Kindern mitgeben? Wie wollen wir leben? Welchen Nutzen und welchen Schaden bringt die Technik? Es fehlen uns in diesem Bereich die Vorbilder und wir müssen selber Standards setzen, die wir für richtig halten und die uns nicht von außen aufgedrängt werden. Wir brauchen mehr Entschlossenheit, Grenzen zu setzen und müssen diese auch selbst leben. Mädchen sind bekanntlich meist anfälliger für die sozialen Netzwerke, Jungen meist für Computerspiele. Einen unheimlichen Sog üben beide Bereiche aus, manche Kinder sind sicherlich stärker suchtgefährdet als andere, aber auf jeden Fall führt die intensive Beschäftigung mit dem Smartphone dazu, dass Kinder kaum mehr Langweile und Auszeiten haben, die dabei helfen, nachzudenken, sich zu spüren und Interessen zu entwickeln. Ich möchte aus einem Interview mit dem Hirnforscher und bekennenden Computerhasser Manfred Spitzer mit den Nürnberg Nachrichten vom 18.03.2017 zitieren. Auf die Frage, wie Eltern ihre Kinder an digitale Geräte heranführen sollten, antwortete er:

 Gar nicht. Man muss die Kinder stattdessen so lange es irgend geht davor schützen. Was wir alle immer vergessen: Digitale Geräte schaden der Gesundheit. Sie verursachen Haltungsschäden, Dickleibigkeit, einen hohen Blutdruck, Depressionen und Angstzustände. Außerdem erzeugen sie in einem hohen Ausmaß Sucht. Wie ich meine Kinder an ein Suchtmittel, das zudem deren Gehirnentwicklung beeinträchtigt, „heranführen“ kann, ist deshalb die falsche Frage. Wir sollten sie vielmehr nicht „anfixen“ (wie man das bei Drogen nennt)! Zudem sollten Eltern bedenken: Ich gebe doch nicht meiner 13-jährigen Tochter unbegrenzten Zugang zum größten Rotlichtbezirk und zum größten Tatort der Welt. Das tue ich aber, wenn ich ihr ein Smartphone schenke.“

Diese Ansicht mögen viele für radikal halten, aber er liefert mal ganz andere Argumente, als das ewige „Lisa, David und Marvin dürfen aber viel länger!“. Und das hilft mir, klarer bei dem zu werden, was ich für richtig halte.

Wer das ganze Interview lesen möchte, findet es auf: http://www.nordbayern.de/politik/digitale-medien-verleiten-zur-oberflachlichkeit-1.5890818

Is nich alles schön im Leben

vom-ende-der-einsamkeit-9783257069587Im Urlaub habe ich das Buch „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells gelesen und es hat mich noch lange danach beschäftigt. Es erzählt davon, welch unterschiedliche Strategien drei Geschwister, deren Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen, entwickeln, um mit diesem tragischen Verlust fertig zu werden. Wirklich aufgearbeitet wird er eigentlich nie und so reichen seine Folgen weit in das Leben der inzwischen Erwachsenen hinein. Ich habe meine Mutter im Alter von zwölf Jahren verloren, nicht plötzlich, aber doch ziemlich unvorbereitet. Man möchte Kinder nicht belasten und spricht deshalb mit ihnen oft nicht über Krankheit und Tod, ganz nach dem Motto, was man nicht ausspricht, ist auch nicht da. Aber man kann Kinder nicht vor dem Schmerz bewahren, man kann sie höchstens mit ihm allein lassen. Lange Zeit nach dem Tod meiner Mutter habe ich in einer Buchhandlung ein Buch entdeckt ( dessen Titel ich leider nicht mehr kenne), in dem sich eine an Krebs erkrankte Mutter gemeinsam mit den Kindern auf ihren Tod vorbereitet und mit ihnen ein Erinnerungskästchen füllt, das sie nach ihrem Tod in die Hand nehmen können, wenn sie traurig sind und die Mutter vermissen. Etwas, das ihnen über den Tod hinaus bleibt, eine Verbindung und gemeinsame Erinnerung. Ich fand diesen Weg wunderschön und hätte mir auch so eine Vorbereitung und Hilfestellung gewünscht. Aber wer kennt sich schon aus mit dem Sterben? Der plötzliche Tod lässt sich natürlich überhaupt nicht vorbereiten, aber anders als bei Benedict Wells, kann man Kinder zumindest danach unterstützen, ihn aufzuarbeiten. Die drei Geschwister seines Romans kommen nach dem schweren Schicksalsschlag ins Internat und werden mit ihren Gefühlen fast völlig allein gelassen. Kinder sind nicht blöd, sie sind fühlig. Solltet ihr in eurer Familie mit Krankheit und Tod konfrontiert werden, gebt ihnen Antworten auf ihre Fragen, auch wenn ihr selber Angst habt vor dem, was da kommen mag. Natürlich altersgerecht und mit der Souveränität des Erwachsenen. Nehmt die Kinder mit auf diese Reise, soweit das möglich ist. Dann werden sie danach vielleicht leichter wieder ins Leben zurück finden.

