Sommernachtskino

Es ist wieder soweit, Open Air Kino satt! Zumindest ein Freiluftfilmabend im Jahr gehört für mich zu Sommer. Letztes Jahr haben wir die Ocean Film Tour besucht und unter anderem einen fantastischen Film über die Schwimmerin Diana Nyad gesehen, die es mit 64 Jahren in ihrem fünften Anlauf geschafft hat, 170km in 52 Stunden ohne Pause von Kuba nach Florida zu schwimmen. Einfach irre. Wer das Meer liebt und gerne Cracks auf dem oder im Wasser zusieht, wird sicher auch an der Ocean Film Tour 2017 seinen Spaß haben – in Nürnberg übrigens am 07.07. im Naturgartenbad und in Köln, meine liebe Couca, am 12.7., 2.8.& 4.9. am Harry-Blum-Platz 1!

Weitere  Oceanfilmtour Termine

Französisch mal anders.

Schüler(innen) der 6.Klassen am Gymnasium lernen ja bereits die zweite Fremdsprache und insofern sie sich nicht für Latein entschieden haben, bekommen sie es meist mit Französisch zu tun. Da das reine Vokabel lernen nicht immer höchste Freude bereitet, habe ich etwas auf Youtube gestöbert und meinem Kind französischen Hip Hop präsentiert- und der ist teilweise echt richtig gut. Zum Glück sind die Sprachkenntnisse ja noch nicht so gut, dass sie die klassischen Gangsta Texte verstehen und auch so manches Video ist definitiv nicht für die Altersgruppe geeignet. Aber zum Anhören sind die Songs definitiv richtig cool und verpassen der Sprache ein cooles Image, also beste Voraussetzung, sich ein bisschen reinzuhängen. Anbei der Lieblingssong meines Kindes und ein paar andere Songs, die wir mögen.

  • Stromae – Formidable
  • Sexion d`Assaut – Avant quèlle parte / Désolè
  • Maitre Gims-  Est-que tu m`aimes?

We like!

Vom Verderben des schlechten Geschmacks

elisenlebkuchenWer seinen ersten wahrhaftigen Elisenlebkuchen isst, dem widerfährt ähnliches wie beim Genuss des ersten richtig guten Kaffees: Man möchte nichts anderes mehr. Als Kind ahnte ich nichts von derlei Genüssen, kauften wir Lebkuchen nur im 8er Pack zu geschätzt 1,59DM im Discounter. Soviel wie ein einzelner Elisenlebkuchen in Euro kostet. Dieser stolze Preis macht schon klar, dass er sich nicht zum sinnlosen Verschlingen eignet, sondern zum Genuss mit allen Sinnen. Und ehrlich gesagt, ist er so reichhaltig, dass meist schon ein Halber glücklich macht. Einer meiner liebsten Lebkuchenbäcker ist die Lebküchnerei Woitinek, deren Waren auch über Nürnberg hinaus im Online-Shop erhältlich sind. Wer sich aber ein eigenes Urteil bilden möchte, sollte sich mal zum Lebkuchen Tasting treffen und das „famous gingerbread“ der achtzehn Mitgliedsbetriebe testen, die die geschützten original Nürnberger Lebkuchen herstellen dürfen. Ein guter Anlass, im Advent zusammen zu kommen, wie ich finde.

Mehr rund um den Lebkuchen unter:  https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/nh_97_lebkuchen.html

Geschenktipp: The British Orchestra of Ukulele

Eher zufällig bin ich letzten Monat über das British Orchestra of Ukulele gestolpert und habe ein Konzert besucht. Und was erst einmal etwas unspektakulär klingt, stellte sich als ziemlich genial heraus- da sitzt eine Reihe von begnadeten Musikern auf der Bühne, jeder für sich mit hervorragender Stimme, ganz individuellem Humor und Style gesegnet und zieht eine Riesenshow mit ihren kleinen Instrumenten ab. Das Spektrum reicht von Händel bis Nirvana und macht Lust, sich öfter Zeit zum Musikerleben zu nehmen. Damit gastiert das Orchester seit über 30 Jahren auf der ganzen Welt. Im Februar kehrt es nach einem Gastspiel in den USA und Großbritannien zum Glück wieder nach Deutschland zurück. Wer also sich oder seinen Lieben ein cooles Geschenk machen möchte, sollte sich mal die Tourdaten ansehen.

http://www.ukuleleorchestra.com/index.php/upcoming-events/?loc=0/

Und hier noch eine Kostprobe:

Das Mädchen Wadjda

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Von dem „Mädchen Wadjda“ (sprich:Waschda) der saudi- arabischen Regisseurin Haifaa Al Mansour hatte ich schon vor längerer Zeit gehört und als er mir in der Bibliothek über den Weg lief, wusste ich, dass ich ihn unbedingt mit meinen Jungs sehen wollte, wohl wissend, dass sie zu „so einer Art“ Film vermutlich alleine nie greifen würden. Der Film handelt von dem 11jährigen saudi-arabischen Mädchen Wadjda, das davon träumt, ein eigenes Fahrrad zu besitzen – ein Unding in dem Land, in dem sich Frauen meist nur komplett verschleiert auf der Straße zeigen dürfen. Und unvorstellbar für Kinder, die hier im Westen aufwachsen. In ruhigen, aber eindrücklichen Bildern nimmt die Regisseurin uns mit in Wadjda`s Alltag in der Koranschule, in dem sich das Mädchen an den Grenzen des Zulässigen durchhangelt, bis sie von einem Koranwettbewerb erfährt, dessen Hauptpreis 1000 Saudi-Riyal sind und ihr den Kauf des Fahrrads ermöglichen würde, das sie in einem Laden für sich entdeckt hat. Von einem Tag auf den anderen mutiert Wadjda zur Vorzeigeschülerin, die Koranverse Rezitieren übt. Auch ihr Leben zuhause spielt sich auf einem schmalen Grat zwischen Tradition und Moderne ab. Die Mutter fürchtet, dass sich ihr Ehemann eine Zweitfrau nehmen wird, weil sie ihm keinen Sohn mehr gebären kann und versucht das, zu verhindern, indem sie ihm eine vorbildliche, begehrenswerte Frau ist. Und so findet diese Geschichte schließlich ein Ende, das nur teilweise „happy“ ist. „Das Mädchen Wadjda“ ist eine aufwühlende Geschichte, die Einblick in eine uns völlig fremde Welt gibt und Verständnis für Menschen weckt, die in einer anderen Kultur aufwachsen und von ihr tief geprägt werden. Und meine Jungs waren genau wie ich bis zur letzten Minute gefesselt, auch wenn der Film auf den ersten kindlichen Blick nur von einem Mädchen und einem Fahrrad handelt.

http://www.wadjda-film.de/

Lieblingsort

akademieEiner der schönsten Orte Nürnbergs ist für mich die Akademie der Bildenden Künste. Direkt am Tiergarten gelegen, verbindet sie alte und neue Architektur mit Natur, Improvisiertes mit Geplantem und Kunst mit Umgebung. Gelegenheit, sie sich anzusehen, bietet die Jahresausstellung, die immer im Juli stattfindet. Wer sich Raum und Werke genauer ansehen möchte, sollte sie eher tagsüber aufsuchen. Wer sich treiben lassen möchte, Menschen treffen, Musik hören und Atmosphäre aufsaugen, geht lieber zum Sommerfest. Zum Beispiel heute Abend ab 19Uhr oder aber im nächsten Jahr…

mehr auf http://www.adbk-nuernberg.de