Mon(m)ster

Meine MonsterfamilyWie es ist, Kinder zu haben, weiß man tatsächlich erst, wenn man Kinder hat. Wenn ich kinderlosen Freunden erzähle, wie stressig es gerade mit einem meiner Kinder ist (gleichzeitig sind sie das Gott sei Dank nie), kommt meistens ein Verständnisloses: „Die sind doch so lieb.“ Ja, das stimmt, sie sind lieb und fantastisch, manchmal aber einfach auch wahre Monster. Es verhält sich aber auch nicht anders, wenn ich erzähle, dass ich total ausgeflippt bin, so, wie mich zuvor vermutlich nur mein Vater in der Blüte meiner Pubertät hat ausflippen sehen. Auch dann kommt meist ein: „Ach, so kannst Du doch gar nicht sein.“ Doch, ich kann und bin wahrlich nicht stolz darauf. Kinder können es aber eben auch, herausfordern, egozentrisch sein, Grenzen überschreiten. Ich erinnere mich mit Schaudern daran, wie ich mich etwa zwei Jahre lang jeden Morgen mit meinem kleinen Sohn über die Menge des eingefüllten Müslis streiten musste, über die Temperatur der Milch, ob sie geschäumt war oder nicht, bereits eingefüllt oder nicht oder darüber, ob sich das Müsli in der richtigen Schüssel befand. Jeden Morgen. Humor ist die beste Waffe im Umgang mit wunderlichen Verhaltensweisen, aber man ist nun mal leider nicht immer tiefenentspannt und ausgeglichen und so endet eben die ein oder andere Situation in einer Eruption von Eltern und /oder Kind. Manchmal mit fliegenden Gegenständen, manchmal ohne. Also bei uns. Vielleicht gibt es Eltern und Kinder, die alles im Griff haben. Mir sind sie jedenfalls nicht bekannt. Also, liebe kinderlose Freunde und Mitmenschen, ihr könnt alle Horrorgeschichten glauben, in Wirklichkeit sind sie noch viel schlimmer. Aber ehrlich, Kinder sind was Wunderbares.

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