 

„Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells,

Diogenes Verlag,  ISBN-13: 9783257069587

Kleine Kinder – kleine Sorgen. Große Kinder – große Sorgen

 

Ja, wir kennen sie alle, die klugen Sprüche und oft genug gehen sie uns ganz kräftig auf den Geist. Einen wahren Kern haben sie trotzdem leider oft. So wie auch dieser. Während sich Zahnungsprobleme, Blähungen und Schürfwunden bei Babys und Kleinkindern meist schnell diagnostizieren lassen und man sich umgehend der Problemlösung widmen kann, geht es bei älteren Kindern meist um weniger leicht zu behebende, geschweige denn überhaupt zu erkennende Probleme, deren Ursache oft in der Familie selbst liegen. Denn bei allem Wohlwollen, das werdende Eltern in ihre Familienplanung einbringen, nimmt doch jeder seine eigene Geschichte in die neue Familie mit. Und mitunter sogar die seiner Eltern und Großeltern. Man nennt das Transgenerationalität, die Übertragung unverarbeiteter Ereignisse auf nachfolgende Generationen. Aber mal von diesem Aspekt abgesehen, können wir schon unseren eigenen Erlebnissen als Kind, der Rolle, die wir in unserer Familie hatten und unseren Strategien, zu überleben, nicht entkommen. Und sie produzieren Erwartungen an unsere Kinder und Enttäuschung, wenn diese nicht erfüllt werden. Und dann passiert bei allem Wohlwollen das, was einem Kind große Probleme machen kann: es wird nicht gesehen. Vielleicht wird viel Aufheben um seine Leistungen gemacht, vielleicht wird es gut versorgt, sein Wesen aber wird nicht wahrgenommen. Und dagegen wird es sich wehren und Strategien suchen. Eine davon ist es, negativ aufzufallen. Denn es ist besser, unter diesem Vorzeichen wahrgenommen zu werden als gar nicht. Andere Kinder wählen den Weg der absoluten Angepasstheit und wieder andere entwickeln vielleicht ein selbstdestruktives Verhalten, um darauf aufmerksam zu machen, das etwas in ihrem System nicht stimmt. Und dann sitzt man da als liebende Eltern und wundert sich, was da schief gegangen ist und wie das passieren konnte. Eine Familienberatung, die sowohl Städte und Gemeinden, als auch Einrichtungen wie die Caritas oder andere Sozialverbände anbieten, kann in so einer Situation helfen, unguten Verhaltensmustern auf die Spur zu kommen und noch mal von vorne anzufangen. Quasi die Reset-Taste zu drücken und dem Kind eine neue Chance zu geben, anstatt es nur noch als Problem zu betrachten. Denn eigentlich wollen Kinder kooperieren und ihr Verhalten macht Probleme innerhalb der Familie sichtbar, die man sonst zu übersehen sucht. Wer etwas besser verstehen möchte, warum Kinder bestimmte Verhaltensweisen an den Tag legen, was sie bedeuten und warum es so wichtig ist, seinem Kind mit leuchtenden Augen zu begegnen, kann mal in Jesper Juuls „Dein kompetentes Kind“ hineinlesen. Eine andere Perspektive hilft auf jeden Fall oft, wieder klarer zu sehen und dann auch wieder nach vorne sehen zu können und neue Pfade einzuschlagen. Zwar gibt es kein Pflaster für große Sorgen, aber doch Mittel und Wege.

