Filmtipp: Welcome to Sodom

Welcome to SodomWas passiert eigentlich mit unseren Handys, Tablets und alten Computern, wenn wir sie durch immer neuere Modelle ersetzen? Viele davon landen in „Sodom“, einer Müllhalde für Elektroschrott aus der ganzen Welt in Ghana. Etwa 250000 Tonnen landen dort Jahr für Jahr. Seinen Namen hat die Deponie wegen der pechschwarzen Rauchschwaden bekommen, die durch das Herausschmelzen des Kupfers aus dem Plastik entstehen und permanent die Luft vergiften. Der Dokumentarfilm von Florian Weigensamer und Christian Krönes zeigt vor allem die Menschen, die in Sodom leben und arbeiten und erzählt davon, wie sie mit ihrem Schicksal umgehen. In Nürnberg wird „Welcome to Sodom“ ab 2.8.18 im Casablanca zu sehen sein. Unbedingt anschauen!

Ab 6 Jahren

Mehr Infos unter: Heutejournal:“Welcome to Sodom“

Der beste Cocktail …

Pimm'sCup

… als Aperitif

… als Digestif

… als Sundowner

… als Frühlingsdrink

… als Sommerdrink

.. zur Gartenparty

… zum Chillen

… zum Grillen

… zum Meedchenabend

… zum Lieblingsfilm

… und natürlich zum       MUTTERTAG!!!

Pimm’s Cup:

Eiswürfel in ein großes (0,3 ml) Glas füllen, Früchte nach Belieben dazu (z.B. Orangen, Himbeeren, Erdbeeren, Melone, Blaubeeren, Pfirsich…es sollte nicht zu viel werden), etwas Minze und – ganz wichtig! – eine Scheibe Gurke, 50 ml Pimm’s NO.1 dazu, aufgießen mit Ginger Ale (ca. 150 ml) und genießen.

 

Osterspaziergang

DSC_0248Ich erinnere mich wirklich nicht an viele Dinge aus meiner Kindheit, aber der Spaziergang mit der Familie am Ostersonntag im Park mit Ostereiersuche gehört zu den Erlebnissen , die ich nie vergessen habe. Wenn das Wetter einigermaßen gut war, haben wir diesen Spaziergang immer gemacht und tun dies auch heute noch in den seltenen Fällen, dass sich die Familie an Ostern mal zusammenfindet. Und welcher Spaß, sich an die lustigen Vorfälle zu erinnern, wie etwa das im Erdloch verschwundene Ei, dass nicht mehr aufzufinden war oder wie mein Vater ein Loch in seiner Hosentasche nutzte, um die Eier ungesehen durch das Hosenbein ins Gras kullern zu lassen.

Eine Tradition, die ich für meine Kinder mit viel Freude fortführe. Und wie erstaunt waren wir im letzten Jahr als die Kinder plötzlich haufenweise Häschen und Eier fanden, die nicht von uns versteckt wurden. Da war doch tatsächlich ein spendabler Osterhase in unserem Park unterwegs, der unsere Kinder glücklich machte!

Euch allen schöne Ostertage und vielleicht viel Spaß bei Eurem Osterspaziergang!

 

„Wunder“ – der Film

Wunder Filmplakat

Das Buch habe ich euch im letzten Jahr vorgestellt (mehr Infos zum Inhalt unter Wunder), jetzt ist die Verfilmung in den Kinos zu sehen und ich finde, sie ist gelungen. Der Film bleibt dicht an der Vorlage und die Charaktere sind super gecastet. Die Chance also für alle Lesemuffel, die Geschichte von Auggie doch noch zu erleben. Liebe Eltern, packt die Taschentücher ein. Ich habe bei noch keinem Film in meinem Leben so viel Kloß im Hals gehabt. Es geht eben um die großen Themen im Leben, um Ängste, Zutrauen, Wahrnehmung, Liebe, Enttäuschung, Freundschaft und Werte. Und das mit Julia Roberts und Owen Wilson, wer hätte die nicht gerne als Eltern gehabt, was soll ich da noch sagen. Also vielleicht, dass ich keine Freundin amerikanischer Filme bin und dieser spielt in New York und das ist nicht das einzig amerikanische an ihm. Ach egal. Guckt einfach selbst!

