#SPORT IST TEIL DER LÖSUNG UND NICHT DES PROBLEMS IN DER CORONAPANDEMIE

14 bayerische Großvereine haben sich zusammengetan und ein Positionspapier erarbeitet, in dem unter anderem ein Stufenplan zur schrittweisen Öffnung der Vereine vorgeschlagen wird. Außerdem startete die Fußballabteilung des Post SV Nürnberg eine Petition, die diese Forderungen unterstützt:

https://www.openpetition.de/petition/online/sport-ist-teil-der-loesung-und-nicht-des-problems-in-der-coronapandemie

Die Petition spricht mir aus dem Herzen, denn so sehr ich mir wünsche, dass meine Kinder bald wieder in die Schule gehen dürfen, der Vereinssport scheint mir im Augenblick nicht minder wichtig, denn er bringt wieder etwas Freude und Leichtigkeit ins Leben bewegungsfreudiger Kinder. Das Erste, was Ärztinnen und Ärzte bei depressiven Verstimmungen empfehlen, ist Sport, denn mit Hilfe der ausgeschütteten Glückshormone kann man gar nicht anders, als wieder besser gelaunt zu sein. Und dann noch gemeinsam mit Gleichgesinnten draußen, das macht wesentlich mehr Spaß als jedes Youtube Video der Welt, zu dem Kind sich vielleicht erst gar nicht aufraffen kann. Womöglich sorgt darüberhinaus die sehnsüchtig erwartete Frühlingssonne schließlich noch für eine bessere Vitamin D Produktion, die ebenfalls die Psyche positiv beeinflußt. Das wäre doch wirklich wünschenswert, oder? Also, ich habe unterschrieben und ich hoffe, die Petition wirkt. Denn das Wort „Sportverein“ habe ich bislang in den Öffnungsdebatten schwer vermisst.

Das Lieferkettengesetz – ein mehr als wichtiger Schritt gegen die Gleichgültigkeit

Lieferkettengesetz-Motiv_Allgemein_quer_sRGBDer Glaube an das Gute in dieser Welt und in der Politik im Speziellen wird einem ja häufig schwer gemacht. Dass sich Hubertus Heil, SPD, Minister für Arbeit und Soziales, und Entwicklungsminister Gerd Müller, CSU, dafür einsetzen, ein Lieferkettengesetz für die Wirtschaft durchzusetzen, ist da ein echter Lichtblick. Dies wäre ein so wichtiges Zeichen, dass es uns nicht egal ist, dass wir auf Kosten anderer leben, sondern Verantwortung dafür übernehmen, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in aller Welt, die für uns und unseren Wohlstand schuften, zu verbessern und internationalen Standards anzupassen.

In dem Gesetz geht es darum, dass Unternehmen Risiken analysieren und wirksame Maßnahmen ergreifen müssen, damit es bei der gesamten Produktion nicht zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung kommt. Es kann dann beispielsweise nicht mehr billigend in Kauf genommen werden, dass immer noch Kinder auf Kakaoplantagen arbeiten oder durch die Textilindustrie Flüsse und Seen vergiftet werden. Dass Menschen aufgrund des Anbaus von Rohstoffen, die wir benötigen, sich keine Nahrung mehr leisten können oder der Wassermangel zunimmt. Außerdem soll es Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen die Möglichkeit geben, vor deutschen Gerichten Schadensersatzzahlungen bei Verstößen einzuklagen, wie es beispielsweise nicht möglich war, als die Textilfabrik Ali Enterprises 2012 in Pakistan abbrannte und 258 Arbeiterinnen ums Leben kamen.

Viele Beispiele und Zusammenhänge sind auf dieser Seite anschaulich aufbereitet: Fallbeispiele

Was wir nie hätten zulassen dürfen und es aber über Jahrzehnte getan haben, können wir jetzt vielleicht ein Stück weit korrigieren. Natürlich werden Produkte dadurch teurer werden und vielleicht geht es dann endlich in Richtung weniger kaufen , dafür aber hochwertiger. Und vielleicht fliegt dann ein T-Shirt für 4,99€ nicht mehr um die halbe Welt, wie ihr neben vielen anderen Infos mehr in dieser beeindruckenden Wissenssendung von Quarks sehen könnt.

Quarks: Der Kleiderwahnsinn und wie wir ihm entkommen können

Ich hoffe wirklich sehr, dass das Lieferkettengesetz verabschiedet wird, ohne vorher noch weichgespült zu werden. Wer dergleichen Meinung ist und die Petition für das Gesetz unterschreiben möchte, findet den Link hier: Petition zum Lieferkettengesetz