 

Buchtipp: Jeper Juul „Dein kompetentes Kind“Dein kompetentes Kind

  • ISBN-13: 9783499625336

 

Warum Julian immer die Schuld bei anderen sucht und Dörthe mit dem Kopf gegen die Wand rennt

Viele von Euch haben sicherlich Geschwister oder sich immer eines gewünscht. Mit manchen ist man dicke, mit anderen weniger. Doch wie sehr sie das eigene Denken und Verhalten prägen, darüber ist man sich als Erwachsener oft nicht so im Klaren, auch wenn es ungezählte Studien und Veröffentlichungen zu diesem Thema gibt. Mit meiner großen Schwester soll ich mich angeblich ausgiebig gestritten haben. Ich kann mich an nichts mehr erinnern, außer dass ich ihr eines Tages eine Bissverletzung am Gesäß zugefügt habe – eine gewisse Disharmonie scheint also wohl da gewesen zu sein. In der Pubertät wurden wir dann ein Herz und eine Seele und sind uns bis heute sehr nah. Bekommt man eigene Kinder als (unfreiwilliges) Studienobjekt, wird einem auf einmal klar, welch immense Auswirkungen diese Geschwisterkonstellationen auf das Leben haben. Das Leben als Kind und mit Kindern kann unterschiedlicher nicht sein, ob man (k)ein oder mehrere Geschwister/ Kinder hat, ob Jungs, Mädchen oder gemischt. Da sind beispielsweise die erstgeborenen Königskinder (und ersten Versuchsobjekte der frischgebackenen Eltern), die oft eine unbändige Wut auf das kleinere Geschwisterchen entwickeln, weil es sie vom Thron gestoßen hat. Und obwohl sie meist weiterhin die erste Geige spielen, fühlen sie sich chronisch vernachlässigt und ungerecht behandelt. Das muss sich nicht unmittelbar nach der Geburt in großer Eifersucht zeigen, aber das Gefühl begleitet sie oft bis ins Erwachsenenalter. Die Zweitgeborenen laufen mangels ungeteilter Aufmerksamkeit oft mit, was Fluch und Segen zugleich ist. Verschont von zu viel Input seitens der Eltern wie Pekip, Babyschwimmen oder Musikgarten unmittelbar nach der Geburt, müssen sie durch eine gewisse Unangepasstheit dafür sorgen, überhaupt wahrgenommen zu werden und stehen unter dem ständigen Druck, mithalten zu wollen. Das Einzelkind ist in den ersten Jahren mit Sicherheit anstrengender, müssen doch ausschließlich die Eltern für sein Entertainment sorgen, während Geschwisterkinder im Idealfall die Nachmittage spielend verbringen. Wird das Kind größer, hat man allerdings eher einen verbündeten Partner im Haus, mit dem man sich gemeinsam gemütlich die Sonntage im Schlafanzug um die Ohren schlagen kann, während sich bei Haushalten mit mehreren Kinder klischeemäßig die Mädels anzuzicken pflegen und die Jungs die freie Zeit nutzen, sich ausgiebig zu prügeln. Also alles in allem eher unentspannt. Außerdem neigen Geschwister trotz aller Zwietracht dazu, sich gegen ihre Eltern zu verbünden, vor allem wenn es um Sonntagsausflüge wie Wanderungen oder andere Unbeliebtheiten geht. Da ist man dann fast chancenlos, während sich das Einzelkind eher an das Leben der Erwachsen anzupassen pflegt. Was wiederum für das Einzelkind nicht immer von Vorteil ist. Das mögen jetzt lauter Plattitüden sein, denn die Welt ist viel zu komplex, um sie auf wenige Muster herunterzurechnen und die Länge des Artikels begründet den Umstand, nicht alle möglichen Kombinationen abhandeln zu können, aber um es zusammen zu fassen: Kind(er) haben ist nicht gleich Kind(er) haben und Kind sein nicht gleich Kind sein, und das völlig unabhängig aller anderen Lebensumstände, nur allein wegen des Umstands, wer mit mir in dieser Familie lebt. Vielleicht lohnt es, diesen Aspekt des Lebens unter die Lupe zu nehmen, wenn sich der Partner/ die Partnerin mal wieder über eine etwas sonderliche Verhaltensweise wundert.