Lockdownnebenwirkung

Ich bin gerade ziemlich müde von all den coronabedingten Einschränkungen des Lebens. Die Sieben-Tage-Inzidenz heute in Nürnberg über 200, der Präsenzunterricht meiner Kinder in weiter Ferne und draußen graues verregnetes Wetter. Und was macht das mit mir in letzter Zeit? Ich träume vom Meer. Immer wieder. Zum Glück ist mein Unterbewusstsein nicht ganz so vernunftorientiert wie der Rest von mir, sonst wüsste es, dass die Sache gerade kompliziert ist. Ich hoffe, ihr habt auch schöne Träume oder andere kleine Fluchten aus dem GrauinGrau. Durchhalten…

Ein schöner Zeitvertreib

Die Kulturschaffenden hat der erneute Lockdown besonders hart getroffen. Und dennoch oder gerade deswegen finden sie viele neue Wege, sich auszudrücken, denn das ist nun mal ein Grundbedürfnis eines/r Künstlers/in. So lohnt es sich, an einem der vielen freien vor uns liegenden Abenden mal durch die ein oder andere Seite der Theater zu surfen.

Als Nürnbergerin darf natürlich unser Staatstheater nicht fehlen. Unter https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/ gibt es sehr abwechslungsreiche, kurzweilige Beiträge. Von Interviews mit Goyo Monteros Ensemble über die Produktion „Peter und der Wolf“ (meet the artist https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/detail/meet-the-artist-oscar-alonso-in-ueber-den-wolf) über die Lesung „Kleiner Scherz“ von Anton Tschechow ( https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/detail/weihnachtslesung-ein-scherz ), das musikalische Hörspiel für Kinder „Jonas kleine Oma“(https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/detail/jonas-kleine-oma) oder das Einweihen in Bühnengeheimnisse („Wie man auf der Bühne kotzt“ (https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/detail/wenn-mal-wieder-alles-zum-kotzen-ist), es ist wirklich für jede/n etwas dabei.

Besonders gut gefallen hat mir auch Vera Mohrs Song „Fest der Liebe“:

https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/detail/songs-poetry-online-special-3-juni-ausgabe

Auch das https://www.residenztheater.de/ in München bietet tolle Formate. Vom „Tagebuch eines geschlossenen Theaters“, über „Resi liest“ https://www.residenztheater.de/resi-liest, in der die Bücher «DIE SOMMER» VON Ronya Othmann und «ANNETTE, EIN HELDINNENEPOS» von Anne Weber von Ensemblemitgliedern gelesen werden. Die Zoomangebote sind leider bereits ausverkauft, wenn ich das richtig gesehen habe.

Wem das alles nicht langt und wer sich nach echter Bühnenluft sehnt, der kann per Stream beispielsweise am 17.12.20 bei der Vorstellung „Einfach das Ende der Welt“ des Schauspiels Zürich dabei sein. https://www.schauspielhaus.ch/de/kalender/2378/einfach-das-ende-der-welt/19572 Denn die Schweizer dürfen (momentan) noch vor 50 Zuschauer*innen spielen.

Ich wünsche Euch viel Spaß bei ein bisschen Kultur in Coronazeiten!