Kürbiszeit

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Zwar gibt es sie mittlerweile fast das ganze Jahr, aber so richtig lecker schmecken die bunten Kürbisse doch erst im Herbst. Eins meiner Lieblingsgerichte, weil super-einfach und sehr lecker: Hokkaido aus dem Ofen.

Hokkaido in Scheiben schneiden, auf ein Blech legen, mit etwas Öl beträufeln und salzen. Bei 180 Grad etwa 20-30 Minuten und als Beilage, Vorspeise oder einfach so genießen! Eine besondere Note kann man dem Gericht geben, wenn man ein besonderes Würzsalz, wie z.B. Curry- oder Chili-Salz verwendet. Mmmmhhh lecker!

Noch eine Urlaubsgeschichte

Meine Urlaubsgeschichte ist schon einige Jahre her.

Ich war Anfang dreißig, das Ende meiner ersten Ehe war eineinhalb Jahr her, ich war mit einer Freundin auf Sardinien und bereit für neue Abenteuer. Nachdem wir uns die erste Woche in einem kleinen Ort im Süden der Insel gut erholt und knackig gebräunt hatten, verbrachten wir die zweite Hälfte des Urlaubs im Nordosten, wo wir die die letzten Tage unserer Ferien noch ausgelassen feiern wollten. Dazu fuhren wir abends ins nahegelegene Porto Rotondo, ein Ort voller Clubs und Touristen in Sommer- und Partylaune.
Ich wollte unbedingt in den angesagten „Country Club“, von dem ich vorher schon gehört hatte: Eine ganz in Weiss designte Open Air-Anlage mit Swimming Pool, mehreren Tanzflächen und vor allem bestimmt ganz coolen und reichen Leuten! Der Eintritt in diese Clubs war allerdings – genauso wir die Getränke – enorm teuer, man konnte jedoch die Hauptstraße des Ortes entlang flanieren und erhielt dort, vor allem als Frau, von Promotern oft Freikarten. Am ersten Abend ignorierten uns die Leute des Country Clubs leider komplett und wir verbrachten den Abend in einer anderen Disco. Am zweiten Abend hatte wir mehr Glück, wir bekamen die begehrten Karten und uns fehlte nur noch eine Mitfahrgelegenheit in den etwas außerhalb auf einem Hügel gelegenen Club.
Alles schien perfekt als meine Freundin einen jungen Italiener (mit Auto) kennenlernte, der mit ein paar Freunden – alle Anfang zwanzig – unterwegs war. Er war auch gleich davon angetan mit uns in den Country Club zu fahren, als plötzlich einer seiner Freunde auftauchte und aufgeregt erzählte, dass DJane Gianna (Name von der Redaktion vergessen und deshalb neu erfunden), eine in Italien scheinbar bekannte Person, hier wäre und gleich in irgendeinem Club auflegen und strippen würde!!! Ich geriet ein wenig in Panik, als ich die leuchtenden Augen der Jungs sah und tatsächlich ließen sie sich nicht mehr davon abbringen, diese DJane strippen zu sehen und überzeugten schließlich meine Freundin davon, mit Ihnen zu diesem aufregenden Event zu fahren. Da ich auch kein Spielverderber sein wollte, gab ich schließlich nach und meinen Traum vom Club in Weiß auf und wir fuhren zu einer nicht besonders großen und auch nicht besonders schönen Disco, die, wie zu befürchten war, vor allem mit jungen männlichen Gästen, alle etwa zehn Jahr jünger als wir, gefüllt war.
Nach etwa einer dreiviertel Stunde tauchte dann die aufgeregt erwartete Djane auf, blond, etwa Mitte dreißig, mit zwei Zöpfen auf jung gestylt. Ihr Talent als DJane würde ich bestenfalls als mittelmäßig bezeichnen, aber darum ging es ja hier auch nicht. Nach einer weiteren halben Stunde war es soweit, die Spannung stieg gewaltig an, die DJane zog ihr T-Shirt aus, und hervor kam ein Bikinioberteil, das einen mittelgroßen, vermutlich ganz gut geformten Busen bedeckte. Verhaltenes Kichern bei den Gästen und weiter ging’s mit der Musik. Wieder eine halbe Stunde später dann große Aufregung, Handys wurden gezückt, auf die Bühne gerichtet, der Atem angehalten, die DJane löste ihr Bikini-Oberteil – und was kam raus? Noch ein Bikini!!! So ging es dann die nächsten zwei Stunden weiter. Je kleiner die Bikini-Oberteile wurden, desto kleiner wurde auch der Busen der Lady und als es dann endlich tatsächlich zur nackten Wahrheit kam, hatten selbst die meisten der spätpubertären Jungs die Lust verloren und nur einige Handys klickten noch für ein Foto von der flachbrüstigen DJane.

