Als kleines Mädchen gehörte ich zu jenen Kindern, die sich gerne bewegen, viel mehr, die Bewegung brauchen, um ihre Energie in die richtigen Bahnen zu lenken. Das führte dazu, dass ich im Laufe des Heranwachsens so allerlei Sportarten ausprobierte – von Rock`n Roll über Trampolinspringen bis hin zum Leistungsschwimmen. Es fand sich immer jemand, den ich für neue Aktivitäten gewinnen konnte. So diente der Besuch im Fitnessstudio neben dem unnachgiebigen Stählen des Körpers mindestens zu gleichen Teilen dem Austausch von nie versiegenden Neuigkeiten. Meine sportliche Erfolgsstory ging auch als Twenty weiter. Ich kannte alles, was es an Kursen gab – von Step Aerobic bis zu dem damals brandneuen Tae Bo. Sogar Yoga wurde schon hier und da angeboten, allerdings fand es auf Grund mangelnder Schweißproduktion nicht mein Interesse. Dann wurde ich schwanger und das Desaster nahm seinen Lauf. Nachdem ich mein Kind bis in den 7. Monat noch bei den akrobatischen Bodenteilen des Modern Dance kräftig durchgeschüttelt hatte, verabschiedete ich mich in eine kurze Babypause, um wenige Monate später frohen Mutes wieder zurück zu kehren. Es dauerte etwa 15 Minuten, in denen ich gegen das Verwechseln von rechts und links kämpfte, bis die Trainerin meinte, ich hätte ganz schön abgebaut und sollte wohl besser erst mal den Pilateskurs besuchen, um wieder in Form zu kommen. Hallo? Stilldemenz, schlaflose Nächte, kann ich da nicht auf ein bisschen Verständnis hoffen? Gut. Pilates also. Spaß macht das ja keinen, aber ich hielt eine Zeit lang durch, um wieder in Shape zu kommen. Aber eigentlich wollte ich wieder tanzen. Ich wurde älter und bekam noch ein Kind. Die Sehnsucht blieb. Kennt ihr diese eine einsame Mittdreißigerin, die zwischen euch Teenagern beim Jazztanz rumgehopst ist? Nein, ich war mir nicht zu schade, ich hab`s getan, ich habe einen Jazz Dance Kurs besucht – aber bin nie mehr hingegangen. Es fand sich ein anderer Kurs mit gleichgesinnten ehemaligen Primaballerinen, der aber wiederum so anspruchsvoll war, dass ich nicht mehr mitkam, funkte mir mal wieder ein Elternabend oder ähnliches dazwischen. Wer braucht denn in diesem anstrengenden Leben auch noch den Stress, beim Sport zu versagen? Ich ging nicht mehr hin. Das mit den festen Terminen für inzwischen in Betracht gezogene Yogakurse erwies sich als zunehmend schwierig und so beließ ich es irgendwann beim Joggen- zeitunabhängig, günstig, quasi überall praktizierbar – so, wie es für das Leben der arbeitenden Mutter kompatibel ist. Zufrieden? Nein. Die Zeit rückte unerbittlich voran, ich spürte, wie mein Glieder steifer wurden, meine Bauchregion allerdings eher nicht und so schien der Flyer eines bekannten Frauensportstudios wie für mich gemacht: Bauch weg in 4 Wochen. Ich hatte eigentlich nicht vor, mich jemals wieder in einem Fitnessstudio anzumelden, die Zeiten der Selbstkasteiung waren vorbei, aber war das nicht meine letzte Chance? Ich beschloss, mir ein Studio zumindest mal von innen anzusehen. Ein Anblick des Grauens. An den Geräten eine Armee von Arbeitern gegen den Verfall, im Bistro dekorativ postiert ein paar in die Jahre gekommener Botox-Barbies. Nein, nicht mit mir, dann doch lieber in Würde alt werden. Man kann nicht sagen, ich hätte es nicht versucht. Ich war dann noch mal in einem Tae Bo Kurs. Einfach um nicht einzurosten. Die 80er Jahre Beats dröhnten durch die Turnhalle und ich gab ein paar aus der Mode gekommener Aerobic moves zum Besten. Die Trainerin hatte sich ein langes Tuch als Stirnband um den Kopf gewickelt und ich kam nicht umhin, mich zu fragen, ob sie schon in der Menopause ist und deshalb vielleicht verstärkt schwitze. Ich habe durchgehalten, aber mal ehrlich- Spaß macht das keinen. Die Suche geht weiter.
