Gestern morgen erwachte ich in Gedanken über den Himmel und seine vermeintlichen Bewohner und stieß dabei auf einige Ungereimtheiten. Das soll ja so ein schöner Ort sein nach dem Tod. Aber wie soll das dann mit den ganzen älteren Menschen gehen, die Schlaftabletten nehmen müssen, um nachts zur Ruhe zu kommen. Um das Gedankenkarussell zu beenden, das wieder und wieder all das vorbeiziehen lässt, was in diesem Leben schief gelaufen ist, was sie vielleicht anders hätten machen sollen oder was sie verloren haben. Wie soll das dann nur sein, wenn die dann von ihrer Wolke im Himmel auf die Erde hinab blicken? Ein niemals mehr endendes Gedankenkarussell, unfähig, in das Geschehen einzugreifen? Höchststrafe, zu mal es im Himmel, soweit ich weiß, keine Bettruhe gibt – und Schlaftabletten ja sowieso nicht. Von meiner kindlichen Vorstellung, meine lieben Verstorbenen blickten wohlwollend vom Himmel auf mich hernieder, muss ich mich wohl verabschieden. Vermutlich fragen sie sich andauernd, was sie mit mir anders hätten machen sollen und grämen sich, nichts mehr tun zu können. Oder aber im Himmel gibt es irgendwelche Endorphinnebel, die einfach happy machen und das Leben auf Erden so eher rosarot erscheinen lassen. Aber vielleicht ist es ja auch ganz anders und das hat alles mit dieser ominösen Seele zu tun. Das sich marternde Hirn bleibt auf der Erde zurück und die Verstorbenen sind ganz beseelt, quasi jenseits aller Realität auf Erden. Vielleicht habe ich da was verstanden. Beim Münchner im Himmel war das natürlich alles noch mal ganz anders. Und jetzt habe ich auch endlich eine schlüssige Erklärung gefunden, warum das mit den bayrischen Ministerpräsidenten ( siehe Kaperltheater) nichts wird.
Es gibt ja diese ewige Diskussion um die richtige Größe eines Penis. Ein weit überschätztes Thema wie ich finde, handelt es sich hierbei doch um ein einfaches Schlüssel & Schloss-Prinzip, das heißt Penis und Vagina sollten in ihren Ausmaßen halbwegs kompatibel sein und das war es dann auch schon. Weitaus komplizierter gestaltet sich das Verhältnis von Vase zu Blumen, wie ich finde. Obwohl mir eine reichhaltige Auswahl unterschiedlichster Vasen zur Verfügung steht, suche ich meistens vergebens. Stimmt die Höhe der Vase im Verhältnis zur Schnittlänge des Straußes ist mit Garantie der Umfang der Vase zu groß oder zu klein. Oder eben umgekehrt. Oder sie ist konkav, wenn sie geradlinig sein müsste, ihre Öffnung passt nicht oder die Farbe passt nicht zu den Blüten. Das Thema lässt an Komplexität keine Wünsche offen. Und ließe mich verzweifeln, wenn ich es dann mit der Perfektion im Haushalt doch nicht ganz so genau nähme. Sonst könnte ich mich jetzt nämlich noch über Brotzeitboxen auslassen, die immer größer als ein Brot sind, deren herausnehmbare Trennwände wie von Zauberhand nach zwei Wochen verschwunden sind und nach drei Monaten nicht mehr richtig schließen oder sowieso einfach weg sind. Ach, der Penis des Mannes. Wenn alles doch so einfach wäre.
