Absurdistan-warum Kinder von getrennten Eltern oft mehr von ihren Vätern haben

Und wieder ist eine Beziehung in unserem Freundeskreis zerbrochen. Das ist an und für sich schon sehr traurig. Aber was mich wirklich sprachlos macht, ist, dass das, was oft Mit-Ursache für ein Auseinanderleben ist, nach der Trennung oft kein Thema mehr ist. Wäre es aber vorher kein Thema gewesen, wären wohl viele dieser Beziehungen erst gar nicht auseinandergegangen. Ich spreche von der Zeit für die Kinder. Noch immer übernehmen in den meisten Beziehungen die Frauen die Hauptversorgung der Kinder, völlig egal, ob sie arbeiten oder nicht. Es geht dabei um all die täglich zu organisierenden Aufgaben, von der Verpflegung mit Essen, über Terminabsprachen mit Freunden, Arzttermine, Hausaufgabenbetreuung, und vieles mehr. Die Väter kommen dann mal eine Runde zum Toben vorbei, um sich dann wieder ihren Belangen zu widmen- wie selbstverständlich ermöglicht von den verantwortungsbewussten Frauen, die ja den Alltag sowieso besser im Griff zu haben scheinen. Die sich aber ja im Grunde ihres Herzens trotzdem oft mehr Zeit für sich wünschen. Die sich wünschen, dass ihre Männer auch ihnen mal den Rücken freihalten,  auch wenn sie vielleicht nicht so viel verdienen, weil sie halbtags arbeiten oder sich „nur“ um die Kinder kümmern. Und dann ist sie da, die Trennung, entstanden aus all den enttäuschten Erwartungen, die der Alltag so mit sich bringt. Und was passiert: die Väter nehmen die Kinder die halbe Woche zu sich oder jedes zweite Wochenende oder stimmen einer Nestlösung zu und verbringen auf einmal ein Vielfaches an ganz bewusster, absoluter Zeit mit ihren Kindern, als sie das jemals zu Zeiten der „intakten“ Familie getan haben. Und die Frauen haben endlich mal kinderlose Zeit für sich. Die Kinder erleben also durch den Verlust der elterlichen Partnerschaft  eine Intensivierung in der Beziehung zum Vater. Ich finde das eine sehr bedenkliche Entwicklung, die wir nicht so hinnehmen sollten. Wir Frauen sollten uns viel öfter zu unseren Gunsten zurücknehmen und den Männern den Raum geben, ihre andere Art mit den Kindern zu leben. Und diese Zeit auch einfordern. Dann können wir vielleicht eine Win-Win Situation innerhalb der Partnerschaft erreichen- und nicht erst danach…..

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