Anfang & Ende

Heute ist in Bayern der erste Schultag nach den Sommerferien. Spannung liegt bei den Kindern in der Luft. Wie die Lehrer*innen wohl sein werden? Neben wem sie sitzen werden? Aber auch Vorfreude, die Freunde wieder zu sehen. Und ich, ich freue mich auch. Auf den ein oder anderen Vormittag, an dem ich wieder ganz allein sein werde. Ein vielversprechender Neubeginn.

Gestern konnte ich das erste Mal meinen Morgenkaffee vor der Arbeit nicht mehr draußen auf dem Balkon trinken. Ich hätte natürlich können, aber ich wäre ich Dunkeln gesessen, anstatt wie in den vergangenen Monaten hingebungsvoll die Morgensonne zu genießen. Schade, dass diese Zeit vorbei ist. Jetzt heißt es wieder geduldig warten auf das nächste Frühjahr.

Anfang und Ende. Immer so nah beieinander.

Spätsommerfreuden

Langsam bin ich angekommen und erfreue mich der wärmenden Sonnenstrahlen dieses wunderschönen Spätsommers, der ja schon fast Herbst ist. Und dann kam am Wochenende die Lust auf einen noch warmen Pflaumenkuchen mit Sahne. Tja, den muss man dann ja doch selber backen. Treuer Begleiter das Kochbuch von meiner Mutter aus dem Jahre 1954. So sieht es auch aus.

Soul Food

MaroniIch gebe zu, dass ich dem nasskalten Herbst dieser Tage nicht allzu viel abgewinnen kann. Ein Rettungsanker in dieser trübsinnigen Zeit ist für mich, den Ofen anzuwerfen, gemeinsam mit der Familie oder Freunden am Küchentisch zu sitzen und was richtig Warmes, Leckeres zu essen. Dazu gehören auf jeden Fall Heiße Maroni, deren Genuss sich uns erst offenbarte, als wir sie das erste Mal selbst zubereiteten. Die Maroni müssen etwa eine Stunde in Wasser einweichen, bevor man sie kreuzweise mit einem scharfen Messer einritzt und etwa 6 Minuten in sprudelndem Salzwasser kochen lässt. Danach müssen sie noch etwa 25 Minuten bei 180°C auf einem Backblech in den vorgeheizten Ofen. Ab und an mit Wasser besprühen. Die Heißen Maroni herausnehmen und in einen mit einem feuchten Geschirrhandtuch ausgekleideten Topf geben. Es ist soweit, alle dürfen zulangen, die Schalen abpulen und die warmen, dampfenden Maroni genießen. Einfach was für alle Sinne. Dazu schmeckt ein lecker Rotwein und während man so vor sich hin pult, der Ofen eine wunderbare Wärme verbreitet und der Wein ganz sanft zu Kopf steigt, lässt es sich mit aller Zeit der Welt über all das reden, was jeder schon lange mal erzählen wollte.