Tauschbörse!

Am Mittwoch ist es wieder soweit. Wer sich gerne mal wieder von guten, aber doch nicht mehr benötigten Schätzchen wie Klamotten, Spielen, Büchern oder anderem trennen möchte und dafür vielleicht das ein oder andere neue Schätzchen entdecken möchte, hat dazu nächste Woche Gelegenheit. In Neunkirchen am Sand, Nahe der Ausfahrt A9/Lauf Nord gibt es zum zweiten Mal das Frauenzimmer unter dem Motto „Tausch Dich glücklich“. Kinder sind herzlich willkommen und haben diesmal sogar ein eigenes kleines Spielzimmer. Ich freue mich schon darauf und finde es klasse, dass Anke so eine unermüdliche Organisatorin ist. Danke dafür!

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Sprengelschule,Waldorf, Jena-Plan oder Montessori? Welches ist die richtige Schule für mein Kind?

Das sind doch die, die ihren Namen tanzen, ist die sicherlich meist gehörte Assoziation zu Waldorfschülern. Oft geht ein leicht spöttisches Lächeln mit dieser recht einfachen Beschreibung der Eurythmie einher, die eines und vermutlich das Bekannteste von vielen Unterrichtsfächern an Rudolf-Steiner-Schulen ist. Es kursieren wahrscheinlich zu wenigen Dingen so viele Halbwahrheiten wie zu alternativen Schulformen. Doch werden diese gerade immer attraktiver, sind doch zahlreiche Eltern mit unserem Schulsystem sehr unzufrieden und suchen andere Wege. Auch in Nürnberg gibt es eine Jena-Plan, eine Rudolf-Steiner und eine Montessori-Schule. Ich kenne inzwischen einige Eltern und Schüler(innen), vor allem an den Grundschulen und habe selbst ein Kind an der Montessori-Schule, so dass ich mir ein Bild machen konnte und hier einmal grundlegende Unterschiede aufzeigen möchte, um so vielleicht ein bisschen Klarheit zu schaffen, ob eine diesen Schulformen für ein Kind interessant sein könnte.

Die Rudolf-Steiner- oder Waldorf Schule ist eine Gesamtschule, an der man alle gängigen Schulabschlüsse machen kann und für mich die Schulform mit dem größten „Nest“- Charakter. Der/die Klassenlehrer(in) begleitet die Kinder nach Möglichkeit die ersten 8 Schuljahre, der Klassenverband ist fest, da auch kein Kind sitzen bleiben kann. Die Kinder lernen gemeinsam im Epochenunterricht in einem Zyklus von etwa drei Wochen täglich zwei Stunden eines der Fächer Deutsch, Geschichte, Mathematik oder Naturwissenschaft. Nach diesem Zeitraum kommt ein anderes Fach an die Reihe. Dies soll ermöglichen, sich in ein Thema vertiefen zu können. Der Tag und das Jahr sind stark rhythmisiert und viele wiederkehrende Rituale geben Struktur und Sicherheit. Neben dem normalen Fachunterricht lernen die Kinder von der 1.Klasse an zwei Fremdsprachen( meist Englisch und Französisch), aber in einer sehr spielerischen und musikalischen Form. Zudem haben künstlerische und handwerkliche Arbeiten eine große Bedeutung und Jungen wie Mädchen kochen, sägen und nähen gleichermaßen. Es gibt keine Zensuren und das Lernen ist den unterschiedlichen Entwicklungsstufen in Kindheit und Jugend angepasst. Ziel der Erziehung ist die innere menschliche Freiheit.

Die Jena-Plan-Schule ist dagegen für mich die freieste dieser drei Schulformen. Sie ist eine Ganztagsschule. Im Fokus dabei sind auch die Eltern, denn sie müssen sich sogar einem Bewerbungsgespräch unterziehen. Denn: Die Schule möchte eine Familienschule sein, wo Schule und Elternhaus ineinander greifen, das Klassenzimmer eine „Schulwohnstube“ ist, ein Ort mit guter Atmosphäre, an dem auch mal die Eltern mitarbeiten und Mitverantwortung übernehmen. Die Klassen sind von der 1. bis zur 4.Klasse altersgemischt, die Kinder sollen gegenseitig voneinander lernen und sich unterstützen. Ein wichtiges Element im Schulalltag ist das Gespräch im Kreis, wo Probleme in der Gruppe angesprochen werden sollen, ein Austausch stattfindet und demokratische Entscheidungen getroffen werden. Im Kursunterricht werden ähnlich wie an der Regelschule Grundkenntnisse vermittelt, die dann als Grundlage für den fächerübergreifenden und altersgemischten Kernunterricht dienen. Dort führt der Lehrer in ein Thema ein und begleitet dann den selbständigen Arbeitsprozess der Kinder. Oft werden in diesem Rahmen auch außerschulische Projekte durchgeführt, an denen die Kinder dann oft eine ganze Woche arbeiten, um sie schließlich zu präsentieren. Zu diesem Anlass gehören auch regelmäßig stattfindende Fest, die wechselweise Kinder und Lehrer organisieren. Das Vorstellen toller Projekte spornt die Kinder an, auch ganz ohne Noten. Statt dessen gibt es Arbeits- und Leistungsberichte und die Kinder üben Selbstkontrolle und beurteilen sich gegenseitig. Eine Schule für kleine „Macher“ und Freigeister.

