Heute habe ich mir die Zeit genommen, ein wenig in die Musik von Erobique hineinzuhören. Und da bin schnell auf die „Songs for joy“ gestossen. Der Titel ist Programm, ohne in irgendeiner Weise doof und banal zu sein, wie man mutmaßen könnte. Auch der Verdacht, es könne sich um Gospelmusik handeln, ist unbegründet. Die Musik von Erobique ist eindeutig 80er, gespickt mit funkigen und jazzigen Vibes, ein Muss für gute Laune beim Kochen, die nächste Party, den lauschigen Abend mit Freunden auf dem Balkon, oder whatever. Dass Carsten Meyer in etwa „unser“ Jahrgang ist, lässt sich nicht nur musikalisch erahnen, sondern auch wegen der Themen und Texte. Die meisten von euch kennen wahrscheinlich den Song „Urlaub in Italien“– ein Phänomen, dass dieser quasi mit einer einzigen Textzeile funktioniert und die Massen zum Tanzen und Mitsingen animiert. Da gibt es aber auch „Bert & Ernie„, das humorvoll die Gegensätze eines Paars auf die Schippe nimmt oder „Man muss uns nicht gekannt haben„, eine Hommage an die vielen verblichenen ewigen Lieben. Mir gefällt natürlich auch „Wenn ich könnte, würde ich singen„, ein Song, der feiert, was man liebt, entgegen aller Konventionen. Ich könnte jetzt weiter fortfahren.
Hört am besten in das Album Songs For Joy Auf Der Veddel rein:
Dass Carsten Meyer intelligente und gute Musik macht, hat er übrigens schon in zahlreichen, weltweiten Kollaborationen bewiesen. Er arbeitete sowohl als Komponist als auch als Musiker für Theater, Hörspiele und Fernsehserien. Falls ihr so begeistert seid, dass ihr ihn live erleben möchtet, hier findet ihr die Tourdaten:
https://tomprodukt.de/tourplan/#erobique
Dann mal viel Spaß beim Mitsingen & Tanzen!

Was ist echt und was sieht nur echt aus? Können wir immer glauben, was wir sehen? Mit diesem Thema beschäftigt sich das Künstlerduo Cortis und Sonderegger seit 2012. Die Fotografen stellen auf akribische Art und Weise berühmte Pressefotos in ihrem Studio nach und zeigen so, wie leicht sich Wahrhaftes manipulieren lässt. Sie bilden den Marlboro-Mann ebenso nach wie den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima oder das Massaker am Platz des himmlischen Friedens. Der Betrachter sieht nicht nur das nahezu perfekt reproduzierte Bild, sondern auch den Aufbau und die Hilfsmittel, die für die Erschaffung dieser Illusion „behind the scenes“ nötig waren. Ein Video gibt weitere Einblicke in die Entstehungsprozesse der Werke. Wirklich beeindruckend, nicht nur in Zeiten von Fake News – da aber vielleicht besonders.