Weisheiten, über die ich im September gestolpert bin

Ich kann mit Podcasts üblicherweise wenig anfangen. Inzwischen ahne ich auch warum. Ich schätze, ich unterhalte mich lieber selbst mit Menschen, die mich interessieren und die mir am Herzen liegen als dem Gespräch irgendwelcher Unbekannten zuzuhören. Ausnahmen bestätigen hierbei die Regel. Die Gästeliste von Hotel Matze sollte mich allerdings schon vom Hocker hauen, sei es, weil ein Bela dabei ist, Harald Welzer oder Angela Merkel. Bei der Folge mit der Philosophin Barbara Bleisch bin ich leider eingeschlafen, was mit Sicherheit an der Uhrzeit lag und daran, dass ich als Beifahrerin sanft auf der Autobahn geschaukelt wurde. Was ich allerdings noch mitnehmen konnte, war folgende Botschaft: 

„ES MUSS NICHT IMMER ALLES GUT SEIN.“ 

Vielmehr ist es normal und vollkommen okay, dass es in Teilbereichen des Lebens nicht gut läuft. Wie entlastend, nicht immer nach dem perfekten Rundumglück streben zu müssen. Im Ernst- diese simple These hat mir gefallen.

„NIMM DIR JEDEN TAG 30 MINUTEN ZEIT, UM ZU MEDITIEREN. WENN DU KEINE ZEIT HAST, NIMM DIR EINE STUNDE.“ 

Wo ich über diesen Satz gestolpert bin, ist mir leider gerade entfallen. Aber diese buddhistische Weisheit, die in diversen Varianten kursiert, erinnert uns mit einem kleinen Lächeln daran, worum es beim Innehalten geht. Nämlich Innezuhalten, egal wie stürmisch die Zeiten sind.

Und dann lese ich seit drei Jahren in dem Buch „Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen“, das mir bei meinem ersten Yoga Retreat empfohlen wurde. (Kein Scherz, es heißt wirklich so). Der bekannte Meditationslehrer Jack Kornfield hat die Erfahrungen von Lehrenden und Lernenden verschiedenster Religionen mit ihrer Spiritualität zusammengetragen und somit steckt sehr viel Weisheit in diesem Buch. Da ich es nur in die Hand nehme, wenn ich bedürftig nach wegweisenden Worten bin, beginne ich immer wieder an einer anderen Stelle, so dass ich nach drei Jahren noch immer nicht auf der letzten Seite angekommen bin, was mich sehr glücklich macht. Jedenfalls hat mich folgender Dialog inspiriert:

Eine Nonne lebt mir elf weiteren in einer Ordensgemeinschaft. Sie mag alle bis auf zwei. Als sie sich bei einer befreundeten Nonne über die Beiden beschwert, fragt diese nach, was sie denn so aufrege.

Die Nonne sagt: „Die eine ist langsam und die andere denkt zu viel an sich.“

Die andere antwortet: „Nun, du solltest etwas langsamer werden und dich mehr um dich selbst kümmern.“

Diese Worte begleiten mich gerade, wenn ich mit Menschen zu tun habe, die mir ein gewisses Unwohlsein bereiten. Was kann und soll ich von Ihnen lernen? Wie kann ich vielleicht anders mit ihnen umgehen, als ich es in der Vergangenheit getan habe, ganz frei nach dem Motto „Jeder ist des anderen Buddha“. Jeder kann vom anderen lernen auf dem Weg zur Erleuchtung- naja, ganz so weit muss es ja nicht gehen.

So und zu guter Letzte möchte ich Euch, konsequenterweise als Nicht-Podcasthörerin, noch diesen einen ans Herz legen. Als Physiotherapeutin begleitet Theresa Wiebe viele Frauen mit einer Krebserkrankung. Diese Begegnungen haben sie inspiriert, den Podcast „Wendepunkt Leben“ zu starten, in dem Betroffene über ihren Weg mit der Erkrankung erzählen. Ich kenne Theresa von früher und mag ihre einfühlsame und positive Art, die viele Herzen öffnet. 

