Von den unflätigen Ausdrücken

Ich muss zugeben, bei uns herrscht manchmal ein etwas rauer Umgangston. Ich bin da nicht stolz drauf und in meinem Elternhaus hätte es sowas nicht gegeben, aber ich muss ja nicht vornehmer tun als es ist. Im Kleinkindalter des Erstgeborenen hatten wir es noch ganz gut im Griff. Da wurde das herzhafte „Scheiße“ (pardon) konsequent durch ein „Schade“ ersetzt, was manchmal durchaus komödiantisch sein kann in Alltagssituationen der Rage. Zehn Jahre später sieht das anders aus und so kam es jüngst zu folgendem Dialog am Küchentisch:

Erstgeborener zu kleinem Bruder: „Arschloch!“

Mutter (also ich): „Also ich fände es schon gut, wenn Du eine andere Ausdrucksweise finden könntest. Arschloch möchte ich eigentlich nicht hören.“ (Mancher mag finden, ich würde nicht streng genug durchgreifen und Recht damit haben.)

Nächster Tag, selber Tisch.

Erstgeborener: „Wie findest Du Kackamann?“

Mutter: „Also ich muss sagen, fürs Erste klingt das schon irgendwie liebevoller. Vielleicht fällt Dir ja noch was anderes ein.“

Mal gucken, was da noch kommen mag. Aber irgendwie mag ich Kackamann.

 

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