So endete also dieser Abend, der so hoffnungsvoll begonnen hatte, und damit auch die letzte Chance, mir noch einen Millionär angeln.

Go east!

Eigentlich sollte mein Beitrag ja „Der Ruf des Südens heißen“, meine Affinität zum Urlaub am Meer in südlichen Gefilden deutlich machen und eine Absage an nördliche Badeurlaubsgebiete sein. Nachdem ich in den letzten Jahren zweimal an der Nordsee und davon eher enttäuscht war – einmal in Belgien vor allem von der Eintönigkeit und Qualität des Essens, und einmal in Deutschland am Wattenmeer besonders von Strand, Getier im Watt und Vergnügungsangebot (und ich habe hier wirklich nicht viel erwartet!).

Da aber leider auch dieses Jahr die Voraussetzungen für einen Urlaub im Süden nicht gut waren, habe ich aber beschlossen, Deutschland noch eine Chance zu geben und  an die Ostsee, genauer nach Zingst, zu fahren. Und siehe da, endlich wurde ich mal positiv überrascht! Das ist doch mal was – und besonders schön auch für den Urlaub mit Kind!!!Kilometerlange seicht abfallenden Strände mit feinstem Sand und recht klarem Wasser. Ein netter kleiner Ort mit überschaubarem, aber ausreichendem Angebot an Geschäften und Restaurants, die teilweise auch wirklich gut waren. Ein scheinbar nicht enden wollendes Angebot an Ferienwohnungen in schönen kleinen Häusern. Der Sonnenuntergang im Meer! Das war endlich mal wieder ein Urlaub mit Erholungsfaktor, so wie ich es mir vorstelle!

Natürlich kann der Thüringer Dialekt und die Berliner Schnauze (Sachsen hatte zum Glück noch keine Ferien 😉 ) nicht die südlichen melodischen Sprachen mit rollendem „R“ ersetzen! Und auch die Düfte von Oliven- und Orangenbäumen und mediterranen Kräutern haben gefehlt. Ansonsten kann ich die Ostsee aber wirklich als Urlaubsregion empfehlen, auch wenn’s nächstes Jahr sicher erst mal wieder in den Süden geht!

länger hell

Endlich ist es wieder länger hell! Ich liebe diese Tage!

Während ich sonst nach der Arbeit meist direkt nach Hause will und Einkäufe und andere notwendigen Dinge so schnell wie möglich zu erledigen versuche, werde ich in dieser Jahreszeit zum Streuner – vor allem wenn es noch so schön warm ist wie jetzt. Ich treibe mich stundenlang im Zentrum herum ohne Grund und ohne Ziel. Ich rufe sämtliche Freunde und Bekannte an, bis ich jemanden gefunden habe, der mit mir ins Café oder Essen geht und verschiebe alle Verpflichtungen, die sich nur drinnen erledigen lassen auf den Herbst! Hauptsache ich kann draußen sein und das Tageslicht und die Sonnenuntergänge genießen.

Wenn ich, wie jetzt, leider doch meist früher zuhause bin, weil meine Tochter ja ins Bett muss, dann wird der Balkon zum liebsten Aufenthaltsort. Es wird draußen gegessen, getrunken, gelesen, telefoniert und entspannt.

