Eingeseift.

HaarseifeAls ich vor einiger Zeit mit einem Vater dreier pubertierender Kinder arbeitete, erklärte mir der handfeste Kerl voller Überzeugung, dass er nur noch Haarseife verwende, denn die Berge von Shampoo- und Duschgelflaschen einer fünfköpfigen Familie seien schlichtweg nicht zu verantworten. Und er ist keineswegs ein Öko. Ich lasse mich ja immer gerne von anderen Menschen inspirieren und fand seine Argumentation so schlüssig, dass ich wenige Tage später einen Seifenladen aufsuchte, um mir meine erste Haarseife zu kaufen. Das ist sie. Und sie funktioniert wunderbar. Kurz in den nassen Händen aufschäumen, in den Haaransatz einmassieren und wieder auswaschen. Spart Verpackung, ist für Reisen überaus handlich und riecht und wäscht genauso gut wie ein herkömmliches Shampoo. Dieses kleine Seifenstück soll für 80-100 Haarwäschen reichen und spart somit etwa 3-4 Plastikflaschen ein. Irgendein Argument dagegen?

Haarseife zum Besispiel von: Lush Shampoo-bars

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Alter Sack neuer Trend

Mode ist ja ein schnelllebiges Geschäft.
Modemarken sind wirtschaftliche Großkonzerne und tun alles um sich schnell weiterzuentwickeln, kostensparend zu produzieren und Verkaufszahlen zu steigern.
Ein Trend jagt den nächsten. Kollektionen  gibt es nicht mehr nur 2 mal im Jahr – nein die trendigen Labels müssen quasi täglich neue Outfits herausbringen um erfolgreich zu bleiben. Diese Wirtschaftskonzerne lassen sich immer neue Ideen einfallen, um nicht ins Abseits zu geraten und um immer mehr Umsatz zu generieren. Kooperationen mit verschiedenen Designern, teure Werbung, möglichst frische neue Ideen, die noch keiner hat! Innovativ muss man sein!
Umso erstaunlicher beobachte ich im Moment einen Trend:
Die Wiederauferstehung der Rucksäcke mit dem Fuchs.
Als ich vor einigen Monaten jemanden mit einem Fjällräven Kanken Rucksack sah, dachte ich noch „Ach guck mal, da hat einer seinen alten Rucksack rausgekramt, dass der so viele Jahre überlebt hat!“
Mittlerweile sind die wieder unglaublich im Trend und sie sehen original genau so aus, wie in meiner Schulzeit vor 30 Jahren! Nur ein paar neue Farben gibt es davon.
Da soll noch mal einer sagen, man bräuchte immer neue Ideen, um erfolgreich zu bleiben. Wie hat die Marke es wohl geschafft, ein völlig in Vergessenheit geratenes Produkt, ohne es zu verändern zu einem Wahnsinnstrend zu machen?!

Internetportale und ihre kleinen Häkchen

Letztes Jahr übernachtete ich beruflich in einem wunderschönen kleinen Hotel, wie ich es gerne „Schriftstellerhotel“ nenne. Eine Gründerzeitvilla mit hohen Decken und dunklen Böden, bei deren Betreten man sich sogleich irgendwie hochherrschaftlich fühlt. Der Frühstücksraum war so liebevoll mit unzähligen selbstgemachten Marmeladen, Müslisorten und anderen Leckereien in Gläsern und Schüsselchen dekoriert, dass mir das Herz aufging. Leider erzählte uns der Hausherr, dass Ende des Jahres Schluss sei mit ihrem Familienbetrieb. Sie könnten dem Preisdruck nicht mehr standhalten, den die unzähligen Buchungsportale erzeugen und an die sie 10% oder mehr des Übernachtungspreises abführen müssten – viel Geld für einen kleinen Betrieb. Verärgert erzählte er, wie manche Gäste, die bereits auf der Türschwelle des Hotels stünden, die Übernachtung noch schnell online buchten, ohne darüber nachzudenken, dass dieser eine Klick das Hotel einen Teil ihrer Einnahmen kostet. Verbraucherparadies Internet. Mit den gleichen Problemen sieht sich die Gastronomie konfrontiert, die sich Lieferdiensten wie beispielsweise lieferando oder eGourmery anschließen. Zwar können die Betriebe mehr Umsatz generieren, indem sie einen größeren Kundenkreis erschließen, andererseits müssen sie noch enger kalkulieren, da sie einen Teil des Umsatzes an den Lieferdienst abgeben müssen. Viel Luft zum Geldverdienen bleibt da nicht. Beispiele ließen sich an dieser Stelle unbegrenzt fortsetzen, die „Großen“ verdienen eigentlich immer auf Kosten der „Kleinen“, sei es ein Liefergigant wie „Amazon“, der von seinen Händlern Provision verlangt oder der Landwirt, der dem Discounter besondere Konditionen einräumen muss, damit wir billig einkaufen können. Darüber sollten wir uns bewusst sein, wenn wir beim nächsten „Schnäppchen“ zuschlagen und vielleicht ab und an einfach den direkten Weg suchen.