Seid von Herzen gegrüßt,

Eure Ella

Was ich aus diesem Sommer mitnehme

Jetzt ist er bald vorbei, dieser Sommer. Ich blicke in Dankbarkeit zurück und sehe dem Herbst gelassen entgegen. Eine der schönsten Inspirationen dieses Sommers habe ich einer Freundin zu verdanken, die wir im Urlaub besucht haben. Obwohl von Hunden und wuselnden Kleinkindern umgeben, empfing sie mich anstatt in der sonst üblichen schlichten Alltags- und Funktionskleidung jeden Morgen in einem neuen, wunderschönen Kleid oder Overall. Ich bestaunte die auffälligen, farbenfrohen Prints, ihre femininen Körperformen und freute mich schon darauf, in welchem Outfit sie mich am nächsten Tag empfangen würde. Meine Freundin sah wunderschön aus. Sie hatte beim Packen beschlossen, all die schönen Kleider, die zuhause in ihrem Schrank vergeblich auf den großen Auftritt warteten, weil sie zu unpraktisch und zu empfindlich waren oder der Anlass fehlte, im Urlaub zu tragen. Eine großartige Idee.

Sich einfach für sich selbst schön zu machen, die eigene Weiblichkeit zu zelebrieren und auch beim Kochen eine Königin zu sein, das macht definitiv glücklich.

Was ich noch aus diesem Sommer mitnehme, ist die Erkenntnis, dass man sich sündhaft teure Regenjacken sparen kann, egal wie innovativ sie sind und mit wieviel Membranen sie ausgestattet sind. Wenn es schüttet und man stundenlang mit dem Fahrrad durch den Regen fährt, wird man eben klatschnass. Möchte man das vermeiden, sollte man einfach drinnen bleiben. Kostet weniger und ist weitaus effektiver. Aber erkläre das mal entschlossenen Outdooraktivisten…

Und dann lernte ich noch Folgendes: Viele Menschen in der Mitte des Lebens beschäftigt die Frage, ob sie bei einem Besuch auf unbekanntem Terrain einen Parkplatz finden werden. Für mich sehr ungewöhnlich, da ich zum einen mehrere Jahre in einem Viertel gelebt habe, in dem ich tagtäglich fünfzehn Minuten um den Block fahren musste, um einen Parkplatz zu finden und ich in dieser Zeit gewisse Einparkkünste und einen untrüglichen Instinkt für Lücken entwickeln durfte. Zum anderen gurke ich beruflich so viel in der Gegend herum, dass ich ständig auf unbekanntem Terrain parken muss. Ich war also zunächst erstaunt, als ich gefragt wurde, wie sich das bei uns mit Parken verhalte. Beim ersten Mal, beim zweiten nicht mehr so sehr, beim Dritten gelang mir der Perspektivwechsel. Klar, gibt ja auch ganz andere Leben. Mit immer denselben Parkplätzen, vielleicht sogar mit Nummernschild drauf. Ich sollte mich einfach nicht so viel wundern.

Genießt die letzten schönen Tage.

Vom Wunder des Lebens oder sind (Hobby)gärtner*innen die glücklicheren Menschen?

Gestern Nachmittag saß ich auf dem Balkon, um das Kilo Kirschen zu entsteinen, welches unser guter Landwirt Heribert aus Uffenheim der Solawi(https://meedchenwargestern.com/2022/04/08/1-jahr-solawi-ein-resumee/ als Obstanteil zugedacht hatte. So wie ich früher unsere Kinder Kirschen oder Blaubeeren nur unbekleidet essen ließ, wählte ich einen schwarzen Bikini, um mich vor kaum mehr zu entfernenden Spritzern zu schützen und die Nachbarschaft mit meiner Blöße nicht gänzlich zu erschrecken. Das Fruchtfleisch der Kirschen war im Umfang kaum merklich größer als der darin befindliche Kern, so dass ich Zweifel hatte, ob unsere altertümliche, äußerst schlichte Apparatur ihn würde lösen können. Doch es gelang, wenn auch etwa jede dritte Kirsche aufgrund ihrer schlanken Maße mitsamt dem Kern ins darunter liegende Auffangbecken entschwand. Ich rettete jene aus diesem, pulte nochmals händisch die gelösten, doch noch anhaftenden Kerne meiner bearbeiteten Kirschen ab und entfernte nebenbei den ein oder anderen Wurm, den ich als Vegetarierin nicht mitzuessen gedachte. Während ich mich in diese Aufgaben vertiefte, begann ich darüber zu sinnieren, welch geringe Wertschätzung so ein Glas gekaufter Sauerkirschen erfuhr und wie leicht sich eventuelle Reste entsorgen ließen, wenn man weder den Prozess des Wachstums von der Blüte bis hin zur Reife der Frucht verfolgt noch sich den Mühen der Verarbeitung hingegeben hatte. Und wie sehr man sich im Umkehrschluss – in meinem Fall einem Kuchen -verbunden fühlen konnte, wenn man dem Wunder seiner Entstehung beiwohnen durfte.

