Das Schönste an Weihnachten ist für mich, wenn alles vorbei ist. Also, das Vorher. Das noch alles erledigen wollen, vorbereiten, Karten schreiben, Geschenke besorgen. Und dann kommt das Schönste: einfach frei. Ruhe. Keine Termine. Mit Freunden und Familie zusammen sein. Eine gute Zeit. Darauf freue ich mich. Und die wünsche ich Euch auch!
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We wish you…
Die turbulente Vorweihnachtszeit geht zu Ende, die Geschäfte schließen endlich und es kommt die Gelegenheit, einmal durchzuatmen und die Feiertage und die Zeit mit seinen Liebsten zu genießen.
Genießt das Zusammensein mit euren Familien, regt Euch nicht auf über die immer gleichen nervigen Fragen oder kritischen Anmerkungen eurer Angehörigen, sondern geht einfach schmunzelnd darüber hinweg und seht es als Zeichen „Ja es ist wieder Weihnachten“!
Lasst Euch die Stimmung nicht von einem versalzenem Weihnachtsessen oder von langweiligen Geschenken verderben, sondern freut euch an dem, was gelungen ist, an dem Geschenk, mit dem ihr die größte Freude oder beste Überraschung machen konntet.
Lebt Eure Feiertage, als würde alles genauso geschehen, wie ihr es Euch gewünscht habt!
Wir wünschen Euch frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!
Eure ellasoul und Eure couca
Wieder nix geschafft.
Jedes Jahr, wenn es im November schon am Nachmittag beginnt dunkel zu werden und dann die ersten paar richtig kalten Tage kommen, in denen es nach Winter riecht und die Wiesen morgens von Rauhreif glitzern, erfasst mich die Vorfreude auf Weihnachten. Ich dieser Stimmung beginne ich immer viele wunderbare Dinge für eine idyllische Adventszeit und ein schönes Weihnachtsfest zu planen. In meinem Kopf finden sich tausend Ideen, schönen Weihnachtsschmuck zu basteln, leckere Rezepte für Plätzchen, Adventstorten und -menüs werden herausgesucht und Pläne für Einladungen von Freunden zum gemütlichen Zusammensein und Leckereien genießen werden geschmiedet!
Und nun ist heute der 22. Dezember und ich habe mal wieder so gut wie nichts von alledem verwirklicht! Die Zeit verging, wie immer in diesen Wochen, rasend schnell und ich habe keine Tischdeko und Christbaumanhänger aus Zapfen und keine Fenstersterne aus Seidenpapier gebastelt, aus dem Adventskaffee mit Freunden wurde nichts, weil der Großteil nicht konnte, und dieses Jahr habe ich es noch nicht mal geschafft Plätzchen zu backen, obwohl das für meine kleine Tochter ein besonderes Erlebnis in der Vorweihnachtszeit werden sollte!
Na gut, aber nächstes Jahr, da wird (wie immer) alles besser und ich werde alle meine tollen Weihnachtsideen wahr werden lassen – und solange war ich zumindest bei der Vorstellung all der schönen Dinge in wunderbarer Weihnachtsstimmung!
Weihnachten mit Bolle
Ja, a
uch ich kann mich ihr nicht entziehen, der Weihnachtszeit. Jahr für Jahr versuche ich, das Beste draus zu machen. ich bemühe mich, eine gute Mutter zu sein und den Kindern eine schöne Zeit zu bereiten. Da gehört es natürlich auch dazu, Weihnachtsgeschichten vorzulesen. Aber ehrlich gesagt landen die meisten Sammelbände wie „Weihnachten in Nordsibirien“, „Märchenzarte Weihnachten“, „Die besten Weihnachtsgeschichten allerberühmtester Autoren“, „Weihnachten mit Manni & Tanni“ und wie sie nicht alle heißen, nur kurz angelesen auf dem Dachboden. Der Funke springt einfach nicht so recht über. Ganz anders bei „Weihnachten mit Bolle“ von Mirjam Müntefering. Die Geschichte einer Freundschaft zwischen dem an einem Parkplatz ausgesetzten Hund Bolle und Hannes, der außer seinem alten Fahrrad und den Sachen, die er am Leibe trägt, nicht viel hat, zieht Leser und Zuhörer sofort in ihren Bann. Es geht (mal wieder) um die wahren Werte des Lebens, um Freundschaft und vor allem um den Sinn von Weihnachten. Und das ist doch schon mal fantastisch, wenn ich das nicht selbst erklären muss. Ein Buch für große vorweihnachtliche Gefühle- nicht nur für Hundefreunde!
„Weihnachten mit Bolle“ von Mirjam Müntefering
ISBN-978-3-431-3868-2
Auf der Insel der Glückseligen
Momentan scheint es mir reichlich banal, angesichts der äußerst brisanten Weltlage, aus meinem persönlichen deutschen Wohlstandsnähkästchen zu plaudern. Schließlich hat die Welt gerade ganz andere Sorgen- Kriege, Flüchtlingsströme, der Terror des Islamischen Staates und Ebola halten die Welt in Atem. Zumindest die Welt der betroffenen oder unmittelbar benachbarten Staaten.
„Ebola ist in Europa angekommen“- ließen die große Tageszeitungen vor einiger Zeit verlauten. Ja, ist denn Ebola in Europa schlimmer als in Afrika? Weil sie in Afrika ja sowieso an Unterernährung oder Aids sterben? Eine Seuche mehr- was geht es uns an. Aber jetzt bei uns, das macht dann doch etwas nervös. Ich gebe zu, ich schaue manchmal einfach einige Tage keine Nachrichten mehr- manchmal, wenn ich die Bilder nicht mehr sehen will, die so bar jeder Hoffnung sind. Da gehen Menschen für ihre politischen Überzeugungen, für ihre Hoffnung auf Veränderung im arabischen Frühling in den Tod. Aber nichts scheint sich so einfach zum Guten zu wenden. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen bezahlen ihr Engagement mit dem Leben. Und wer sind die freiwilligen Helfer, die sich ohne Angst um ihr eigenes Leben für andere einsetzen? Würde ich das tun? Me, myself and I? Und dann quatscht Herr Gabriel in den Nachrichten vom schwächeren Wirtschaftswachstum in Deutschland wegen der schlechten Weltkonjunktur und ich möchte schreien, dass die Politik so tut, als könnten wir immer so weiter machen mit unserem Wirtschaftsmodell.
Wir schauen so lange weg, bis wir nicht mehr können. Und ich sehe es jetzt, das Festzelt auf dem Sportplatz einer Schule. Flüchtlinge sind dort untergebracht, ebenso in einem ehemaligen Möbelhaus. Gemeinden müssen binnen weniger Tage leerstehende Gewerberäume und Schulen zu Flüchtlingscamps umfunktionieren- getragen meist von freiwilligen Helfern. Ich merke, dass ich da genauer hinschauen und helfen möchte. Und dass dieses Weihnachten, dessen Vermarktung sich wieder in allen Geschäften breit gemacht hat und zum massenhaften Konsum aufruft, anders sein muss als die Weihnachten davor. Wir brauchen nichts. Und wir haben viel zu geben.