Die Montessori-Schule hat einen Leitsatz, der heißt „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Das bedeutet, dass die Kinder dort abgeholt werden, wo sie gerade stehen. Durch die sogenannte vorbereitete Umgebung stehen dem Kind genau die Materialien zur Verfügung, die ihm helfen, das zu lernen, für das es sich gerade interessiert. Der/die Lehrer(in) präsentiert ihm das Material, mit dem es dann alleine oder mit anderen Kindern in der Freiarbeit arbeiten kann. Materialien bieten oft haptisches oder visuelles Erleben und auch eine Lösung zur Selbstkontrolle. Die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes erfordert viel Dokumentation und Aufmerksamkeit von Seiten des/der Lehrers/in, ermöglicht es aber auch, Kinder unterschiedlichster Begabungen zu fördern -eine „Schule für ALLE“. Der Austausch zwischen Eltern und Lehrern ist dabei sehr wichtig, um Probleme des Kindes in einzelnen Bereichen frühzeitig zu erkennen und Lösungswege zu finden. Eigentlich ist die Montessori-Pädagogik nicht für einen Schulwechsel nach der 4.Klasse ausgelegt, denn dieser torpediert das Konzept des eigenen Tempos und Zeitfensters der Kinder. Diesem ist auch die Altersmischung von der 1.- bis zur 4.Klasse geschuldet, die nach Maria Montessori eigentlich von der 1. bis zur 3.Klasse und von der 4. bis zur 6.Klasse gehen sollte. Die Altersmischung ermöglicht es den Kindern, je nach eigenem Stand bei den Großen zuzugucken oder mit den jüngeren Kindern noch mal etwas zu wiederholen. Wichtig ist in der Montessori-Pädagogik auch die kosmische Erziehung, die in wiederkehrenden Erzählungen die großen Zusammenhänge der Welt erklärt und somit dem Kind helfen soll, seinen Platz im „Großen Ganzen“ zu finden, aber sich auch seiner Verantwortung als deren Teil bewusst zu werden. Ein anderer wichtiger Baustein ist die Elternarbeit. Sie ist auf eine bestimmte Stundenzahl festgelegt und kann in vielen verschiedenen Arbeitsgruppen und Bereichen geleistet werden, so dass jeder seine eigenen Talente und Neigungen einbringen kann. An Montessori-Schulen gibt es ebenfalls keine Noten, dafür Gespräche und Dokumentationen zum individuellen Entwicklungs- und Lernprozess.

Ich denke, dass sich manche Kinder an einer Waldorf – Schule wohler fühlen dürften, als an einer Montessori- oder Jena-Plan und umgekehrt. Was aber wohl allen Schulen, staatlichen, städtischen wie privaten gemein ist, ist, dass der Spaß an der Schule und die Freude am Lernen ganz viel mit dem Lehrer oder der Lehrerin zu tun haben und da finden sich Gute wie weniger Gute an jeder Schule. Das nimmt vielleicht ein wenig Last von den Schultern der Eltern, die gerne alles richtig machen wollen.

Hurrah!

Experimente_Buch.jpgHeute möchte ich Euch ein ganz besonderes Buch ans Herz legen, das ein ganz besonderer Mensch fotografiert hat und bei dem ich ein wenig mitgebastelt und gezeichnet habe: das Experimente-Buch, das im klein & groß Verlag erschienen ist. Mit viel Liebe zum Detail hat Jens Wegener zwölf Experimente mit Hilfe kleiner Figuren wie dem Regenwurm, dem Schutzmann oder dem Streichholz durchgeführt und fotografisch so festgehalten, dass man gleich Lust bekommt, selber loszulegen. Mit dem coolen Layout ist es wirklich ein rundum schönes Buch geworden, wie ich finde.

https://www.kleinundgross-verlag.de/mach-und-sachbuch/8/das-experimente-buch

Außerdem sind in dem neu gegründeten Nürnberger Verlag noch andere tolle Kinderbücher wie „Das Vier-Farben-Land“ oder „Tom holt den Mars zurück“ erschienen. Guckt euch mal um.