Anfang Mai entdeckte ich ein Päckchen Samen für eine Blumenmischung auf dem Fenstersims unseres Balkons, seit Jahren den Gezeiten ausgeliefert, doch immerhin vor Regen geschützt, und beschloss, den Versuch zu wagen, sie in einem Blumenkasten in die Erde zu stecken und anzugießen, anstatt wie sonst ein paar Balkonblumen kaufen zu gehen. Was für ein Wunder, als bald darauf wider Erwarten die ersten grünen Triebe aus der Erde lugten. Nun, sechs Wochen später, ist das Grün üppig gediehen, es zeigt das Bedürfnis, sich an etwas emporzuranken, worauf ich partout nicht vorbereitet war. Es ist ein wenig wie bei dem kleinen süßen Mischlingswelpen, der sich eines Tages während seines Heranwachsens als vollkommene Mogelpackung entpuppt – zu lange Beine, zu kurzer Rumpf, zu platte Schnauze und auch noch andersfarbig als seine Erzeuger. Naja, Blüten sind noch nicht im Geringsten zu erahnen, aber interessant sieht mein kleiner Dschungel aus. Sie werden sich wohl erst zeigen, wenn der Sommer fast vorbei ist. Das Wunder des Lebens verlangt eben Geduld und Offenheit, sich auf das einzulassen, was da kommt, denn so ganz planbar ist es nicht. Unsere Kirschen sind schließlich auch nur so klein, weil es in der entscheidenden Phase zu wenig geregnet hat, sagt Heribert. Und der muss es wissen.

Was für ein reicher Mensch muss demnach ein Gärtner sein, dem das Wunder des Lebens wieder und wieder begegnet? Er lebt im Rhythmus mit der Natur, sät, wenn gesät werden muss, setzt um, wenn umgesetzt werden muss und erntet, wenn die Zeit und natürlich das Obst reif sind. Er flucht eventuell, wenn alles verarbeitet werden muss, oder die Schnecken einen Großteil der Ernte vernichtet haben und doch widerfährt ihm ein Glück, von dem er vielleicht gar nichts ahnt, so alltäglich ist es geworden. Denn diese Arbeit gibt dem Leben nicht nur Struktur, sondern sogar Sinn! Er wird gebraucht und jeden Tag wartet eine neue Aufgabe. Wie erfüllend. Oder etwa nicht? Es wäre ein Trugschluss, wenn wir nun all begännen, einen Garten zu beackern, um unser Glück zu finden. Die einen bekämen Rücken, die anderen Verzweiflung, weil einfach nichts wüchse. Zu letzteren gehörte wohl ich. Nein, das ist es wohl noch nicht ganz.

Schon während ich versuchte, meine Balkonpflanzen mit ein paar Strichen für Euch festzuhalten, entwuchsen sie mir Stück für Stück. Die Triebe schoben sich fast unmerklich weiter, die Blätter drehten sich und die Sonne beleuchtete auf einmal alles in einem ganz neuen Winkel. Vielleicht liegt darin der Weg zum Glück, ab und zu mal nichts anderes zu tun, als dazusitzen, sich auf etwas einzulassen und wahrzunehmen.

Kirschen im Supermarkt finde ich seit gestern auf jeden Fall etwas fake – die haben überhaupt keine Würmer.

Danke, Sonne!

Bei allen Schwierigkeiten, in denen wir gerade stecken, möchte ich anmerken, welch große Mühe sich das Wetter gerade gibt, uns bei Laune zu halten und Kraft zu spenden. Heute war wieder einer der zahlreichen Morgen in den letzten beiden Wochen, an dem mich kräftige Sonnenstrahlen direkt nach dem Aufwachen überaus freundlich begrüßt haben. Bei klirrender Kälte habe ich draußen ihre Kraft gespürt und tiefe Dankbarkeit empfunden. Welch Segen, man mag sich nicht vorstellen, welche Auswirkungen es hätte, wenn jetzt noch graue Nebelschwaden und Regen die zu Hause Isolierten umgeben würde. Die Sonne schenkt Hoffnung. Danke!

Mehr als 40 – Der Abschied vom Konjunktiv

Mehr als 40_Christine

Wenn man über den Scheitelpunkt ist, hat man, so scheint es zumindest, einen ganz guten (Über) Blick. Der nimmt den Druck aus den Must-Haves und soll-sein und Persönlichkeitsoptimierungen dieser Welt und wirft uns sanft auf das Selbst zurück. Das Leben gewinnt an Tiefe. Die zweite Lebenshälfte erscheint mir durch Verantwortung geprägt sein, für Kinder, Familien und deren Hinterlassenschaften. Die bezaubernd ignorante Leichtigkeit des puren Ich-Sein, die in den 30ern mitunter große Kontraste in gleißendem Licht erzeugte, hat sich verflüchtigt und weicht einem schwererem und weicherem Licht. Es beginnen die Lebenszeiten großer Tragweiten. Ich verstehe warum man erst mit 40 Bundespräsident werden darf.

