Das Schönste im März

Heute möchte ich mit Euch teilen, was mir diesen Monat viel Freude bereitet hat. Da gibt es natürlich die ersten Knöspchen, viel Sonne und endlich hellere Tage. Aber das war bei weitem nicht alles…

Ganz vorne und ungeschlagen:

Sipandsing mit der unglaublich begabten und charismatischen Jazzsängerin Regina Heiss.

Die Idee: Singfreudige Menschen treffen sich an einem Sonntag nachmittag in einer Kneipe und studieren innerhalb von drei Stunden mehrstimmig einen Popsong ein, so dass dieser am Ende richtig gut klingt. Zwischendrin wird natürlich eifrig gesippt- also am Getränk genippt, was auch dringend nötig ist, um die Stimme zu ölen, wie ich feststellen musste. Ein großes Radler geht da weg wie nichts. An meinem Sipandsingsunday war Adeles „Rolling in the deep“ am Start. Reichlich zungenbrecherischen Text haben diese Strophen. Adele muss ziemlich sauer gewesen sein, als sie den Text geschrieben hat. Mir hat es jedenfalls riesig Spaß gemacht. Meine Sitznachbarin hat mir geholfen, an der vorhergesehenen Stelle wieder vom Bass in den zweiten Sopran zu finden. Alles ganz entspannt. Ein bisschen musikalisch sollte man schon sein, Notenlesen ist allerdings kein Muss. Wer also mal sippen und singen will, meldet sich am besten zum Newsletter an. Nur die Schnellsten bekommen einen Platz…

//www.reginaheiss.com/sipandsing

Popcorn spezial

Und manchmal kommt das Glück ganz unerwartet. Gestern war ich mit einer Freundin in the „The last Showgirl“ mit Pam Anderson und Jamie Lee Curtis- ein bisschen überbewertet, wie wir fanden. Vor der Vorstellung wollte ich mir noch ein Popcorn holen. Aber welches? Süß? Oder salzig? Oder doch süß? Salzig? Süß? – ich wusste einfach nicht mehr, welches ich lieber mochte. Als ich an die Reihe kam, sagte ich einfach nur „Ein kleines Popcorn“, in der Hoffnung, der Verkäufer würde mir die Entscheidung abnehmen, indem er mir einfach die gängigste Sorte gäbe. Er aber fragte:“Süß? Oder salzig?“ Oh, nein. Und dann geschah das kleine Wunder: „Oder gemischt?“ Wie haben wir dieses Popcorn gefeiert und bei jedem Bissen nachgeschmeckt, welches es jetzt wohl war. Wenn sich Probleme nur immer so leicht lösen ließen…

3. Chili-Eier „SUN HOUSE“

Auch neue Entdeckungen kulinarischer Art machen mich immer wieder glücklich. Seit ich während der Fastenzeit einmal vegan gelebt habe, esse ich nur noch selten Eier. Aber heute morgen habe ich spontan dieses Rezept aus einem neuen Asien Kochbuch getestet, das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Und ich sage Euch, einfach, aber superlecker:

2EL Butter in einer Pfanne erhitzen, 1 gehackte kleine rote Zwiebel, 1 frische fein gehackte Chilischote ( oder die entsprechende Menge getrocknete) und 2 zerdrückte Knoblauchzehen 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Etwa 250g halbierte, kleine Tomaten samt 1/2 TL Salz zugeben und etwa 5 Minuten mitgaren, bis sie zerfallen und etwas eindicken. Mit einem Spatel drei bis vier kleine Mulden in der Tomatenmasse formen. Die Eier vorsichtig in die Vertiefungen aufschlagen und stocken lassen. Wenn das Eiweiß fast fest ist, 40g Cheddar über die Tomaten geben und schmelzen lassen. Am Ende soll das Eiweiß fest sein, das Eigelb aber noch flüssig. So verteilt es sich auf dem Teller mit den Tomaten. Lecker. Nach Gusto mit frischem Koriander bestreuen.

P.S. Ich habe das Rezept erst mal mit einem Ei getestet. Letztendlich muss man sehen, wieviele Mulden sich in den Tomaten formen lassen und muss die Menge entsprechend anpassen.

Und Achtung: Bei Chili immer erst mal mit etwas weniger anfangen als im Rezept angegeben!!!

Bime hat das Rezept gleich ausprobiert und mir ihre Bildern geschickt. Danke!!!:

Mal sehen, was der Monat noch so mit sich bringt. Auf jeden Fall reichlich Frühlingsgefühle…Was macht Euch gerade glücklich?

Danke, Sonne!

Bei allen Schwierigkeiten, in denen wir gerade stecken, möchte ich anmerken, welch große Mühe sich das Wetter gerade gibt, uns bei Laune zu halten und Kraft zu spenden. Heute war wieder einer der zahlreichen Morgen in den letzten beiden Wochen, an dem mich kräftige Sonnenstrahlen direkt nach dem Aufwachen überaus freundlich begrüßt haben. Bei klirrender Kälte habe ich draußen ihre Kraft gespürt und tiefe Dankbarkeit empfunden. Welch Segen, man mag sich nicht vorstellen, welche Auswirkungen es hätte, wenn jetzt noch graue Nebelschwaden und Regen die zu Hause Isolierten umgeben würde. Die Sonne schenkt Hoffnung. Danke!

Sturmfrei

Wenn man eine Familie hat, sind die Stunden und Tage, in denen man mal alleine ist, ja eher selten. Und ich würde manchmal so vieles anders machen wollen. Umso mehr habe ich mich seit Wochen darauf gefreut, dass meine Männer gen Norden ziehen und ich ein paar Tage für mich habe. Herrlich!

Schritt 1 meines persönlichen Wohlfühlprogramms: die Wohnung aufräumen und schön machen, um dann die ganze Zeit nichts mehr zu tun.

Schritt 2: Diese besondere Zeit mit Freundin und Kaffee in der Sonne einläuten.

Schritt 3: einmal mit Muße Lebensmittel einkaufen gehen, die nur mir ganz alleine schmecken und sonst niemanden in der Familie.

Ich habe natürlich schon einige Unternehmungen fest eingeplant, ansonsten gilt es, mal wieder hinzuspüren, was ich für Bedürfnisse habe, wenn ich mich nach niemanden richten muss. Ausschlafen oder doch lieber laufen gehen? In den Wald oder ins Kino? Faulenzen oder etwas schreiben? Die Exklusivität der Situation erzeugt bei mir einen gewissen Druck, die Zeit optimal zu nutzen, was natürlich total schwachsinnig ist, aber das habe ich halbwegs im Griff. Und ich gebe zu, es fühlt sich manchmal auch etwas komisch an, allein unterwegs zu sein. Aber es ist toll, sich mal einfach nur um sich selbst zu drehen. Mir ist natürlich klar, dass ich diese Zeit nur so genieße, weil sie nicht mein Alltag ist und ich weiß, dass sie schnell wieder vorbei sein wird. Und das ist auch gut so.

Aber bis dahin genieße ich meine Freiheit in vollen Zügen. Sturmfrei ist eben in jeder Lebensphase toll.