Mensch und keine Maschine

„Ich bin ein Mensch und keine Maschine“ von Tim Bendzko ist einer von zahlreichen aktuellen Songs, die von der Sehnsucht erzählen, auszubrechen aus dem Funktionieren müssen und Leistung bringen und dem Wunsch, als Mensch wahrgenommen zu werden. Auch der stets um aktuelle Themen bemühte Tatort hat sich kürzlich in der Folge “Schock“ mit dem Leistungsdruck unter Student(inn)en auseinander gesetzt, die sich nur mit Hilfe von Medikamenten am Laufen halten und am gesellschaftlichen Anspruch unserer heutigen Welt und am gleichzeitigen Fehlen von irgendeiner Sinnhaftigkeit ihres Tuns zu Scheitern drohen. Schüler(innen) flüchten sich mit Hilfe psychosomatischer Erkrankungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit in eine Auszeit von Lernen müssen und Bewertet werden. Viele von uns spüren, dass die wichtigen Dinge im Leben durch unsere Arbeitswelt viel zu kurz kommen und der Alltag auf ein Abklopfen von Aufgaben und Erledigungen reduziert ist. Früher habe ich mich, wenn ich viel arbeiten musste, damit getröstet, dass chinesische Wanderarbeiter(innen) ihre Kinder genau einmal im Jahr zum Neujahrstag sehen, während diese die übrige Zeit im besten Fall bei ihren Großeltern leben. Ich dachte, ich hätte kein Recht, die Umstände zu bemängeln, sind andere Eltern doch oft in einer weitaus misslicheren Lage. Gleichzeitig regen sich doch immer wieder Zweifel an diesem System, das Kinder in unseren Alltag reinpresst und viel zu wenig Zeit zum gemeinsamen Nichtstun lässt. Dieser Alltag verändert Kinder und lässt sich nicht mit unserer Kindheit der Freiräume und des Sich selbst überlassen Bleibens vergleichen. Unsere Kinder leben in einer ganz anderen Welt. Manche scheinen die Herausforderungen unserer Zeit gut zu meistern. Sie konnten die viel zitierte Resilienz entwickeln, die psychische Widerstandskraft des Menschen. Kinder aber, die wenige dieser Fähigkeiten wie Selbstwertgefühl, Bewältigungsstrategien, Gefühlsbewusstsein oder Eigenaktivität entwickelt haben, sind damit schnell überfordert und man wünschte ihnen manchmal ein Dasein auf einem anderen, entschleunigten Kosmos. Erziehung ist immer Herausforderung und ein ständiges Hinterfragen von Richtig oder Falsch. Denn natürlich wollen wir alle starke Kinder ins Leben schicken, die Schwierigkeiten gut meistern können und mit Zuversicht durchs Leben gehen. Auch durch das Heutige. Aber das gelingt nicht immer. Es bleibt ein Drahtseilakt, die richtige Balance zwischen Arbeiten und Elternsein zu finden. Und das Monster der Anforderungen unserer Wettbewerbsgesellschaft vor der Haustür zu lassen. Ich wünsche mir, dass die Stimmen wahrgenommen werden und es irgendwann wieder andere Lieder geben wird. Und ein Elfjähriger sich nicht in „ Ich bin ein Mensch und keine Maschine“ wiederfindet.

Wer mehr über die Resilienz erfahren möchte, findet hier eine ganz gute Zusammenfassung: http://www.kindergartenpaedagogik.de/1123.html

Französisch mal anders.

Schüler(innen) der 6.Klassen am Gymnasium lernen ja bereits die zweite Fremdsprache und insofern sie sich nicht für Latein entschieden haben, bekommen sie es meist mit Französisch zu tun. Da das reine Vokabel lernen nicht immer höchste Freude bereitet, habe ich etwas auf Youtube gestöbert und meinem Kind französischen Hip Hop präsentiert- und der ist teilweise echt richtig gut. Zum Glück sind die Sprachkenntnisse ja noch nicht so gut, dass sie die klassischen Gangsta Texte verstehen und auch so manches Video ist definitiv nicht für die Altersgruppe geeignet. Aber zum Anhören sind die Songs definitiv richtig cool und verpassen der Sprache ein cooles Image, also beste Voraussetzung, sich ein bisschen reinzuhängen. Anbei der Lieblingssong meines Kindes und ein paar andere Songs, die wir mögen.

  • Stromae – Formidable
  • Sexion d`Assaut – Avant quèlle parte / Désolè
  • Maitre Gims-  Est-que tu m`aimes?

We like!

Sibylla und der Tulpenraub (von Juli liest)

Zum 300. Todestag von Maria Sibylla Merian ist ein wunderschönes Bilderbuch erschienen, das Kindern das aufregende Leben der Künstlerin zeigt. Rezension von @juliliest

mehr über Bilderbuch des Monats: Sibylla und der Tulpenraub — Juli liest

Wen die Werke der Künstlerin Maria Sibylla Merian interessieren, hat die Möglichkeit, die Ausstellung in der Stadtbibliothek Zentrum, Gewerbemuseumsplatz 4, 90403 Nürnberg zu besuchen. Der Eintritt ist frei und sie ist bis 29.April zu sehen. Öffnungszeiten sind Mo-Fr 11-19h, Sa 11-16h, kostenlose Führungen jeweils Mittwoch um 17Uhr am 18.01., 15.02., 15.03. und 12.04.2017.