Hello 2018

Heute ist der letzte Tag meiner kleinen Winterpause. Jetzt gilt es wieder, die Trägheit der Feiertage, das lange Schlafen und das Sich-treiben-lassen aus dem Fell zu schütteln, wie ein nasser Hund das Wasser nach dem Sprung in den See. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich auf den Alltag freue, aber genauso wie sich eine schöne Reise meist schon nach ein paar Tagen wieder sehr lang her anfühlt, ist der Schweinehund schnell überwunden und alles läuft ganz normal.
Und es schmilzt

Was ich natürlich auch sehr vermissen werde, ist meine Lesezeit und die habe ich diesmal unter anderem mit der Lektüre von Lize Spits „Und es schmilzt“ verbracht. Und ich habe lange überlegt, ob ich Euch das Buch empfehlen soll. Denn es ist schrecklich. Und es ist großartig. Und es hat mich nächtelang verfolgt, was weniger schön war. Lize Spit schreibt so, dass man kaum glauben kann, dass sich diese junge Frau das nur ausgedacht hat. Die Handlung läuft so glaubhaft auf diesen einen Tag zu, an dem das Schreckliche passiert, dass man ihm schon lange entgegenbangt und sich dem Zuschauen dennoch nicht entziehen kann. Der Roman handelt von der Freundschaft zwischen Eva, Laurens und Pim, die in einem kleinen belgischen Dorf aufwachsen und gemeinsam unterrichtet werden. Eva lebt mit ihrer kleinen Schwester Tesje und ihrem großen Bruder Jolan bei den alkoholabhängigen Eltern. Während Tesje immer mehr Zwangshandlungen entwickelt und in die Magersucht flieht, gelingt es Eva und ihrem Bruder, ein halbwegs normales Leben zu führen. Die Freundschaft zu ihren beiden Freunden ist Eva ein wichtiger Anker. Um so schwieriger wird es, als sich die drei langsam zu Teenagern entwickeln und die Unterschiede immer offensichtlicher werden. Um ihre Freunde nicht zu verlieren, lässt sich Eva auf ein Spiel ein…

Die Autorin beschreibt die Protagonisten und ihr Umfeld so präzise, dass man alles vor sich sieht, den chaotischen Garten von Evas Familie voller unvollendeter Projekte, den Bauernhof mit den Stallungen und der Jauchegrube von Pims Familie und den Schlachtbetrieb von Laurens Eltern, wo sich die Kinder abwechselnd treffen. Man sieht die Koppeln und die Dorfkerwa, die Dorfstrassen und den Gemeindesaal und genau deshalb schafft es Lize Spit, den Leser bis ins Mark zu erschüttern.

So, sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt! Einen guten Start ins neue Jahr.

Eure Ella

Lize Spit „Und es schmilzt“    ISBN 978-3-10-397282-5    Verlag:  S.Fischer

Tash Sultana

Es ist wieder passiert – ich habe mich in Musik verliebt und zwar in die der jungen Australierin Tash Sultana. Keine Wunder, das Multitalent, das neben ihrer Gitarre noch neun weitere Instrumente spielt und als One-Woman-Band furiose Auftritte hinlegt, hat eine Energie, die ganz besonders ist. Natürlich haben das vor mir schon viele andere entdeckt, die sie bei ihren Auftritten als Straßenmusikerin und auf ihren inzwischen großen Tourneen weltweit erleben durften. Hier eine kleine Kostprobe mit Ansteckungsgefahr…

Hosiana

Gestern morgen erwachte ich in Gedanken über den Himmel und seine vermeintlichen Bewohner und stieß dabei auf einige Ungereimtheiten. Das soll ja so ein schöner Ort sein nach dem Tod. Aber wie soll das dann mit den ganzen älteren Menschen gehen, die Schlaftabletten nehmen müssen, um nachts zur Ruhe zu kommen. Um das Gedankenkarussell zu beenden, das wieder und wieder all das vorbeiziehen lässt, was in diesem Leben schief gelaufen ist, was sie vielleicht anders hätten machen sollen oder was sie verloren haben. Wie soll das dann nur sein, wenn die dann von ihrer Wolke im Himmel auf die Erde hinab blicken? Ein niemals mehr endendes Gedankenkarussell, unfähig, in das Geschehen einzugreifen? Höchststrafe, zu mal es im Himmel, soweit ich weiß, keine Bettruhe gibt – und Schlaftabletten ja sowieso nicht. Von meiner kindlichen Vorstellung, meine lieben Verstorbenen blickten wohlwollend vom Himmel auf mich hernieder, muss ich mich wohl verabschieden. Vermutlich fragen sie sich andauernd, was sie mit mir anders hätten machen sollen und grämen sich, nichts mehr tun zu können. Oder aber im Himmel gibt es irgendwelche Endorphinnebel, die einfach happy machen und das Leben auf Erden so eher rosarot erscheinen lassen. Aber vielleicht ist es ja auch ganz anders und das hat alles mit dieser ominösen Seele zu tun. Das sich marternde Hirn bleibt auf der Erde zurück und die Verstorbenen sind ganz beseelt, quasi jenseits aller Realität auf Erden. Vielleicht habe ich da was verstanden. Beim Münchner im Himmel war das natürlich alles noch mal ganz anders. Und jetzt habe ich auch endlich eine schlüssige Erklärung gefunden, warum das mit den bayrischen Ministerpräsidenten ( siehe Kaperltheater) nichts wird.