Ein Paradox das mich erstaunt: wie einsam es beizeiten wird, wenn es im Leben nicht mehr nur um das ich geht.

Es wird schwerfälliger. Die Dynamik leidet unter der Last vom alltäglichen scheinbar-ganz-viel-müssen. Ständig knabbert alles an den Tagen, Wochen und Monaten des Lebens. Für große Würfe und Sprünge fehlt es an Zeit und Energie und Mitspielern. Alle sind eingespannt. Und angespannt. Keine Luft.

Und da lebe ich nun wo früher die Zukunft war. Von weit weg war’s glänzender. Ich habe mich von so manchem Traum verabschiedet und bin in einer Welt angekommen, die mich mit 16 hätte verzweifeln lassen: kontrolliert und träge und von kleinen Glücken durch den Alltag getragen wird Zukunft mitunter zu einer Melange des Abwehren von Unglücken und Hoffen auf Stabilität mit dem eigenartigen Ziel: Ausgewogenheit.

Liebe Ella, wie es geht, fragst Du. Ich sage immer: von allem etwas. Stetige Variationen müssten die Nuancen der Befindlichkeiten und Ursächlichkeiten beschreiben, um zu einer Fassung dessen zu kommen, in der Stürme und Strömungen die Stunden in ganz unterschiedliche Farben tauchen. Von außen sieht man zumeist nur eine: Braun. Wie Malwasser. Oder Windeln.

Weil: sind wir mal ehrlich: alles ist auch immer alles. Das große Glück, Kinder bei sich zu haben, treibt uns dennoch jeden Tag in den Wahnsinn (lebendig ist ein freundliches Wort). Die Freude und der Komfort über ein Heim vermögen im Gefühl des eingesperrt-sein zu ersticken. Gut gemeinte Sicherheiten und Planungen wecken Bedürfnisse, die weit über den unsinnigen Wunsch eines schweren Motorrades hinausgehen – wohlwissend, dass all dies Probleme des Wohlstands sind. Alles erzeugt eben und auch sein Gegenteil. Das tiefe Begreifen, dass es kein Zurück gibt, dass was ist, ist. Dass wenn man das eine tut, das andere eben nicht mehr geht, dass es Dinge gibt, die schief gehen und eben nicht mehr gut werden. Dieses Begreifen bedeutet für mich: Lebenshälfte: Der Abschied vom Konjunktiv.

Was stetig an meiner Seite bleibt ist eine Unruhe, die bei nachlässiger Unaufmerksamkeit leicht in Unzufriedenheit abrutscht aber nach nichts weiter fragt als: wie will ich weiterhin leben, und sich nicht zufriedengibt mit einem nackten weiter so.

Stufen

von Hermann Hesse

 

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

 

( Christine, 41)

 

Zarte Blüten

„Willst Du mich denn gar nicht schön machen? Kein kleines bisschen?“, fragt mich resigniert mein Balkon. Ich sehe ihn an und erinnere mich, dass ich dies immer im Frühjahr getan hatte und dass es mir gefallen hatte. Aber der Winter war so lange und ich habe fast vergessen, was mir Freude macht. „Doch, ich will!“, weiß ich auf einmal, schwinge mich auf mein Fahrrad und kaufe Blumen.

Fahrradkorb mit Blumen

Ich wünsche Euch schöne warme, wohlige Frühlingstage!

Eure Ella

Geliebtes Gezwitscher

Eines der großartigsten Geschenke meines Lebens habe ich der Stillzeit meines kleinen Sohnes zu verdanken. Wenn ich in jenem Frühling morgens um 4 Uhr mein Kind anlegte, war ich zwar völlig durch, lauschte aber gleichzeitig voller Erstaunen dem anschwellenden Konzert der Vögel, das ich in all den Jahren zuvor einfach verschlafen hatte. Wann sonst hatte ich in diesem Bewusstsein die frühen Morgenstunden erlebt – zuletzt vielleicht als wild feiernder Teenager, der sich im Morgengrauen auf den Heimweg machte und sich mental in einem ähnlich verorgelten Zustand befand. Wenn ich heute am frühen Morgen durch das weit geöffnete Fenster von den eifrigen Sängern geweckt werde, ärgere ich mich zwar ein ganz klein wenig, dass die Nacht vorüber ist, empfinde gleichzeitig aber ein großes Glück, dass sie die ersten Boten des neuen Tages sind.