Buchtipps im neuen Jahr

Ich möchte das neue Jahr mit drei Buchvorstellungen beginnen – für (fast) jede Altersgruppe eines.

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Los geht`s mit „Wunder“ von Raquel J.Palacio, ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und wunderbar geeignet für das Alter von 10-12, also genau der Altersgruppe, um die es in diesem Buch geht, nämlich die der 5.Klasse der Middle School in den USA. Dorthin kommt August, ein Junge, bei dem mehrere Gendefekte so ungünstig zusammen getroffen sind, dass sein Gesicht vollkommen entstellt ist. Der beste Tag im Jahr ist für August Halloween, weil er sich da, wie alle anderen, unter einer Maske verstecken und einfach in der Masse untergehen kann, ohne angestarrt zu werden. Während der Grundschulzeit wurde er von seiner Mutter zu Hause unterrichtet, um ihn vor all den Blicken und der Abwehr seiner Mitmenschen zu schützen, aber das ist jetzt vorbei. Wer jetzt ein rührseliges Melodram erwartet, irrt, denn trotz aller Schrecken und Herausforderungen, denen sich August stellen muss, ist er ein Junge, der einen großartigen Humor beweist und mit dem man viel Spaß haben kann. Das merkt auch bald Will, der ihm anfangs nur im Auftrag des Schuldirektors zur Seite steht. Auch wenn August`s Schicksal wenig mit dem eines „normalen“ Kindes gemein hat, geht es letztendlich um all die Themen, mit denen die Kinder in diesem Lebensabschnitt konfrontiert werden: Freundschaft, Anerkennung, Ausgrenzung und Loyalität. Die kurzen Kapitel sind genau so geschrieben, wie Kinder dieses Alters eben ticken und der Bezug zum amerikanischen Schulsystem ist für die Kids, die ja alle Englisch in der Schule lernen, auch ganz cool. Wir erleben August`s Geschichte nicht nur aus seiner Sicht, sondern auch aus der seiner Freunde und der seiner großen Schwester Via. Wie geht es ihr damit, einen Bruder zu haben, der immer, wenn auch ungewollt, im Mittelpunkt steht? Wie ist es, mit einem Außenseiter befreundet zu sein und deswegen vielleicht auch gedisst zu werden? Kann ich das aushalten? Uns hat dieses Buch großen Spaß gemacht und ich kann es euch wirklich nur schwer ans Herz legen. Mal was anderes als Fantasy, Krimi oder Pferderoman und mitten aus dem Leben.

„Wunder“ von Raquel J.Palacio, dtv Reihe Hanser,  ISBN 978-3-423-62589-0

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Der zweite Buchtipp ist für frische Leseanfänger: „Haltet den Die!“ von Horst Klein ist simpel und genial. Durch Entfernen einzelner Buchstaben in der Reihenfolge des ABCs bekommen Worte und Sätze einen ganz neuen Sinn und das macht ziemlich viel Spaß, wenn beispielsweise aus der Jolle `ne Olle wird oder aus der Kranken eine Krake. Wunderbar einfach und treffend illustriert zum nochmal und nochmal lesen der stolzen Leseanfänger und nochmal und nochmal kichern…..

„Haltet den Die!“ von Horst Klein, Klett Kinderbuch, ISBN 978-3-95470-132-2

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Ian McEwans „Abbitte“ beginnt zunächst sehr beschaulich. Das Leben der Familie Tallis im Jahr 1935 auf ihrem englischen Landgut wird in aller Ausführlichkeit beschrieben. Die Mutter, Emily, die unter Migräne leidet und nur bedingt gesellschaftsfähig ist, lebt mit ihrer dreizehnjährigen Tochter und den Hausangestellten auf dem Land, während ihr Mann in London im Ministerium arbeitet. Zu Besuch sind außerdem in diesem Sommer die Zwillingssöhne und die 15-jährige Tochter Lola von Emilys Schwester, die sich gerade von ihrem Mann getrennt hat, sowie Ms. Tallis` große Tochter Cecilia, die eben ihr Studium beendet hat und noch nicht entschieden hat, wie es weitergehen soll. Die Wende nimmt der Roman schließlich an jenem heißen Sommertag, als der erwachsene Sohn Leon und dessen Freund Paul Marshall, sowie der von der Familie protegierte Sohn der Zugehfrau Robbie Turner zum Essen geladen sind. Zwischen ihm und Cecilia bahnt sich eine Liebschaft an, die der jüngeren Schwester Briony nicht entgeht. Als Lola an jenem Abend im Park vergewaltigt wird, behauptet Briony, Robbie Turner erkannt zu haben. Cecilia ist die einzige, die an seine Unschuld glaubt, und bricht mit ihrer Familie, als Robbie zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird. Sie verspricht ihm, auf ihn zu warten und macht eine Ausbildung zur Krankenschwester. Dann folgt ein radikaler Szenenwechsel mitten in den zweiten Weltkrieg, wo Robbie versucht, mit der britischen Armee in Dünkirchen zu evakuieren. Er wurde aus dem Gefängnis entlassen, weil er sich als Soldat verpflichtet hatte. Inmitten aller Kriegsgräuel und selbst schwer verwundet, hilft ihm nur der Glaube an ein Wiedersehen mit Cecilia dabei, durchzuhalten und weiterzumachen. Im dritten Teil des Romans treffen wir Briony wieder, die inzwischen ihren schweren Fehler begriffen hat und versucht, als Schwesternschülerin Sühne zu leisten, indem sie Schwerverwundete verpflegt. Sie möchte ihren Fehler wieder gut machen und versucht, Kontakt zu Cecilia aufzunehmen. Der Roman überrascht noch mit einigen Wendungen und Szenenwechseln, aber mehr möchte ich hier nicht verraten. Ein fesselnder Roman!