Sommernachtskino

Es ist wieder soweit, Open Air Kino satt! Zumindest ein Freiluftfilmabend im Jahr gehört für mich zu Sommer. Letztes Jahr haben wir die Ocean Film Tour besucht und unter anderem einen fantastischen Film über die Schwimmerin Diana Nyad gesehen, die es mit 64 Jahren in ihrem fünften Anlauf geschafft hat, 170km in 52 Stunden ohne Pause von Kuba nach Florida zu schwimmen. Einfach irre. Wer das Meer liebt und gerne Cracks auf dem oder im Wasser zusieht, wird sicher auch an der Ocean Film Tour 2017 seinen Spaß haben – in Nürnberg übrigens am 07.07. im Naturgartenbad und in Köln, meine liebe Couca, am 12.7., 2.8.& 4.9. am Harry-Blum-Platz 1!

Weitere  Oceanfilmtour Termine

Französisch mal anders.

Schüler(innen) der 6.Klassen am Gymnasium lernen ja bereits die zweite Fremdsprache und insofern sie sich nicht für Latein entschieden haben, bekommen sie es meist mit Französisch zu tun. Da das reine Vokabel lernen nicht immer höchste Freude bereitet, habe ich etwas auf Youtube gestöbert und meinem Kind französischen Hip Hop präsentiert- und der ist teilweise echt richtig gut. Zum Glück sind die Sprachkenntnisse ja noch nicht so gut, dass sie die klassischen Gangsta Texte verstehen und auch so manches Video ist definitiv nicht für die Altersgruppe geeignet. Aber zum Anhören sind die Songs definitiv richtig cool und verpassen der Sprache ein cooles Image, also beste Voraussetzung, sich ein bisschen reinzuhängen. Anbei der Lieblingssong meines Kindes und ein paar andere Songs, die wir mögen.

  • Stromae – Formidable
  • Sexion d`Assaut – Avant quèlle parte / Désolè
  • Maitre Gims-  Est-que tu m`aimes?

We like!

Vom Verderben des schlechten Geschmacks

elisenlebkuchenWer seinen ersten wahrhaftigen Elisenlebkuchen isst, dem widerfährt ähnliches wie beim Genuss des ersten richtig guten Kaffees: Man möchte nichts anderes mehr. Als Kind ahnte ich nichts von derlei Genüssen, kauften wir Lebkuchen nur im 8er Pack zu geschätzt 1,59DM im Discounter. Soviel wie ein einzelner Elisenlebkuchen in Euro kostet. Dieser stolze Preis macht schon klar, dass er sich nicht zum sinnlosen Verschlingen eignet, sondern zum Genuss mit allen Sinnen. Und ehrlich gesagt, ist er so reichhaltig, dass meist schon ein Halber glücklich macht. Einer meiner liebsten Lebkuchenbäcker ist die Lebküchnerei Woitinek, deren Waren auch über Nürnberg hinaus im Online-Shop erhältlich sind. Wer sich aber ein eigenes Urteil bilden möchte, sollte sich mal zum Lebkuchen Tasting treffen und das „famous gingerbread“ der achtzehn Mitgliedsbetriebe testen, die die geschützten original Nürnberger Lebkuchen herstellen dürfen. Ein guter Anlass, im Advent zusammen zu kommen, wie ich finde.