Ihr lieben treuen Leser(innen) dieses Blogs,

happynewyearich möchte die guten Wünsche für Euch und die Willkommensgrüße für das neue Jahr mit ein paar Gedanken dazu verbinden, warum es diesen Blog immer noch gibt und was er mir bedeutet. Nach der Standardabfrage meines großen Kindes „Und was bringt das?“, läge ein ganz klares – Nichts. Niente. Nada – sehr nahe. Die Wahrscheinlichkeit, als außergewöhnliches Talent (für was auch immer) entdeckt zu werden, liegt bei der Anzahl von etwa 200000 deutschen Blogs vermutlich klar in den negativen Zahlen. Wir machen bewusst keine Werbung für Produkte, an deren Verkauf wir dann verdienen könnten, wir machen nicht in Mode, nicht ausschließlich in Kochen oder in Bücher, alles Blogs, die sich per se großer Beliebtheit erfreuen( Die Posts zum Thema Essen sind stets die meistgelikten). Wir sind ein buntgemischtes Potpourri von allem, was uns so bewegt und beschäftigt. Dass dieses breit gestreut ist, liegt schon allein daran, dass wir Kinder von eins bis elf haben, Couca Mädels, ich Jungs, und so mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Und das ist nur ein Aspekt unserer sehr unterschiedlichen Leben. So findet sich wohl manche(r) Leser(in) eher in ihren Texten wieder, andere in meinen. Aber es handelt sich keineswegs um eine Massenleserbewegung, dies sich ja durchaus jede(r) Blogger(in) wünscht. Ich lasse jetzt mal den Aspekt weg, dass wir für mehr Leser einfach nicht gut genug sein könnten, sondern schiebe es darauf, dass wir selber ganz schlecht darin sind, andere Blogs zu lesen, zu „followen“ und zu „liken“, eine Art, den eigenen Blog bekannt zu machen. Aber das kostet Zeit und ich möchte die Posts auch wirklich lesen, wenn ich jemandem folge und das wird mir schnell zu viel, zumal dann oft sogar (mehrmals) täglich Posts in meinem  E-Mailfach landen . – Also, liebe Bloggerkolleg(inn)en, es handelt sich nicht um Desinteresse oder Arroganz, sondern ganz schlicht um Überforderung, wenn ich euch nicht (mehr) folge! – Ich denke, es liegt aber durchaus auch an unserer Leserschaft. Viele von Euch sind ziemlich „old school“( und das meine ich völlig wertfrei) und nutzen ebenso wenig wie ich facebook, twitter oder andere social media, so dass das mit dem Verbreiten nicht so ein Selbstläufer ist. Umso mehr freue ich mich jedes Mal, wenn mich jemand persönlich anspricht, dass sie/er sich in einem Artikel wiedergefunden hat oder er ihr/ihm einfach gut gefallen hat. Manchmal bekomme ich auch eine SMS oder Mail und dieses Feedback motiviert mich immer wieder zum Weitermachen. Das ist natürlich nur ein Teil der Wahrheit. Der andere Teil ist, dass es mir nach wie vor Riesenspaß macht und ich meine Gedanken einfach gerne mit euch teile. So hoffe ich, dass ihr uns auch im neuen Jahr treu begleitet und vielleicht dem einen oder der anderen davon erzählt, dass es uns gibt. Wir freuen uns immer über Kommentare, Feedback und Anregungen, denn dann macht es erst richtig Spaß, wenn es Reaktionen auf das gibt, was wir so in die Welt streuen. Jetzt mal eine schöne Sause heute Abend und bis nächste Woche!

