Als ich kürzlich in Nürnberg aus der Bahn ausstieg, fiel mir sofort eine junge Frau auf, die zwei mächtige Koffer mit geschätzten 120cm Höhe und einen Kleineren den Bahnsteig entlangzuschieben versuchte. Kurzentschlossen bot ich meine Hilfe an und als klar war, dass sie dieselbe U-Bahn Richtung Flughafen nehmen wollte wie ich, rollten wir gemeinsam dort hin.
Neugierig wie ich bin, fragte ich, was sie in diesen riesigen Koffern habe.
Geschenke für die Familie. Sie besuche sie zum ersten Mal. Im Irak.
Was es denn in Deutschland gäbe, über das sich die Familie besonders freue?
Schokolade, erwiderte sie und strahlte mich an, während wir Slalom um Reisende und Gestrandete im Bahnhof liefen.
Auf die Ironie der Situation, machte mich mein Sohn zuhause aufmerksam, als ich ihm von der Begegnung erzählte: Eine Schokoladensüchtige auf Entzug mit einem Koffer voller Schokolade, analysierte er knapp und präzise. Ich musste schmunzeln.
Wie recht er hat. Ich faste mal wieder, dieses Jahr Süßigkeiten. Die größte Challenge dabei ist der Verzicht auf Schokolade, ich stimme meinen Kindern vollends zu, die mir Suchtverhalten unterstellen.
Deshalb freue mich wieder unbändig auf Ostern und das Fastenbrechen. Und dann wird alles nachgeholt:-)
Schöne Osterfeiertage!