„Abbitte“ von Ian McEwan, Diogenes Verlag, ISBN 978-3-257-23380-3

Viel Spaß beim Lesen!

Ihr lieben treuen Leser(innen) dieses Blogs,

happynewyearich möchte die guten Wünsche für Euch und die Willkommensgrüße für das neue Jahr mit ein paar Gedanken dazu verbinden, warum es diesen Blog immer noch gibt und was er mir bedeutet. Nach der Standardabfrage meines großen Kindes „Und was bringt das?“, läge ein ganz klares – Nichts. Niente. Nada – sehr nahe. Die Wahrscheinlichkeit, als außergewöhnliches Talent (für was auch immer) entdeckt zu werden, liegt bei der Anzahl von etwa 200000 deutschen Blogs vermutlich klar in den negativen Zahlen. Wir machen bewusst keine Werbung für Produkte, an deren Verkauf wir dann verdienen könnten, wir machen nicht in Mode, nicht ausschließlich in Kochen oder in Bücher, alles Blogs, die sich per se großer Beliebtheit erfreuen( Die Posts zum Thema Essen sind stets die meistgelikten). Wir sind ein buntgemischtes Potpourri von allem, was uns so bewegt und beschäftigt. Dass dieses breit gestreut ist, liegt schon allein daran, dass wir Kinder von eins bis elf haben, Couca Mädels, ich Jungs, und so mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Und das ist nur ein Aspekt unserer sehr unterschiedlichen Leben. So findet sich wohl manche(r) Leser(in) eher in ihren Texten wieder, andere in meinen. Aber es handelt sich keineswegs um eine Massenleserbewegung, dies sich ja durchaus jede(r) Blogger(in) wünscht. Ich lasse jetzt mal den Aspekt weg, dass wir für mehr Leser einfach nicht gut genug sein könnten, sondern schiebe es darauf, dass wir selber ganz schlecht darin sind, andere Blogs zu lesen, zu „followen“ und zu „liken“, eine Art, den eigenen Blog bekannt zu machen. Aber das kostet Zeit und ich möchte die Posts auch wirklich lesen, wenn ich jemandem folge und das wird mir schnell zu viel, zumal dann oft sogar (mehrmals) täglich Posts in meinem  E-Mailfach landen . – Also, liebe Bloggerkolleg(inn)en, es handelt sich nicht um Desinteresse oder Arroganz, sondern ganz schlicht um Überforderung, wenn ich euch nicht (mehr) folge! – Ich denke, es liegt aber durchaus auch an unserer Leserschaft. Viele von Euch sind ziemlich „old school“( und das meine ich völlig wertfrei) und nutzen ebenso wenig wie ich facebook, twitter oder andere social media, so dass das mit dem Verbreiten nicht so ein Selbstläufer ist. Umso mehr freue ich mich jedes Mal, wenn mich jemand persönlich anspricht, dass sie/er sich in einem Artikel wiedergefunden hat oder er ihr/ihm einfach gut gefallen hat. Manchmal bekomme ich auch eine SMS oder Mail und dieses Feedback motiviert mich immer wieder zum Weitermachen. Das ist natürlich nur ein Teil der Wahrheit. Der andere Teil ist, dass es mir nach wie vor Riesenspaß macht und ich meine Gedanken einfach gerne mit euch teile. So hoffe ich, dass ihr uns auch im neuen Jahr treu begleitet und vielleicht dem einen oder der anderen davon erzählt, dass es uns gibt. Wir freuen uns immer über Kommentare, Feedback und Anregungen, denn dann macht es erst richtig Spaß, wenn es Reaktionen auf das gibt, was wir so in die Welt streuen. Jetzt mal eine schöne Sause heute Abend und bis nächste Woche!