Also Ihr Lieben, packt Grill und Picknickkörbe aus, ruft Freunde und Verwandte zusammen, bevölkert Parks, Terrassen, Balkons und Biergärten und genießt diese schönen langen Tage!

Putzdienst auf Italienisch

Da kannst du aber mal froh sein, dass du nicht mit einem Italiener verheiratet bist!!!

Ich habe das immer ganz ähnlich gesehen wie du – für mich fällt Putzen auch in die Kategorie „Verlorene Lebenszeit“ und wenn ich irgendwann mal Geld übrig habe, ist das erste, das ich mir anschaffe, auf jeden Fall eine Putzfrau!!

Und dann habe ich einen Italiener geheiratet. Und was mir keiner vorher gesagt hat ist, dass die alle vom Putzwahn besessen sind! Wer sich unter „italienische Familie“ eine große gemütliche, lustig plaudernde und immer lecker essende Menschengruppe vorstellt, der täuscht sich aber ganz gewaltig!!! Gemütlich wird es bei denen nämlich erst, wenn alles blitzblank und klinisch sauber ist. Und nach dem Essen noch schön am Tisch sitzen geht nur, wenn die Geschirr- und Topfberge gewaschen, getrocknet, weggeräumt und Herd, Spüle und Boden poliert sind.

Und erzähl einem Italiener mal was von Putzen und verlorener Lebenszeit, da wirst du nur verständnisloses Kopfschütteln ernten.

Bei meiner Schwiegermutter wird tatsächlich JEDEN Tag einmal die KOMPLETTE Wohnung (inklusive Balkon) geputzt. Und zwar nicht nur oberflächlich – nein da kann man wirklich sprichwörtlich vom Boden essen, und zwar vom Boden unter dem Sofa!!!     Leider hat mein Mann diesen Sauberkeitswahn geerbt. Wenn die Küche nicht strahlend sauber und aufgeräumt ist, kann er nicht entspannen und fühlt sich unwohl! Das einzig Gute dabei ist, dass er das Putzen dann auch meist selbst übernimmt, weil ich in Spüle und Herd schrubben meist nicht den italienischen Ansprüchen genüge. Beim Rest der Wohnung konnte ich ihn mit viel Mühe auf einen Turnus von ein bis zweimal pro Woche runterhandeln.

Und so putze also auch ich jede Woche Regale, die eigentlich noch gar nicht schmutzig sind.

Allerdings bei mir zu Hause und nicht in der KiTa, von solchen Putzdiensten der Eltern habe ich hier in Köln auch noch nie gehört – zum Glück bleibt mir das also wenigstens erspart!!!

Lieber George, mit besten Wünschen!

Jetzt ist es also tatsächlich passiert:

George Clooney wird heiraten!!!!!!!!

Oh Mann einfach so! Plötzlich ist er verlobt, obwohl die Beziehung mit dieser Amal für mich noch gar nicht richtig real war! Ich habe zumindest nicht so viel davon mitgekriegt, keine Fotos, öffentliche Auftritte usw.

Und dann auf einmal Verlobung, ein Hochzeitstermin und sogar von Nachwuchs ist die Rede!!!

Tja, dann wird unsere lange und nicht immer völlig befriedigende Beziehung wohl demnächst zu Ende sein. Dein wunderbares süffisantes Lächeln, das mich immer so zum Schwärmen gebracht hat, schenkst Du jetzt wohl tatsächlich einer anderen. All die Tussis vorher waren für mich ja nie wirklich Konkurrenz. Da war mir immer gleich klar, dass es für Dich nichts Ernstes war. Auch wenn mir der tiefere Sinn dieser komischen Beziehungen mit diesen aus dem Nichts hervorgeholten Starlets immer verborgen blieb – unserer wahren und einmaligen Verbindung konnten die nichts anhaben.

