Warum ein teurer Drucker weniger kosten kann

Bei den Mengen an Papier, die wir in den letzten Wochen fürs Homeschooling verbraucht haben, wird einem wirklich schwindelig. Ich mache ja normalerweise keine Produktwerbung, aber ich habe mich inzwischen schon so oft gefreut, dass ich mich vor knapp zwei Jahren von einem Verkäufer habe überzeugen lassen, einen neuen Drucker für rund 400,- € mit Garantieverlängerung (Epson ET-4750) zu kaufen, anstatt geplante 150,- € auszugeben, das ich das nicht für mich behalten möchte. Und ich habe mich natürlich schon gefragt, als ich nach Hause kam, ob die Kaufentscheidung richtig war. Wir hatten vorher diverse Canon Pixma Modelle, weil uns gute Fotoqualität wichtig war. Der Nachteil: die winzigen Kartuschen waren ständig leer und wir mussten spätestens alle zwei Monate neue kaufen. Beim neuen Drucker dagegen waren große Tintenbehälter zum Nachfüllen dabei, ich musste in den zwei Jahren noch kein einziges Mal Tinte nachkaufen, sondern habe immer noch Vorräte zuhause. Was das an Einsparung von Geld, aber auch an Verpackung bedeutet, liegt auf der Hand. Die hohen Kosten haben sich jedenfalls schnell amortisiert und die Druckqualität ist auch gut. Falls es euer Drucker also nicht mehr lange tun sollte, überlegt Euch, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und Euch gut beraten zu lassen. Es könnte sich lohnen.

Homeschooling und (k)ein Ende in Sicht

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die ausgiebig über Dinge jammern, die sie nicht ändern können. Umso mehr freue ich mich, dass nächste Woche zumindest eines meiner Kinder wieder in die Schule gehen kann. Homeschooling ist so ziemlich die größte Herausforderung in meinem Leben mit Kindern, der ich mich jemals stellen musste. Ich habe in den letzten Wochen ein verdammt dickes Fell gebraucht und bin noch nie so viel angemotzt und angeschrien worden. Das werde ich wirklich nicht vermissen. Mir ist klar, dass es noch dauern wird, bis man wieder von einem normalen Schulalltag reden kann, aber ich feiere jede Stunde, die dort stattfinden wird, ohne mich. Manche Eltern haben es auch einfach sein gelassen mit dem Homeschooling und dafür in Harmonie mit ihren Kindern gelebt – sicher auch eine Möglichkeit. Ich freue mich jedenfalls für jede Familie, in der das Ganze gut klappt – bei uns definitiv nicht!

Das homeschooling geht in die Verlängerung

Als vor zwei Wochen die Osterferien starteten, ahnte ich nicht, dass die Nachrichten, wie es mit der Schule (in Bayern) weitergehen würde, so frustrierend sein würden:

Es sei noch nicht sicher, ob alle Klassen bis Ende des Schuljahrs(!!!) wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren könnten, ließ der Kultusminister Michael Piazolo verlauten.

Meine Kinder besuchen weder eine Abschluss- noch eine Übergangsklasse, die bevorzugt beschult werden sollen. Allerdings sind sie keine Grundschüler mehr, was ihre Chancen vielleicht wiederum erhöht. Im worst case hieße es auf jeden Fall, dass sie jetzt fünf Monate (inklusive Ferien) keine Schule im klassischen Sinn mehr haben könnten. Was das bedeutet, wird mir spätestens morgen so richtig klar werden, wenn der Ferienschlendrian vorbei ist und ich sie wiederholt und mit Nachdruck zu Konzentration und Disziplin ermahnen muss, damit sie ihre Sachen erledigen.

Ich bin mir bewusst, dass wir privilegiert sind, weil wir in der Lage sind, unsere Kinder durch unsere elterliche Präsenz zu unterstützen (Arbeit gibt es gerade sowieso kaum für uns) und auch die technischen Möglichkeiten dazu haben. Wir haben keine fünf Kinder in einer 50 Quadratmeter kleinen Wohnung und sind deutsche Muttersprachler, was das home schooling deutlich erleichtert. Ich hoffe, auch das wurde in den Konzepten der Kultusministerien berücksichtigt, dass Kinder mit besonderem Förderbedarf bevorzugt wieder in die Schulen dürfen, in kleinen Gruppen und mit Abstand.