Alles Liebe, Ella & Couca

Kasperltheater

horstundmarkus2Ich fühle mich ja durchaus boarisch, auch wenn ich von Grund auf Fränkin bin und beides zeitgleich eigentlich nicht geht. Das ist wie Köln und Düsseldorf, entweder oder. Aber als Kind preußischer Eltern bin ich wohl doch zu kosmopolitisch erzogen, um das so genau zu nehmen. Mit was ich in Bayern aber echt nicht klar komme, sind seine Ministerpräsidenten. Da war dieser rotgesichtige Grantler Strauß, als ich zur Welt kam und der mir gleich völlig suspekt war. Zur Amtszeit Max Streibls war ich mit anderem beschäftigt, wunderte mich dann aber schwer über unseren nach Worten ringenden Edmund. Tja, der Günther hatte ja nur ein kurzes und eher blasses Gastspiel und dann kam schließlich uns Horst, der jede Woche mit Inbrunst Neues und Gegensätzliches verkündet und eigentlich besser schweigen sollte. Er trägt den Geist des königlichen Bayerns nach Berlin. Und jetzt kommt auch noch Markus daher und will mitspielen. Den habe ich ja schon ganz lieb. Ich habe letztens eine Karikatur über den Wahlkampf zwischen Hillu und Trump gesehen, die deren Wahl mit der zwischen Pest und Cholera verglich. So weit würde ich in diesem Fall vielleicht nicht gehen. Aber den Vergleich mit der Wahl zwischen Herpes und Fußpilz fände ich durchaus treffend.

Nye kartofler

Nye kartofler-01Auf der kleinen dänischen Insel Samsö gibt es eine wunderbare Gepflogenheit: vor gefühlt jedem zweiten Haus steht ein kleines Holzregal, in dem die Menschen alles, was Garten und Acker hergeben, für umgerechnet ein, zwei Euro zum Verkauf anbieten. Das können Kartoffeln und Äpfel sein, aber auch Blumen oder Eingemachtes. Manchmal verkaufen die Samsöer auch ihre alten Lampen, Geschirr und Bücher oder verschenken sie. Eine alte festgeschraubte Geldkassette regelt die Finanztransaktion, der Preis steht auf Kisten und Tüten. Man sollte also immer ein paar Münzen in der Tasche haben und sich den Einkauf von Obst und Gemüse im Supermarkt sparen. Wie gut würde mir das auch in Deutschland gefallen. Was klagen die Gartenbesitzer oft im Sommer über die kaum zu bewältigende Verwertung ihrer Ernte. Wieso nicht einfach für kleines Geld verkaufen? Den Gartenlosen wird es freuen – frisches Obst und Gemüse direkt vom Erzeuger und dazu in aller Regel noch ungespritzt. Und die/der fleißige Gärtner(in) kann mal die Beine hochlegen, anstatt das zigste Marmeladenglas befüllen zu müssen oder zum zehnten Mal in Folge Zucchini zu essen. Auch den Tauschhandel könnten solche Regale vereinfachen. Ob in der Großstadt allerdings nicht die ein oder andere Kasse geknackt würde, möchte ich nicht ausschließen. Vielleicht habt ihr ja einen Garten und euch gefällt die Idee? Ich würde auf jeden Fall kaufen.

Yoga with Adriene

Ich musste leider erst vierzig werden, um zum überzeugten Yogafan zu werden. Meine Bänder und Gelenke mussten erst an Elastizität verlieren, um zu erkennen, dass Yoga eine der besten Sportarten ist, um den Körper geschmeidig zu halten und Verspannungen und anderen Beschwerden vorzubeugen. Denn dieses ganzheitliche Dehnen und Bewegen aller Körperpartien bieten sonst nur wenige Sportarten. Im Gegenteil – viele fordern den Körper nur einseitig, was zu Muskelverkürzungen und Verschleißerscheinungen führen kann. Das heißt jetzt nicht, dass alle nur noch Yoga machen sollen, nein, jedem das Seine und möglichst viel davon. Aber ich halte es für eine sinnvolle Ergänzung und Altersprävention und mir tut es einfach gut. Jetzt gibt es natürlich viele von uns, die gar nicht so recht zum Sport kommen. Dafür gibt es inzwischen zahlreiche wundervolle Tutorials auf YouTube. Zum Beispiel von Adriene Louise, die jede Woche ein neues ins Netz stellt. Diese 15 Minuten kriegen wir alle hin, oder? Einfach mal ausprobieren.