Will ich wirklich alles wissen?
Ich denke, ich bin schon ein Mensch, der auf ein gesundes Leben achtet, noch verstärkt seit ich Kinder habe. Ich versuche die Familie so viel wie möglich mit Bio, am liebsten mit den guten Biomarken, zu ernähren; ich achte auf schlechte Strahlungen, verzichte zuhause auf WLAN und schalte mein Handy nachts aus. Gerade bei Babysachen, informiere ich mich vor dem Kauf über Schadstoffbelastungen und setze auch hier so gut es geht auf Biokleidung und -spielsachen. Ich lese Artikel und Testberichte und versuche dabei trotzdem noch ein einigermaßen entspanntes, gutgelauntes und genussvolles Leben zu führen.
Und dann gibt es da meine Schwester!
Sie erfährt wirklich alles und bekommt jeden Artikel in die Hände über Dinge, die uns schaden. Und obwohl ich in letzter Zeit schon öfter um ein Informationsembargo gebeten habe, scheut sie sich nicht, mir möglichst schnell ihre neuesten Erkenntnisse mitzuteilen und mich mit Kopien der jeweiligen Artikel zu versorgen. Es fing vor vielen Jahren mit Handymasten an. Bevor meine Schwester mir meinen ersten Handymast gezeigt und mir die schrecklichen Auswirkungen von dessen Strahlung geschildert hatte, wusste ich nicht mal wie sowas aussieht, aber erst einmal darauf aufmerksam gemacht, sieht man die Dinger wirklich an jeder Ecke bzw. auf jedem dritten Haus. Und da begannen dann auch die Einschränkungen in meinem Leben: Bei meiner nächsten Wohnungssuche schloss ich Wohnungen in Häusern Handymast oder in deren direkten Nähe sofort aus. Bei meiner Arbeitsstelle bin ich in direkter Nähe von 2 solcher Ungetüme und immer wenn sie mir in den Blick kommen, fühle ich mich direkt schlecht und jetzt noch mehr für meine Tochter, die auch dort in den Kindergarten geht. Neben vielen anderen war die nächste besonders einschneidende Warnung meiner Schwester die vor Aluminium bzw. vor den Deos. Sie (und damit auch bald ich) war wahrscheinlich eine der ersten, die um die Gefahr von Aluminiumsalzen wusste. Da war es dann vorbei mit meinem schönen geruchsneutralen Leben. Ich verwendete natürlich ein Deo mit Aluminium. Die Suche nach einer auch nur annähernd ähnlich gut funktionierenden Alternative dauerte ungefähr ein Jahr und bescherte mir viele Tage und Wochen, in denen ich mich selbst nicht riechen konnte und mir alleine aus Angst, stinken zu können, schon Schweißausbrüche kamen! Außerdem dachte ich voller Entsetzen darüber nach, ob ich wohl meine Tochter geschädigt hatte, weil ich damals in der Stillzeit noch das schädliche Deo verwendet hatte. Die letzten wissenschaftlichen Erkenntnisse, mit denen ich mich quäle, sind die Schäden, die Zucker verursacht (auch hier raubt mir vor allem meine Verantwortung als Mutter jede Ruhe, weil ich meinen Kindern natürlich auch nicht alles Süße verbieten will) und fluorhaltiger Zahnpasta, die wohl ein Grund für Parkinson sein kann.
