Färbst du eigentlich?

Der „Life Hack“ hat sich in den letzten Jahren in unseren Wortschatz eingeschlichen und man kommt quasi nicht um ihn herum, selbst wenn man ihn als Begriff ablehnt. Und jetzt habe ich auch einen, den ich mit den Brünetten unter euch teilen möchte, alles andere wäre nahezu gemein.

In den letzten Wochen wurde ich immer wieder darauf angesprochen, ob ich mein Haar färbe, was mir deutlich vor Augen führt, dass ich genauso alt aussehe, wie ich bin, denn die Menschen erwarten, dass ich auf jeden Fall graue Haare haben müsste. Habe ich aber nicht. Naja schon, aber man bemerkt sie nicht so sehr, weil sie leicht eingetönt sind.

Mir war klar, dass ich meine Haare auf keinen Fall färben wollte, um nicht irgendwann mit der Kante zwischen Weiß und Braun konfrontiert zu sein, die es dann abzuschneiden oder rauszuwachsen gilt, wenn man sich irgendwann entschließt, zum natürlichen Weiß/Grau zu stehen. Zur rechten Zeit bekam ich den Tipp eines Fotografen, es mit einem Shampoo/ Tönung zu versuchen, die die ersten weißen Haare direkt leicht eintönt. Das benutze ich jetzt seit einigen Monaten und es funktioniert! Ich muss dazusagen, dass es tatsächlich nur funktioniert, wenn man rechtzeitig anfängt. Ein weißer Ansatz lässt sich nicht kaschieren, so viel Power haben die Produkte nicht. Da musste ich leider eine Freundin enttäuschen, der ich zunächst Hoffnung gemacht hatte. Aber gerade, wenn ihr neu im Geschäft mit den grauen Haaren seid und noch nicht mit ihnen im Reinen seid, kann es sich lohnen. Für Glanz und Farbe gefällt mir am besten die „Plantur Farbspülung für das Haar ab 40“. So-genug Werbung. Und genug Life Hack. Mehr habe ich auch nicht.

Eine Reise wert.

Keine Sorge, ich werde an dieser Stelle nicht anfangen, Reisetipps zum Besten zu geben und trotzdem möchte ich Euch von einer Geschäftsreise nach Dresden erzählen. Denn obwohl inzwischen längst bekannt ist, dass Dresden einen Besuch wert ist, waren wir alle von der lebendigen alternativen und linken Szene der Äußeren Neustadt mehr als angetan, jenseits aller wohl bekannter Kulturdenkmäler und vor allem fern ab vom Pegida Image, das bei dem Gedanken an Dresden immer irgendwie mitschwingt. Das Gründerzeitviertel erinnert an Berlin mit seiner lebendigen Kneipenszene, den Graffitis, Cafes, Ateliers und seinen Fairtradeläden ( Louisenstraße), wunderschön zum Flanieren und Treibenlassen an einem freien Wochenende. Für seinen vorbildlichen öffentlichen Verkehr ist Dresden ja sowieso bekannt und so kommt man mühelos von A nach B. Erstklassigen (Käse)kuchen ( den Besten ever!!!), Kunst und dazu super netten Service gibt es übrigens im Oswaldz. Und eine fantastische Repräsentatin hat Dresden inzwischen auch noch: Das in der Neustadt beheimatete und seit vielen Jahren erfolgreiche Model Nicole Atieno wurde von Harper`s Bazar als „Women oft he Year“ ausgezeichnet.  Dresden ist wunderbar bunt und wir waren uns alle einig, dass wir wieder kommen wollen, mit etwas mehr Zeit und Muße für die schönen Dinge des Lebens.

Dresden Neustadt

Berlin2Shanghai

Als ich vor einiger Zeit abends im Hotel durch die Programme zappte, blieb ich an der Doku „Berlin2Shanghai“ der Zwillinge Paul und Hansen hängen. Die zwei Brüder traten die 13000km lange Radtour nach Shanghai nicht nur an, um die Herausforderung zu meistern, sondern auch um sich nach einer Zeit der Abgrenzung wieder neu kennenzulernen. Eine spannende Geschichte in guten Bildern mit zwei sympathischen Jungs. Auf jeden Fall sehenswert.

Aktuelles auf: www.zweinachshanghai.de

ANNENMAYKANTEREIT.

AnneMayKantereitIch habe mich in ihre Songs verliebt, als wir durch schwedische Landschaften sausten und ich auf dem Beifahrersitz das Songbook in den Händen hielt. So gute Texte, genial in die Melodie gegossen, Gefühl auf den Punkt. Da ist diese rauchige Stimme, die in zwanzig Jahren Kneipe entstanden zu sein scheint und die die Kraft von reichlich Lebenserfahrung besitzt. Mit der ist es aber gar nicht so weit her. Die Kölner Jungs sind alle erst Anfang 20. Und so erzählen ihre Songs von dem jungen Leben, Fernbeziehung und Liebeskummer. Bei mir alles schon ganz schön lang her, aber ich verstehe jedes Wort. Einfach gut.

Guckt mal rein, auch wenn ich finde, dass die Songs von „WIRD SCHON IRGENDWIE GEHEN“ ohne optische Ablenkung fast noch besser kommen.

http://annenmaykantereit.com/