Mein Mann konnte sich bei der Nachricht Deiner Verlobung ein triumphierendes Lächeln nicht verkneifen. Du hast ja von Anfang an eine Rolle in unsere Beziehung gespielt. Als ich meinen Mann 2008 das erste Mal in Italien besucht habe, hatte ich mich auch gleichzeitig für eine Rolle in einem Nespresso-Spot beworben, die man damals gewinnen konnte. Und hättest du mich damals angerufen, George, ich wäre sofort zu Dir nach Mailand gekommen! Aber Dein Anruf kam nicht und so bin ich dann eben bei ihm geblieben.

Na und jetzt kommt da diese Amal und Du vergisst einfach alles und machst auf einmal Ernst.                  Aber ganz ehrlich? Mit dieser Frau kann ich eigentlich leben. Sie sieht ja nicht nur wirklich gut aus, sondern scheint auch tatsächlich mal intelligent zu sein und sich für wirklich wichtige und gute Dinge zu engagieren. An ihr kann ich fast nichts Schlechtes finden, außer vielleicht, dass sie zu dürr ist.

Also, lieber George, meinen Segen hast du – dann werde halt glücklich mit Deiner Amal!

Und wenn es vielleicht doch mal nicht so läuft – du weißt: Ich werde immer für Dich da sein.

Abschied von der perfekten Erziehung

Habt ihr auch solche Probleme, Kontrolle über die Erziehung eurer Kinder abzugeben?
Also ich sehe mich eigentlich als sehr lockeren und entspannten Typ an und die meisten meiner Mitmenschen, empfinden mich, glaube ich, ebenso. So schnell kann mich nichts aus der Ruhe bringen.
Denkste! Wenn es um die Erziehung meiner Tochter geht, bin ich pedantisch, perfektionistisch und überhaupt nicht relaxed! Also meiner Tochter gegenüber schon, aber ansonsten nicht.
Nicht dass ich so sein möchte – im Gegenteil, ich war immer stolz auf meine Gelassenheit! Aber nun habe ich eben immer Angst, dass es schlimm für meine Kleine ist, wenn sie nicht in der Art und Weise erzogen und ernährt wird, wie ich sie für richtig halte.
Anfangs war mir das noch nicht so klar, aber nun, nachdem ich immer mehr Kontrolle abgeben muss, weil ich z.B. wieder arbeite und sie in der Zeit bei der Tagesmutter ist, schiebe ich immer öfter Panik, ob alles so läuft, wie es soll. Also ich bin sehr zufrieden mit meiner Tagesmutter und meine Tochter fühlt sich sichtlich wohl bei ihr, aber natürlich ist sie nicht ich und hat auch nicht dieselben Erziehungsmethoden. In der Zeit, in der ich es dann unter Kontrolle habe, will ich es ganz besonders perfekt machen, damit Ausnahmen, die ja eben unvermeidlich sind, wieder kompensiert werden.
Nicht dass jetzt jemand auf die Idee kommt, ich wolle meine Tochter zu der perfekten Überfliegerin heranziehen.
Nein! Ich will einfach, dass sie eine unbeschwerte Kindheit hat, um zu einem selbstbewussten, glücklichen und selbständigen Menschen werden zu können, der sich und andere respektiert und fest im Leben steht. Aber wie kriegt man das hin? Und wenn man dann denkt, dass man einen guten Weg gefunden hat, der eben in die richtige Richtung führen könnte, kann man nur schwer noch anderes akzeptieren. Ich befürchte immer, dass sie bei falscher Behandlung mal Minderwertigkeitskomplexe und Ängste bekommen könnte
Aber eine pedantische, unentspannte und besserwisserische Mama zu haben, die Mann und Mitmenschen mit ihren Vorgaben und ihrer Kritik nervt, kann ja auch nicht das Richtige sein.
Und vor allem ICH WILL SO EINE JA AUCH GAR NICHT SEIN!!!!
Also habe ich jetzt beschlossen mich von meiner Vorstellung der perfekten Erziehung zu verabschieden! Natürlich nicht ganz – ich kann ja auch nicht aus meiner Haut. Aber ich will doch versuchen, in anderen Einflüssen und Ansichten auch Positives zu sehen und zu lernen lockerer damit umzugehen.