Ihr seht, ein entspanntes Leben kann man mit so einer Schwester nicht führen. Wenn ich sie darum bitte, mir sowas nicht mehr zu erzählen, weil mich das fix und fertig macht, antwortet sie, dass sie ja auch um mich besorgt ist und mich deshalb informiert – dass man die Augen auch nicht verschließen darf vor diesen Dingen. Und natürlich hat sie Recht! Schuld ist natürlich nicht sie, sondern es sind die großen Konzerne und Lobbies, die uns und unsere Umwelt mit all dem krank machen. Bestenfalls noch aus Unwissenheit, meist jedoch in vollem Bewusstsein, was sie uns da unterjubeln. So ist z.B. den Fachleuten die Schädlichkeit von Aluminiumsalzen schon lange (bevor meine Schwester davon wusste) bekannt, aber ein Verbot soll noch nicht verhängt werden, um den Konzernen die Möglichkeit zu geben, Alternativen zu finden! Na vielen Dank auch! Hauptsache die haben keine schalflosen Nächte!
Wo bist Du, Willi Wiberg?
Obwohl Gunilla Bergström Alfons Aberg, oder wie er bei uns heißt, Willi Wiberg, bereits 1972 erschaffen hat, habe ich ihn erst in jüngster Zeit entdeckt und bin froh darüber, dass seine Existenz nicht gänzlich an mir vorbei gegangen ist. Willi ist nämlich wunderbar. Willi lebt mit seinem Vater in einer Wohnung in der Stadt und durchlebt da vieles, was ein kleines Kind eben so durchleben muss. Und das sind nicht immer die großen Abenteuer, sondern Situationen des Alltages, denen er sich stellen muss – mit all seinen Enttäuschungen, dem Ringen um Fassung, der Wut, der Freude und dem Trotz. All die Dramen des Alltags, in denen wir uns wieder finden, vom „Nicht ins Bett gehen wollen“, über das „Nicht fertig werden“ oder „Alles sofort wollen“. Das könnte auch der Stoff für diese schrecklichen Kinderbücher mit pädagogischem Mehrwert sein, aber darum geht es Gunilla Bergström nicht. Sie zeigt den Zauber und die Magie dieser Situationen mit ihren klaren und reduzierten Illustrationen. Besonders gut gefällt mir das fast schon philosophische „Wo bist Du, Willi Wiberg?“, in dem sich Willi die Frage stellt, wo er zu Ende ist. Ist er auch die Luft, die er ausatmet oder ein Teil der Gedanken seines Freundes? Ein wunderbar kluges Buch und ein Gedankenspiel, das nicht nur Willi Spaß macht.
Für Kinder ab 4 Jahren
ISBN-13:978-3-7891-7756-9, Oetinger
Optimierte Kindheit
Dieser Tage flatterte mal wieder eine Einladung zu einem Kindergeburtstag ins Haus. Da stand geschrieben: Meinen Wunschzettel findest Du bei Amazon. Die vorangegangenen Einladungen enthielten den Hinweis auf den Geschenketisch beim ausgesuchten Spielwarenfachhandel, in der Art, wie man ihn sonst nur von Hochzeitseinladungen kennt. Neben dem altbekannten Gutschein scheinen dies momentan die beliebtesten Möglichkeiten zur Abwicklung von Wunschanfragen geladener Kindergeburtstagsbesucher(innen) bzw. deren Eltern zu sein. Eine wunderbare Sache, dachte ich anfangs erfreut, um auch wirklich das zu schenken, was das Kind sich wünscht. Es hat sich ja eben diese Sachen selbst ausgesucht. Bin ich doch selbst stets bemüht, unnötigen Krusch von zuhause fernzuhalten und die Flut von (unnützen) Geschenken zu minimieren. Aber irgendwann regte sich Widerstand in mir. Sollte nicht jedes Kind das Recht haben, etwas richtig Doofes geschenkt zu bekommen? Aber vielleicht auch etwas ganz Ungewöhnliches, was weder das Kind noch seine Eltern sonst entdeckt hätten und was vielleicht riesen Spaß macht? Ich denke, wir könnten es wagen, dieses Risiko einzugehen. Einfach mal so ganz die Kontrolle verlieren. Total crazy.