Mehr rund um den Lebkuchen unter:  https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/nh_97_lebkuchen.html

Geschenktipp: The British Orchestra of Ukulele

Eher zufällig bin ich letzten Monat über das British Orchestra of Ukulele gestolpert und habe ein Konzert besucht. Und was erst einmal etwas unspektakulär klingt, stellte sich als ziemlich genial heraus- da sitzt eine Reihe von begnadeten Musikern auf der Bühne, jeder für sich mit hervorragender Stimme, ganz individuellem Humor und Style gesegnet und zieht eine Riesenshow mit ihren kleinen Instrumenten ab. Das Spektrum reicht von Händel bis Nirvana und macht Lust, sich öfter Zeit zum Musikerleben zu nehmen. Damit gastiert das Orchester seit über 30 Jahren auf der ganzen Welt. Im Februar kehrt es nach einem Gastspiel in den USA und Großbritannien zum Glück wieder nach Deutschland zurück. Wer also sich oder seinen Lieben ein cooles Geschenk machen möchte, sollte sich mal die Tourdaten ansehen.

http://www.ukuleleorchestra.com/index.php/upcoming-events/?loc=0/

Und hier noch eine Kostprobe:

Das Mädchen Wadjda

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Von dem „Mädchen Wadjda“ (sprich:Waschda) der saudi- arabischen Regisseurin Haifaa Al Mansour hatte ich schon vor längerer Zeit gehört und als er mir in der Bibliothek über den Weg lief, wusste ich, dass ich ihn unbedingt mit meinen Jungs sehen wollte, wohl wissend, dass sie zu „so einer Art“ Film vermutlich alleine nie greifen würden. Der Film handelt von dem 11jährigen saudi-arabischen Mädchen Wadjda, das davon träumt, ein eigenes Fahrrad zu besitzen – ein Unding in dem Land, in dem sich Frauen meist nur komplett verschleiert auf der Straße zeigen dürfen. Und unvorstellbar für Kinder, die hier im Westen aufwachsen. In ruhigen, aber eindrücklichen Bildern nimmt die Regisseurin uns mit in Wadjda`s Alltag in der Koranschule, in dem sich das Mädchen an den Grenzen des Zulässigen durchhangelt, bis sie von einem Koranwettbewerb erfährt, dessen Hauptpreis 1000 Saudi-Riyal sind und ihr den Kauf des Fahrrads ermöglichen würde, das sie in einem Laden für sich entdeckt hat. Von einem Tag auf den anderen mutiert Wadjda zur Vorzeigeschülerin, die Koranverse Rezitieren übt. Auch ihr Leben zuhause spielt sich auf einem schmalen Grat zwischen Tradition und Moderne ab. Die Mutter fürchtet, dass sich ihr Ehemann eine Zweitfrau nehmen wird, weil sie ihm keinen Sohn mehr gebären kann und versucht das, zu verhindern, indem sie ihm eine vorbildliche, begehrenswerte Frau ist. Und so findet diese Geschichte schließlich ein Ende, das nur teilweise „happy“ ist. „Das Mädchen Wadjda“ ist eine aufwühlende Geschichte, die Einblick in eine uns völlig fremde Welt gibt und Verständnis für Menschen weckt, die in einer anderen Kultur aufwachsen und von ihr tief geprägt werden. Und meine Jungs waren genau wie ich bis zur letzten Minute gefesselt, auch wenn der Film auf den ersten kindlichen Blick nur von einem Mädchen und einem Fahrrad handelt.

http://www.wadjda-film.de/

Lieblingsort

akademieEiner der schönsten Orte Nürnbergs ist für mich die Akademie der Bildenden Künste. Direkt am Tiergarten gelegen, verbindet sie alte und neue Architektur mit Natur, Improvisiertes mit Geplantem und Kunst mit Umgebung. Gelegenheit, sie sich anzusehen, bietet die Jahresausstellung, die immer im Juli stattfindet. Wer sich Raum und Werke genauer ansehen möchte, sollte sie eher tagsüber aufsuchen. Wer sich treiben lassen möchte, Menschen treffen, Musik hören und Atmosphäre aufsaugen, geht lieber zum Sommerfest. Zum Beispiel heute Abend ab 19Uhr oder aber im nächsten Jahr…

mehr auf http://www.adbk-nuernberg.de

Ab in den Wald!

Es ist nämlich wieder Blaubeerzeit und die Selbstgepflückten schmecken einfach am Besten. Da der Fuchsbandwurm leider immer präsent ist – obwohl die Wahrscheinlichkeit, einen zu erwischen wohl ähnlich der ist, von einem Blitz getroffen zu werden – streue ich sie einfach auf Pfannkuchenteig und lasse sie dort einmal stark erhitzen. So für`s gute Gefühl. Ordentlich Puderzucker drauf und dann miammi!

Blaubeerzeit