Wenn die gute Laune flöten gehen will: Erobique

Heute habe ich mir die Zeit genommen, ein wenig in die Musik von Erobique hineinzuhören. Und da bin schnell auf die „Songs for joy“ gestossen. Der Titel ist Programm, ohne in irgendeiner Weise doof und banal zu sein, wie man mutmaßen könnte. Auch der Verdacht, es könne sich um Gospelmusik handeln, ist unbegründet. Die Musik von Erobique ist eindeutig 80er, gespickt mit funkigen und jazzigen Vibes, ein Muss für gute Laune beim Kochen, die nächste Party, den lauschigen Abend mit Freunden auf dem Balkon, oder whatever. Dass Carsten Meyer in etwa „unser“ Jahrgang ist, lässt sich nicht nur musikalisch erahnen, sondern auch wegen der Themen und Texte. Die meisten von euch kennen wahrscheinlich den Song „Urlaub in Italien“– ein Phänomen, dass dieser quasi mit einer einzigen Textzeile funktioniert und die Massen zum Tanzen und Mitsingen animiert. Da gibt es aber auch „Bert & Ernie„, das humorvoll die Gegensätze eines Paars auf die Schippe nimmt oder „Man muss uns nicht gekannt haben„, eine Hommage an die vielen verblichenen ewigen Lieben. Mir gefällt natürlich auch „Wenn ich könnte, würde ich singen„, ein Song, der feiert, was man liebt, entgegen aller Konventionen. Ich könnte jetzt weiter fortfahren.

Hört am besten in das Album Songs For Joy Auf Der Veddel rein:

Dass Carsten Meyer intelligente und gute Musik macht, hat er übrigens schon in zahlreichen, weltweiten Kollaborationen bewiesen. Er arbeitete sowohl als Komponist als auch als Musiker für Theater, Hörspiele und Fernsehserien. Falls ihr so begeistert seid, dass ihr ihn live erleben möchtet, hier findet ihr die Tourdaten:

https://tomprodukt.de/tourplan/#erobique

Dann mal viel Spaß beim Mitsingen & Tanzen!

Ein schöner Zeitvertreib

Die Kulturschaffenden hat der erneute Lockdown besonders hart getroffen. Und dennoch oder gerade deswegen finden sie viele neue Wege, sich auszudrücken, denn das ist nun mal ein Grundbedürfnis eines/r Künstlers/in. So lohnt es sich, an einem der vielen freien vor uns liegenden Abenden mal durch die ein oder andere Seite der Theater zu surfen.

Als Nürnbergerin darf natürlich unser Staatstheater nicht fehlen. Unter https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/ gibt es sehr abwechslungsreiche, kurzweilige Beiträge. Von Interviews mit Goyo Monteros Ensemble über die Produktion „Peter und der Wolf“ (meet the artist https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/detail/meet-the-artist-oscar-alonso-in-ueber-den-wolf) über die Lesung „Kleiner Scherz“ von Anton Tschechow ( https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/detail/weihnachtslesung-ein-scherz ), das musikalische Hörspiel für Kinder „Jonas kleine Oma“(https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/detail/jonas-kleine-oma) oder das Einweihen in Bühnengeheimnisse („Wie man auf der Bühne kotzt“ (https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/detail/wenn-mal-wieder-alles-zum-kotzen-ist), es ist wirklich für jede/n etwas dabei.

Besonders gut gefallen hat mir auch Vera Mohrs Song „Fest der Liebe“:

https://fundus.staatstheater-nuernberg.de/detail/songs-poetry-online-special-3-juni-ausgabe

Auch das https://www.residenztheater.de/ in München bietet tolle Formate. Vom „Tagebuch eines geschlossenen Theaters“, über „Resi liest“ https://www.residenztheater.de/resi-liest, in der die Bücher «DIE SOMMER» VON Ronya Othmann und «ANNETTE, EIN HELDINNENEPOS» von Anne Weber von Ensemblemitgliedern gelesen werden. Die Zoomangebote sind leider bereits ausverkauft, wenn ich das richtig gesehen habe.

Wem das alles nicht langt und wer sich nach echter Bühnenluft sehnt, der kann per Stream beispielsweise am 17.12.20 bei der Vorstellung „Einfach das Ende der Welt“ des Schauspiels Zürich dabei sein. https://www.schauspielhaus.ch/de/kalender/2378/einfach-das-ende-der-welt/19572 Denn die Schweizer dürfen (momentan) noch vor 50 Zuschauer*innen spielen.

Ich wünsche Euch viel Spaß bei ein bisschen Kultur in Coronazeiten!