Es geschah an einem Sonntag…
Ich liebe es, sonntags, als eine Art Downer zum Abschluss des Wochenendes, TATORT zu gucken. Meist steige ich allerdings erst so gegen 21Uhr ein, wenn die Leiche bereits gestorben ist und die Ermittlungen ihren Verlauf genommen haben. Vorher bekomme ich die Kinder einfach nicht ins Bett. Als ich an jenem Sonntag mal wieder den Wettlauf gegen die stark voranschreitende Zeit antrat, brummelte ich vor mich hin: „Mist, jetzt fängt der Tatort gleich an.“ Mein neunjähriger Sohn erwiderte großzügig: „Du brauchst mir heute nichts vorlesen.“ Ich: „Du, das ist total lieb von Dir, aber ich muss ja Deinem kleinen Bruder noch vorlesen.“ Er (wörtlich): „Mama, knall Dich vor die Glotze, ich übernehme das!“ Tja, Kinder werden groß und so saß ich tatsächlich pünktlich zum Tatort Intro um 20.15h vor dem Fernsehen und freute mich ein Loch in den Bauch.
Erzähl uns mehr, Khaled!
Schon die ersten beiden Romane von Khaled Hosseini habe ich verschlungen und vor allem „Drachenläufer“ ist eines meiner Lieblingsbücher.
In seinem dritten Buch „Traumsammler“ wird noch deutlicher, was man aus den ersten beiden Büchern schon weiß: Der Autor ist ein fantastischer Geschichtenerzähler. Auch dieser Roman handelt wieder von seiner Heimat Afghanistan und vor allem von Menschen, die mit dem Land verbunden sind. Diesmal erzählt er uns in einzelnen oft tragischen, teils amüsanten, aber immer höchst spannenden Geschichten von außergewöhnlichen Schicksalen aus verschiedenen Teilen der Erde, die alle irgendwie zusammenhängen.
Das Besondere an seiner Erzählweise ist, dass er auf seltsame Art objektiv bleibt und oft schreckliche und grausame Begebenheiten ohne Pathos und Gefühlsduselei schildert, man als Leser aber trotzdem in seinen Bann gezogen wird. Und obwohl zumindest ich mich mit den Figuren nicht direkt identifizieren kann, weil sie und ihre Schicksale meist zu ungewöhnlich sind, fiebert man doch mit ihnen mit, lacht über die Dinge, die ihnen geschehen und weint für sie.
So war mir dieses Buch schließlich auch viel zu schnell zu Ende; ich hätte gerne noch mehr mit den Menschen erlebt, sie weiter in ihrem Leben begleitet. Also, erzähl uns mehr, Khaled! Ich freue mich schon auf deinen nächsten Roman.
Khaled Hosseini, Traumsammler, Fischerverlage, ISBN: 978-3-10-032910-3
How to treat a model
Ich muss heute mal ein paar Sätze zu einem Thema schreiben, mit dem viele von Euch wohl gar nicht in Berührung kommen werden, manche aber vielleicht doch als Produktmanager oder Fachkauffrau/-mann im Marketing oder einem der vielen anderen Berufe, die mit Werbung zu tun haben. Es könnte nämlich eigentlich alles so einfach sein. Eins voraus: in den 15 Jahren, in denen ich intensiv mit Modellen zu tun habe, sind mir etwa drei echte Zicken untergekommen. Alle anderen Models haben einen guten, entspannten, professionellen Job abgeliefert. Manche Kunden haben das allerdings sicherlich anders gesehen. Und das liegt an der Einstellung mancher Auftraggeber. Sie zahlen viel Geld für ein Model und sind daher der Meinung, dass sie ihm alle menschlichen Bedürfnisse absprechen dürfen und das Model zu funktionieren hat. Wer selbst schon einmal vor einer Kamera gestanden