On fire

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich über die Sauberkeit ihres Zuhauses definieren. Im Gegenteil, ich finde Putzen wahnsinnig erschöpfend, fängt man doch direkt wieder von vorne an, wenn man gerade fertig geworden ist. Ganz anders verhält sich das, wenn ich Besuch bekomme. Je seltener und freudiger, umso größer meine Motivation, alles schön zu machen. Am Wochenende kommt meine Freundin aus Berlin. Sie kommt so alle paar Jahre und ich bin on fire. Wahrscheinlich werde ich nicht alles schaffen, ich bin mit zu vielem im Verzug. Sieben Fenster – no way. Aber Blumen kaufen muss klappen, ihren Schlafplatz schön einrichten, das Bad soll glänzen. Ich kann mir vorstellen, was es für eine Dynamik haben muss, wenn sich Frauen in anderen Kulturen eine Woche lang auf ein Fest vorbereiten, gemeinsam kochen, backen, schmücken, dabei singen und lachen. Diesen Zauber fühle ich heute- ganz allein mit meinem Staubwedel.

Ein Gedanke zu „On fire

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