Thomas de Maizière: „Wir sind nicht Burka“ 
Die Adventszeit war, wie vermutlich bei den meisten von euch, so auch bei uns mal wieder wenig besinnlich. Gut, ich habe es immerhin geschafft, einmal mit den Kindern Plätzchen zum Ausstechen zu backen und wir waren auf dem Romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis in Regensburg, der sein Eintrittsgeld wert ist, findet man sonst wohl kaum so dicht an dicht traditionelles Handwerk zum Anfassen und Kaufen. Ansonsten war ich froh, dass es zum Bildungsauftrag unserer Grundschule gehört, zu singen und zu musizieren. So trällert wenigstens das kleine Kind weihnachtliche Lieder, die es zu Hause nicht hört. Naja, vielleicht klappt es ja an Weihnachten mit der „Hausmusik“. Auf dem Weg zum Adventskonzerts des großen Kindes passte mich doch tatsächlich die Polizei ab, nachdem ich mit dem Fahrrad bei fast schon Grün ( aber doch noch Rot) schon mal über die Ampel gefahren war. Mist, 100,-€ und ein Punkt in Flensburg. Ich versuchte, es als großzügige Spende für die Stadt Nürnberg zu sehen, aber irgendwie hakte es etwas mit dem in Stimmung kommen. Der Glühwein versöhnte mich dann ein wenig mit meinem Unglück und es wurde noch ein vergnüglicher Abend. Das 

Für viele Menschen ist ja Fliegen heutzutage so selbstverständlich wie mit dem Auto zu fahren. Vielleicht sogar selbstverständlicher, nennen Großstädter Letzteres ja immer seltener ihr Eigen, da sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln meist wesentlich schneller ans Ziel gelangen. Beispielsweise zum Flughafen. Ich dagegen fliege weder beruflich noch privat regelmäßig, sondern nutze für weitere Reisen meist das Auto und, wo es mir möglich ist, ganz old fashioned, die Bahn, obwohl zugegebenermaßen jeder zweite Zug Verspätung hat oder gar ausfällt. Aber da bin ich irgendwie erstaunlich leidensfähig, glaube ich doch noch irgendwie an das Gute bei der DB. Manche jungen Kosmopolit(inn)en, die in der ganzen Welt arbeiten und Party machen, denken gar nicht mehr darüber nach, ob es irgendeinen Sinn macht, zu fliegen und wählen beispielsweise für ihre Reise von Berlin nach Nürnberg den Flieger nach München, um von dort nach Nürnberg weiterzufliegen – bei näherer Betrachtung ein absurdes Unterfangen, aber kritische Fragen zum Umweltschutz existieren in ihrer Welt nicht. Genauso wenig, wie sie die Sinnhaftigkeit hinterfragen, ein Shirt aus einem australischen Online Shop zu ordern, das einmal um die ganze Welt zu ihnen geflogen wird, am Besten innerhalb 48 Stunden. Die Welt der unbegrenzten Möglichkeiten, wieso also nicht nutzen. Aber dazu ein andermal mehr, zurück zu mir. Wenn sich nämlich so ein Greenhorn wie ich zu einem Flug aufmacht, erlebt es mit höchster Wahrscheinlichkeit erst mal sein Wunder. Es wird nämlich vermutlich nicht mit den anderen Passagieren abheben. Die meisten Airlines buchen inzwischen über, damit sie keine Verluste einfahren, das heißt, wer zuletzt und vielleicht auch noch am Schalter eincheckt, hat verloren. Und das sind natürlich nicht die mit allen Wassern gewaschenen Vielflieger, die selbstverständlich online einchecken und einen Riesenaufstand fabrizieren, wenn man ihnen erzählt, sie seien STAND BY und könnten eventuell nicht mitfliegen. Wer am lautesten schreit, kommt mit, den anderen wird ein späterer Flug und ein Reisegutschein angeboten. Wohl dem, der dann keinen Anschlussflug erreichen muss. Ich bin also wieder nach Hause gegangen und bin am nächsten Morgen geflogen – was ich mit meinem Reisegutschein mache, weiß ich noch nicht. Von meinen drei beruflichen Inlandsflügen, die ich an diesem Tag antrat, hatte der zweite eineinhalb Stunden Verspätung und für die Strecke des Dritten hätte ich mit dem Auto zweieinhalb Stunden gebraucht. Das hat für mich alles nicht so recht Sinn gemacht. Aber meinen Horizont habe ich immerhin erweitert und weiß jetzt: immer online einchecken , das geht ganz leicht auf der Seite der Airline. Aber ob das noch so sein wird, wenn ich nächstes Mal fliege, das weiß ich nicht. Am Besten frage ich dann vorher jemanden, der sich damit auskennt und über meinen Erlebnisbericht gerade nur müde lächeln kann. Vielleicht hilft die kleine Episode aus meinem Leben irgendjemandem, planmäßig an seinem Reiseziel zu landen. Das würde mich freuen 🙂