Alles Liebe, Ella & Couca

Und heute noch das Krippenspiel…

weihnachtsbaumDie Adventszeit war, wie vermutlich bei den meisten von euch, so auch bei uns mal wieder wenig besinnlich. Gut, ich habe es immerhin geschafft, einmal mit den Kindern Plätzchen zum Ausstechen zu backen und wir waren auf dem Romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis in Regensburg, der sein Eintrittsgeld wert ist, findet man sonst wohl kaum so dicht an dicht traditionelles Handwerk zum Anfassen und Kaufen. Ansonsten war ich froh, dass es zum Bildungsauftrag unserer Grundschule gehört, zu singen und zu musizieren. So trällert wenigstens das kleine Kind weihnachtliche Lieder, die es zu Hause nicht hört. Naja, vielleicht klappt es ja an Weihnachten mit der „Hausmusik“. Auf dem Weg zum Adventskonzerts des großen Kindes passte mich doch tatsächlich die Polizei ab, nachdem ich mit dem Fahrrad bei fast schon Grün ( aber doch noch Rot) schon mal über die Ampel gefahren war. Mist, 100,-€ und ein Punkt in Flensburg. Ich versuchte, es als großzügige Spende für die Stadt Nürnberg zu sehen, aber irgendwie hakte es etwas mit dem in Stimmung kommen. Der Glühwein versöhnte mich dann ein wenig mit meinem Unglück und es wurde noch ein vergnüglicher Abend. Das Lebkuchentasting mit Freunden am 3.Advent war eindeutig eines der Highlights dieser hektischen Wochen.( Es siegten übrigens die Elisenlebkuchen von Göllmann vor Düll. Wir haben aber auch nur sechs Sorten getestet, was für ein mehr als dezentes Völlegefühl aber auch völlig ausreichte.) Seit diesem Tag haben wir ein Friedenslicht, das der Sohn unserer Freunde vom Ökumenischen Gottesdienst in der Nürnberger Lorenzkirche mitgebracht hatte. Die Idee, ein Licht aus Bethlehem zu uns zu bringen, entstand schon in den Achtziger Jahren. Seit dem verteilt sich in der Adventszeit immer wieder eine Lichtspur durch große Teile Europas als weihnachtliches Symbol für den Frieden. Eine schöne Idee und durch den liebevollen Austausch zahlreicher Kerzen zwischen diversen Nachbarn brennt es tatsächlich noch immer. In diesem Jahr, wo sich das Klima in Gesellschaft und Politik so verschlechtert hat, machen solche Zeichen noch mal einen ganz anderen Sinn. Ich bin froh, dass, obwohl ich selbst nicht gläubig bin, zumindest Vertreter der Kirche in den letzten Monaten immer wieder an Humanität, Weltoffenheit und christliche Werte erinnert haben. In Zeiten von Attentaten unmittelbar in unserer Nähe fühlen sich Wünsche nach Frieden auf einmal nicht mehr so abstrakt und weit entfernt an, wie sie sich einmal angefühlt haben und ich wünsche mir sehr, dass unsere Gesellschaft stabil genug ist, rechtem Gedankengut, Hetze, Gewalt und Populismus Paroli zu bieten.

Zurück vom Großen ins Kleine. Es ist fast geschafft. Der letzte Arbeitstag, der letzte Einkauf, die letzte Überweisung, das Krippenspiel und dieser kleine Weihnachtsgruß an Euch. Ich wünsche Euch, dass ihr trotz aller To Do – Listen, Zeit für Freunde und Familie findet und sie auch genießen könnt. Und dass ihr auch mit euren Sorgen und Ängsten und eurer Traurigkeit nicht alleine bleibt. Alles Liebe, Ella.