hat, weiß, wie wichtig es ist, sich wohl zu fühlen. Das ist bei einem Model nicht anders, auch wenn es zu einem weit aus höheren Grad seine wahren Gefühle überspielen kann. Aber auch bei größter Professionalität gefriert das Lächeln irgendwann, wenn einem kalt ist, man Hunger hat, keine Pause bekommt und der Kunde ständig hinter vorgehaltener Hand tuschelt und unzufrieden schaut. Auf eine klare Ansage kann ein Model weitaus sinnvoller reagieren, als wenn sich Kunde und Fotograf hinter dem Bildschirm besprechen, ohne das Feedback weiterzugeben. Sollte das Model an sich nicht gefallen, sollte man es lieber nach Hause schicken und neu buchen, denn daran wird es nichts ändern können. Weiterlesen
Mein Spürbuch
Nina Pettenberg coacht Frauen in ihren „Mutterleicht erfüllt leben“- Workshops, sich und ihre Bedürfnisse zwischen all den Verpflichtungen als Mutter, Partnerin oder Karrierefrau wahrzunehmen und ihren Weg zu gehen. Da nicht jede Interessierte Zeit und Geld hat, ein Seminar zu besuchen, hatte Nina die Idee ein Workbook zu entwickeln, mit dem Frau auch zu Hause arbeiten kann. Ich durfte Nina`s Konzept grafisch umsetzen und so gestalten, dass die Arbeit mit dem Workbook auch optisch Spaß macht. Die Umsetzung hat so lange gedauert wie eine Schwangerschaft, aber jetzt ist das Baby geboren:
http://de.dawanda.com/shop/Mutterleicht-Nina-Pettenberg
Ein schönes Geschenk für Mütter, die sich ein bisschen Zeit für sich nehmen möchten, um mal genauer hin zu spüren, wie es ihnen gerade geht und um das ein oder andere wieder zurechtzurücken.
Kinostart: 10 Milliarden- Wie werden wir alle satt?
Ein Film von Valentin Thurn
Ich glaube ja daran, dass jeder einzelne mit seinem Verhalten die Welt verändern kann. So verzichte ich seit einigen Jahren auf Fleisch, obwohl ich es sehr gerne esse. Einfach als Statement, dass ich nicht mit dem gängigen Konsumverhalten, der Massentierhaltung und den daraus resultierenden Folgen für die Welt einverstanden bin. Und um ins Gespräch zu kommen. Ich verurteile es keineswegs Fleisch zu essen, aber bitte nicht täglich und nicht um jeden Preis, sondern mit einem Bewusstsein dafür, woher das Fleisch kommt. Ich denke, dass man zu keiner anderen Einstellung kommen kann, wenn man sich mit dem Thema Ernährung und deren globalen Produktionsbedingungen beschäftigt. Der Dokumentarfilmer Valentin Thurn tut dies seit vielen Jahren und hat bereits mit seinem vielfach ausgezeichneten Film „TASTE THE WASTE“ viel Aufklärungsarbeit rund um dieses Thema geleistet. In „10 Milliarden- Wie werden wir alle satt?“ sucht Valentin Thurn Antworten auf diese Frage von der industriellen auf der einen und der biologischen, traditionellen Landwirtschaft auf der anderen Seite – mit all ihren Vor- und Nachteilen. Er hinterfragt die gängige Praxis der Landwirtschaft und zeigt Lösungsansätze und Visionen für die Zukunft auf. Valentin Thurn glaubt daran, dass wir mit unserem Konsumverhalten darüber entscheiden, welchen Weg die Landwirtschaft gehen wird. Er kämpft als engagierter Aufklärer dafür, uns für diese Verantwortung zu sensibilisieren. Und hilft uns, Zusammenhänge zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Also – unbedingt gucken!
Wo ist Karla?