In manchen Schulen gab es Abfragen bei den Eltern, was gut gelaufen ist und wo es Änderungsbedarf gibt. Eine gute Idee für den Austausch zwischen Schule und Zuhause, leider fand das nur vereinzelt statt. Schade. Mal sehen, was sich nach den Ferien in den Abläufen professionalisieren wird, ich hege da noch eine gewisse Hoffnung auf Besserung. Ich bin nun mal Optimistin und kann nicht anders.

Allen Eltern, die diese Herausforderung meistern müssen, wünsche ich auf jeden Fall weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen!

Bleibt gesund, Eure Ella

#Corona und die Ungerechtigkeit der Hausaufgaben

Anbei ein Link zu dem Beitrag über #Corona und die Ungerechtigkeit der Hausaufgaben

von dem Blog Die Überläuferin von Johanna Schuhmacher.

Der Beitrag beschäftigt sich mit dem, was mir gestern auch von einer Lehrerin an der Mittelschule berichtet wurde, die sehr ungleichen Bedingungen der Schüler*innen. Vielen steht daheim kein Computer oder Tablet mit funktionierendem Internet zur Verfügung, geschweige denn ein Drucker, das heißt, sie konnte ihren Schüler*innen lediglich vor der Schulschließung Arbeitsmaterial mit nach Hause geben, ansonsten ist der Kontakt eher schwierig. Bei weiterem homeschooling sollte -soweit irgendwie möglich-  für mehr Chancengleichheit gesorgt werden. Könnte man einzelnen Schüler*innen Schultablets ausleihen oder sie Computerräume in der Schule nutzen lassen? Vor allem für Abschlussklassen sollten bestmögliche Bedingungen geschaffen werden, damit nicht die Lebensumstände darüber entscheiden, welchen Abschluss die Jugendlichen machen. Es gibt noch viel an Organisation zu leisten und bin gespannt, wie es am 20.04.weitergeht.

Jetzt bin ich erstmal froh, dass Ferien sind und zumindest dieser Stress zu Hause wegfällt. Eine gute Zeit Euch!

Home schooling und eine mögliche Verlängerung

So, die zweite Woche Home Schooling nähert sich dem Ende. Mein Großer wird heute erstmals online zwei Unterrichtsstunden haben, juhuu! Ansonsten ist mein Resümee: sollte es das gewesen sein, okay, das lässt sich irgendwie verkraften mit all seinen Improvisationen und Ungereimtheiten. Sollte das home schooling allerdings in die Verlängerung gehen, sollte es auch definitiv besser laufen:

Es muss einen einheitlichen Kanal geben.

Egal, ob die Aufgabenverteilung durch eine einzige (!) E-Mail des/r Klassenlehrers/in mit einem Wochenplan stattfindet oder ausschließlich durch Internet Plattformen wie Mebis. Klare Strukturen sind notwendig. Bitte keine E-Mails Flut mehr mit verschiedensten Infos und Anhängen und bitte auch kein E-Mail/Mebis Mix, das würde vieles erleichtern.

Feste Abgabetermine und Kontrollen durch die Lehrkräfte.

Wo bei jüngeren Kindern vielleicht noch die Autorität der Eltern greift, versuchen sich manche Pubertiere durchzumogeln, wo es geht. Wenn es dann keine festen Abgabetermine gibt und nicht kontrolliert wird, ob die Hausaufgabe überhaupt gemacht wurde, sind die Druckmittel zu Hause begrenzt. Die Lehrkräfte müssen gar nicht alles korrigieren, sie können später Lösungsblätter ausgeben, aber sie sollten definitiv die Abgabe der Hausaufgabe einfordern.

So, das wären meine bescheidenen Wünsche im Falle einer Verlängerung. Eigentlich wünsche ich mir aber natürlich, dass die Schule bald wieder weitergehen wird und wir komplett vom Homeschooling erlöst werden. Ich muss jetzt Schluß machen und mich um die Schule kümmern. Vielleicht trinke ich noch schnell einen Schnaps oder werfe Baldrian ein. Besser ist es…