Was Kinder sich wünschen

Bei den Kleinen ist das ja immer ziemlich einfach. Legopackung 375, ein Buch, ein Hörspiel, Pfeil und Bogen. Bei meinem großen Sohn ist das aber inzwischen eine echte Herausforderung. Er wünscht sich nämlich seit etwa 2 Jahren – nichts. Schön, mag man meinen, ein bescheidenes Kind, aber so einfach ist die Sache nicht. Also ich habe auch ein kleines Detail verschwiegen. Über ein Iphone 5 oder gar 6 würde er sich sehr freuen, aber das möchten wir wiederum nicht schenken. So bleibt das Prinzip Hoffnung. Manchmal gelingt ein Treffer bei der freien Interpretation seiner heimlichen Sehnsüchte, aber mit meinem Sandwichmaker zum Geburtstag lag ich beispielsweise völlig daneben. Sein Gesicht war lang und als er Tage später den Schock verdaut hatte, kam ein „Mensch, Mama, man schenkt einem doch nichts zum Kochen zum Geburtstag!“. Gut, verstanden. An Klamotten traue ich mich auch nicht mehr ran, da – obwohl er keineswegs ein „Labelkind“ ist – nur etwa ein aus hundert Teilen Gnade vor seinen Augen findet, was mitunter daran liegt, dass die Modeindustrie zu denken scheint, Elfjährige würden urplötzlich keine bunten Tiermotive mehr mögen, sondern nur noch große Schriftzüge auf Schwarz oder Grau. So langweilig. Auch Bücher stapeln sich inzwischen zu einem Dutzend ungelesen, da seinen Freunden als Geschenk zum Kindergeburtstag kein Wunsch außer dem nach einem neuen Handy einzufallen scheint und sie aus Mangel an finanziellen Mitteln dann auf diesen Klassiker zurückgreifen. Da das Kind aber momentan eher weniger liest, macht es kaum Sinn, den Stapel auf ein weiteres Dutzend anzuhäufen. Ein Hörspiel scheint auch keine Alternative zu sein. Das verstanden wir, nachdem das Kind über Tage hinweg auf keinen Fall mit uns zusammen die nagelneue, total spannende Hörbuchfassung der „Unendlichen Geschichte“ hören wollte, die wir ihm geschenkt hatten, weil es lieber chillen wollte. Es ist nicht so einfach, sein Kind einfach mal in Ruhe zu lassen. Was vermutlich überhaupt das größte Geschenk wäre. Einfach mal nichts müssen müssen. Keinen Schulranzen packen, keine Hausaufgaben machen, nicht im Haushalt helfen. Einfach nur daliegen, gucken und sein. Hey, ehrlich , wir wären da sofort dabei, wenn wir nicht auch immer so viel müssen müssten. Aber wir können ja daran arbeiten. Gestern waren wir zusammen in der Stadt und ich habe herausgefunden, dass ihm Lego eigentlich immer noch gefallen würde, er aber einfach inzwischen weiß, dass das Preis -Leistungs -Verhältnis für einmal aufbauen und dann nicht mehr damit spielen völlig unpassend ist, das nennt man wohl Erwachsen werden. Jetzt können wir überlegen, ob wir uns über diese vernünftige Erkenntnis freuen oder sie torpedieren, in dem wir doch so etwas kaufen. Mal sehen, wie die Sache mit dem Handy eines Tages ausgehen wird und ob es dann einen Wunsch geben wird, den wir auch gerne erfüllen. Und bis dahin üben wir uns im trial and error und im InRuhelassen.

Vom Verderben des schlechten Geschmacks

elisenlebkuchenWer seinen ersten wahrhaftigen Elisenlebkuchen isst, dem widerfährt ähnliches wie beim Genuss des ersten richtig guten Kaffees: Man möchte nichts anderes mehr. Als Kind ahnte ich nichts von derlei Genüssen, kauften wir Lebkuchen nur im 8er Pack zu geschätzt 1,59DM im Discounter. Soviel wie ein einzelner Elisenlebkuchen in Euro kostet. Dieser stolze Preis macht schon klar, dass er sich nicht zum sinnlosen Verschlingen eignet, sondern zum Genuss mit allen Sinnen. Und ehrlich gesagt, ist er so reichhaltig, dass meist schon ein Halber glücklich macht. Einer meiner liebsten Lebkuchenbäcker ist die Lebküchnerei Woitinek, deren Waren auch über Nürnberg hinaus im Online-Shop erhältlich sind. Wer sich aber ein eigenes Urteil bilden möchte, sollte sich mal zum Lebkuchen Tasting treffen und das „famous gingerbread“ der achtzehn Mitgliedsbetriebe testen, die die geschützten original Nürnberger Lebkuchen herstellen dürfen. Ein guter Anlass, im Advent zusammen zu kommen, wie ich finde.

Mehr rund um den Lebkuchen unter:  https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/nh_97_lebkuchen.html

Weitsicht

Wenn ich herausbekommen möchte, wie alt mein Gegenüber ist, muss ich es nur in ein Gespräch über Musik oder alte TV-Serien verwickeln und schon lässt sich der Jahrgang ziemlich exakt bestimmen. Reagiert es auf „ Gute Nacht, John-Boy“, die Miami Vice Theme oder Knight Rider hat es mit Sicherheit die 40 geknackt. Aber auch ohne Worte lassen sich meine Altersgenoss(inn)en mittels Beobachtungsgabe sehr einfach entlarven. Da ist nämlich diese Sache mit der Sehschwäche, die so ziemlich jeden spätestens mit 45 erwischt und die alle mühsam zu kaschieren suchen, fühlen wir uns doch noch so gar nicht dieser Altersgruppe zugehörig. Da werden Handydisplays am ausgestreckten Arm gehalten und verschämt Lesebrillen gezückt, um einen Text entziffern zu können und ebenso schnell wieder wegversteckt. Mitunter nimmt das Ablehnen altersgerechter Hilfsmittel bisweilen absurde Züge an, wie zuletzt geschehen, als beide Kassiererinnen an einer H&M Kasse meinen Umtausch kaum abwickeln konnten, weil sie ihre Lesebrillen zu Hause vergessen hatten. Mensch, Mädels, ihr seid doch nicht allein. Wir sind alle eine große Familie von Weitsichtigen. Und Sehhilfe muss ja nicht unsexy sein. An meinem Mann entdecke ich gerade eine ganz neue Seite, wenn er abends neben mir im Bett seine Lesebrille zückt. Hot.

