Endlich…

Es hat dies Jahr ein bisschen länger gedauert, bis der Sommer angekommen ist. Im Herzen, im Organismus, in der Wetter-App. Umso begieriger habe ich in den vergangenen Wochen die wenigen sonnigen Tage in mir aufgesogen, mich an den hellen Tagen gelabt. Gras an meinen Füßen, die üppig grünen Baumkronen über mir. Mystische Lebewesen mit unzähligen Armen. Ich habe eine Blesshuhnfamilie auf Futtersuche vor der Kulisse des Sonnenuntergangs am See beobachtet und erstmals wahrgenommen, dass das Licht der untergehenden Sonne im Wasser einem Werk Linda Männels entsprungen zu sein scheint. Es bleiben nur noch schmale Fäden, die sich durchs Wasser ziehen. Jahre nach dem Ausstellungsbesuch sehe ich es. An meiner Seite eine wunderbare Freundin, die mit mir lacht, als sich ein Schwan auf die Musik der jungen arabischen Männer, die sich neben uns niedergelassen haben, zu bewegen scheint. Mit dem Fahrrad durch die Lichter der Nacht. Das geliebte Akademiefest. Ich treffe eine bezaubernde Bekannte im Freibad am Beckenrand wieder, die ich seit zehn Jahren in Simbabwe wähnte. Wiedersehensfreude. Eine Kräuterwanderung im milden Abendlicht umgeben von kraftvollen Frauen irgendwo weit draußen. Ich sehe meinen Söhnen dabei zu, wie sie ihr wundervolles, rauschendes Teenagerleben leben und das, was kommen mag, mit all seinen Verheißungen kosten. Ich spüre tiefe Dankbarkeit. So viel Wunderbares umgibt mich und endlich fällt die Schwere ab, das Kreisen, das Wollen, das Denken.

Tolle Veranstaltungen zum Lebengenießen in Nürnberg ganz umsonst:

https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/nh_angebote_umsonst.html

Achtung: Das Brückenfestival und Stars im Luitpoldhain stehen demnächst an!