Ich finde Karl Lagerfeld ziemlich genial. Ich meine, wie cool ist das denn: ein ungefähr 81jähriger Senior (sorry, Karl!) schart eine Fangemeinde teilweise sehr junger Menschen auf der ganzen Welt um sich, die begierig verfolgen, welche neuen Ideen er wieder ausheckt. Und die sind schier grenzenlos. Seit Jahrzehnten verzaubert Karl die Modewelt mit seinen Kollektionen für Chanel, Fendi und sein eigenes Label, seine Fashionshows sind Gesamtkunstwerke, wie beispielsweise die Inszenierung seiner diesjährigen Herbst-Winter Kollektion in einer französichen Brasserie in Paris. Er ist Fotograf und weiß das World Wide Web zu nutzen. Karl lanciert seine Katze Choupette zum Kultobjekt und bekommt den Auftrag, sie anstelle des dem Auge eher vertrauten klassischen Pin-ups auf und um den Opel Corsa herum für einen Kalender zu fotografieren. So was darf nur Karl. Aber Karl ist nicht nur kreativ, er ist auch Vielleser und daher in aller Konsequenz seit 2010 auch Verleger. Unter dem Namen L.S.D.( Lagerfeld.Steidl.Druckerei) publiziert Karl deutschsprachige Bücher, die er selbst interessant findet und deren Lektüre, wenn auch vielleicht nicht immer das Bewusstsein, so doch den Horizont erweitern kann. Und der Allrounder ist ein begnadeter Illustrator und Karikaturist und bringt seine spitze Zunge auch treffend zu Papier. Man mag ihn mögen oder nicht- Karl Lagerfeld macht, was ihm gefällt und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Er ist unbequem und unangepasst, selbstironisch und intelligent. Sein Leben muss anstrengend sein, aber ich finde seine Schaffenskraft und Persönlichkeit wirklich inspirierend. Weiterlesen
Eierfärben für kleine Naturwissenschaftler
Mich überkam dieses Jahr die Lust, auszuprobieren, wie sich Eier mit natürlichen Farbstoffen färben lassen. Schließlich fallen mir genügend Obst- und Gemüsesorten ein, die T-Shirts und PVC-Böden quasi in Sekundenschnelle unwiderruflich verfärben. Also sollte das bei Eiern ja auch gelingen. Ich begann, wenn ich sowieso kochte, nebenbei ein Töpfchen mit geschnippeltem Spinat, Blaubeeren, Früchtetee oder auch Currypulver (natürlich nicht gleichzeitig!!!) aufzusetzen und einen Sud zu kochen, in den ich später die Eier legte. Mein kleiner Sohn verfolgte die anschließenden Färbeprozesse mit größtem Interesse. Wir stellten bald fest, dass oft ein ganz anderer Farbton herauskommt als zunächst angenommen und dass es Sinn macht, weiße Eier zu verwenden, um die zarten Töne besser sehen zu können. Und – dass es ganz schön viel Spaß macht, wenn man die Eier nicht einfach in klar kalkulierbares Rot, Blau oder Grün taucht, sondern gespannt darauf warten kann, welche Nuancen von Blau, Braun oder Rose entstehen. Ein richtig schönes Experiment für große und kleine Kinder jenseits der klassischen Bastelfraktion. Frohe Ostern!
Bei ihr sieht es richtig schön aus:
! Wir sind jetzt auf Facebook !
Wir haben jetzt auch eine Facebook-Seite.
Schreibt oder kommentiert uns und gebt uns euer „Like“ auf http://www.facebook.com/meedchenwargestern!
Eure ella und couca
Kindermund
Vor ein paar Tagen habe ich zusammen mit meiner dreijährigen Tochter Teig für Ihre Geburtstagsplätzchen gemacht.
Nach mischen und kneten haben wir eine große Kugel geformt, die dann im Kühlschrank kalt gestellt werden sollte. Ich sagte: „Jetzt müssen wir den Teig in Folie wickeln und dann kühl stellen.“
Daraufhin inspiziert meine Tochter die Teig-Kugel genau, schaut mich dann verwundert an und fragt: „Mama, wo ist der Popo? Wo müssen wir wickeln?“
Das Wäschemonster- für meine Schwester
Kennt ihr es auch, das Wäschemonster? Habt ihr es schon entdeckt, wenn ihr vor dem Berg an zu waschenden Hosen, Unterhosen, T-shirts, Hemden, Pullis, Sportklamotten, Handtüchern, Socken und Bettwäsche steht, der einfach nie kleiner wird? „Ich habe Hunger!“, ruft es unermüdlich. Man soll ja seinem Feind ins Auge sehen. Guckt es Euch an, vielleicht hilft es ja.
Schau doch ned so beys
Vor kurzem durfte ich die charmanten Kinihasn kennenlernen. Die Mädels und ihre Meghan Trainor Interpretation machen verdammt gute Laune. ich bin gespannt, was da noch so folgen wird.