Geschenktipp: The British Orchestra of Ukulele

Eher zufällig bin ich letzten Monat über das British Orchestra of Ukulele gestolpert und habe ein Konzert besucht. Und was erst einmal etwas unspektakulär klingt, stellte sich als ziemlich genial heraus- da sitzt eine Reihe von begnadeten Musikern auf der Bühne, jeder für sich mit hervorragender Stimme, ganz individuellem Humor und Style gesegnet und zieht eine Riesenshow mit ihren kleinen Instrumenten ab. Das Spektrum reicht von Händel bis Nirvana und macht Lust, sich öfter Zeit zum Musikerleben zu nehmen. Damit gastiert das Orchester seit über 30 Jahren auf der ganzen Welt. Im Februar kehrt es nach einem Gastspiel in den USA und Großbritannien zum Glück wieder nach Deutschland zurück. Wer also sich oder seinen Lieben ein cooles Geschenk machen möchte, sollte sich mal die Tourdaten ansehen.

http://www.ukuleleorchestra.com/index.php/upcoming-events/?loc=0/

Und hier noch eine Kostprobe:

A wie Apfelstrudel und Aggressionen

apfelstrudel2

Als mein Sohn mich letztens fragte, wie er seine Aggressionen am Besten abreagieren könne, ohne etwas ungewollt zu zerstören und mich fast zeitgleich eine Nachbarin fragte, ob ich Äpfel haben wolle, kam mir eine Idee, wie sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen ließen: Apfelstrudel. Den Teig muss man nämlich mit voller Wucht auf ein Brett schlagen, damit er richtig schön elastisch wird. Gedacht, getan. Mehlwolken stoben durch die Küche, während sich mein Sohn ungehemmt austoben konnte und es in vollen Zügen genoss. Endlich Mal ein Anwendungsgebiet, um Aggressionen als gutartiges Werkzeug zu nutzen. Und soo lecker!

Hier das Rezept:

für den Teig: 250g Mehl, 1/8l Wasser, etwas Salz, 40g Butter

für die Füllung: ca.1kg säuerliche Äpfel, 100g Rosinen, 50g geriebene Nüsse, etwa 3EL Zucker und Zimt nach Geschmack

( Butter zum Bestreichen)

Mehl, Wasser und Salz in eine Schüssel geben, die weiche Butter zugeben und alles sehr gut verkneten und so lange auf ein bemehltes Brett schlagen, bis der Teig glatt und elastisch ist. Mit einer angewärmten Schüssel zudecken und 20 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, Gehäuse entfernen und in kleine Schnitzel schneiden. Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und dann auf ein bemehltes großes Küchentuch legen und vorsichtig zu allen Seiten hin mit den Fingern ziehen und dehnen, bis er gleichmäßig hauchdünn ist. Dickere Ränder abschneiden. Den Teig mit flüssiger Butter bepinseln und mit den Äpfeln , Rosinen, Nüssen , Zimt und Zucker bestreuen. Die vordere Kante des Tuchs anheben und vorsichtig den Teig Stück für Stück einrollen. Dabei die Seiten des Teiges nach innen einschlagen. Den Apfelstrudel vom Tuch auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gleiten lassen. Mit Butter bepinseln und etwa 45 Minuten bei mäßiger Hitze( ca.160 Grad) backen. Noch warm mit Vanillesoße oder einer Kugel Vanilleeis genießen.

apfelstrudel

Kasperltheater

horstundmarkus2Ich fühle mich ja durchaus boarisch, auch wenn ich von Grund auf Fränkin bin und beides zeitgleich eigentlich nicht geht. Das ist wie Köln und Düsseldorf, entweder oder. Aber als Kind preußischer Eltern bin ich wohl doch zu kosmopolitisch erzogen, um das so genau zu nehmen. Mit was ich in Bayern aber echt nicht klar komme, sind seine Ministerpräsidenten. Da war dieser rotgesichtige Grantler Strauß, als ich zur Welt kam und der mir gleich völlig suspekt war. Zur Amtszeit Max Streibls war ich mit anderem beschäftigt, wunderte mich dann aber schwer über unseren nach Worten ringenden Edmund. Tja, der Günther hatte ja nur ein kurzes und eher blasses Gastspiel und dann kam schließlich uns Horst, der jede Woche mit Inbrunst Neues und Gegensätzliches verkündet und eigentlich besser schweigen sollte. Er trägt den Geist des königlichen Bayerns nach Berlin. Und jetzt kommt auch noch Markus daher und will mitspielen. Den habe ich ja schon ganz lieb. Ich habe letztens eine Karikatur über den Wahlkampf zwischen Hillu und Trump gesehen, die deren Wahl mit der zwischen Pest und Cholera verglich. So weit würde ich in diesem Fall vielleicht nicht gehen. Aber den Vergleich mit der Wahl zwischen Herpes und Fußpilz fände ich durchaus treffend.